Siegfried Schneider als Präsident der BLM wiedergewählt

18.03.2016 •

Siegfried Schneider ist als Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) im Amt bestätigt worden. Der BLM-Medienrat wählte ihn in seiner Sitzung am 10. März für eine zweite fünfjährige Amtsperiode. Schneider wurde von dem Gremium, dem insgesamt 47 Mitglieder verschiedener gesellschaftlich relevanter Gruppen aus Bayern angehören, mit großer Mehrheit wiedergewählt. Er erhielt 30 von 33 abgegebenen Stimmen. Es gab eine Gegenstimme und zwei Enthaltungen (in der Sitzung waren 14 Mitglieder des BLM-Medienrats nicht anwesend).

Siegfried Schneider, der am 7. April 60 Jahre alt wird, ist seit dem 1. Oktober 2011 Präsident der BLM in München. Zuvor war er bayerischer Staatskanzleichef und Medienminister; außerdem gehörte er für die CSU dem bayerischen Landtag an. Als Chef der BLM war Schneider damals Wolf-Dieter Ring nachgefolgt, der rund 22 Jahre lang an der Spitze der Medienanstalt gestanden hatte und dann in den Ruhestand getreten war. Schneiders aktuelle Amtsperiode läuft noch bis zum 30. September dieses Jahres. Seine zweite beginnt dann am 1. Oktober 2016 und dauert bis zum 30. September 2021.

Siegfried Schneider, geboren am 7. April 1956, ist ausgebildeter Grund- und Hauptschullehrer. In diesem Beruf arbeitete er von 1980 bis 1994, bevor er für die CSU in den bayerischen Landtag in München einzog. Im Parlament war er von 2003 bis 2005 Vorsitzender des Landtagsausschusses für Bildung, Jugend und Sport. Im Jahr 2005 wurde Schneider zusätzlich zu seinem Abgeordnetenmandat zum bayerischen Staatsminister für Unterricht und Kultus berufen. Im Oktober 2008 war er dann Staatskanzleichef und Medienminister geworden. Ende Februar 2011 wählte der BLM-Medienrat Schneider zum künftigen Präsidenten der Medienanstalt; er konnte sich damals gegen seine Gegenkandidatin, die Medienprofessorin Gabriele Goderbauer-Marchner (CSU), deutlich durchsetzen (vgl. FK-Heft Nr. 9/11).

Auch Geschäftsführer Martin Gebrande bestätigt

Im März 2011 legte Siegfried Schneider seine Regierungsämter nieder. Viereinhalb Monate vor der Übernahme des Präsidentenamts bei der BLM gab er sein Abgeordnetenmandat ab. Als neuer Chef der BLM übernahm Schneider auch den Vorsitz der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM). Dieses Amt hatte der frühere BLM-Präsident Ring ebenfalls inne. Den KJM-Vorsitz hat Schneider zum Jahresende 2015 abgegeben, weil er am 1. Januar 2016 innerhalb der Arbeitsgemeinschaft der 14 Landesmedienanstalten zwei Vorsitzämter übernahm. Schneider ist seither Vorsitzender der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM) und der Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK). Außerdem ist er seit Oktober 2011 stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender des FilmFernsehFonds (FFF) Bayern, der Filmfördereinrichtung des Freistaats, an der auch die BLM gesellschaftsrechtlich beteiligt ist.

In der Sitzung des Medienrats am 10. März wurde darüber hinaus BLM-Geschäftsführer Martin Gebrande für eine weitere fünfjährige Amtszeit bestätigt: Der 63-Jährige bekam 32 von 33 abgegebenen Stimmen. Es gab eine Gegenstimme. Gebrandes aktueller Vertrag läuft noch bis zum 31. Dezember 2016. Er wurde nun als BLM-Geschäftsführer bis zum Ende 2021 wiedergewählt. Zu diesem Zeitpunkt wäre er 69 Jahre alt. Ob Gebrande das Amt früher abgibt, um in den Ruhestand zu treten, ist offen. Der Volljurist ist seit Mai 1990 BLM-Geschäftsführer. Zuvor war er unter anderem Medienreferent der CSU-Landtagsfraktion, Landtagsbeauftragter des bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst und Leiter des dortigen Pressereferats.

18.03.2016 – MK

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