Kristina Faßler, Stefan Aust,
Jan-Eric Peters // Welt N24

16.11.2015 •

16.11.2015 • Kristina Faßler, 53, hat bei der zum Springer-Konzern gehörenden Welt N24 GmbH in Berlin am 1. November die Leitung des neu geschaffenen Bereichs Marketing & Commercial Sales übernommen. In dem Unternehmen werden seit Anfang 2015 sämtliche redaktionellen Inhalte für die Zeitungen „Die Welt“ und „Welt am Sonntag“ sowie für deren Online- und App-Ableger produziert. Hinzu kommt die Inhalteproduktion für das Fernsehprogramm N24 und für dessen Internet-Auftritt. Als Bereichsleiterin Marketing & Commercial Sales ist Faßler nun zuständig für die Steuerung und Koordination der Vermarktungserlöse in den Bereichen Digital, Print und TV sowie für die Markenführung und das Marketing der Dachmarke „Welt“ und der Produktmarken „Die Welt“, „Welt am Sonntag“ und N24.

Bisher hatte Kristina Faßler bei N24 den Bereich Marketing & Sales geleitet. Ihre bisherige Position als Pressesprecherin des Senders behält sie bei. Im Juli hatte die Welt N24 GmbH bekannt gegeben, dass N24 künftig in „Welt“ umbenannt werde. Dies solle aber erst geschehen, so hieß es damals weiter, wenn die Dachmarke „Welt“ den Fernsehzuschauern nähergebracht worden sei. Mit der Umbenennung des Nachrichten- und Dokumentationskanals N24 in „Welt“ sei in diesem Jahr nicht mehr zu rechnen, erklärte eine Springer-Sprecherin auf MK-Nachfrage.

Die Position als Chefredakteur der Welt N24 GmbH übernimmt ab Januar kommenden Jahres kommissarisch Stefan Aust, seit 2014 Herausgeber der Tageszeitung „Die Welt“ und von 1994 bis 2008 Chefredakteur beim „Spiegel“. Der 69-jährige Journalist folgt auf Jan-Eric Peters, der ab Januar 2016 Chief Product Officer und stellvertretender Chief Executive Officer des Unternehmens Upday wird, das unter dem gleichnamigen Namen eine Plattform aufbauen wird, bei der es um die computergestützte Aggregation von Nachrichten geht. Bei diesem Projekt kooperiert Springer mit dem süd­koreanischen Technologie-Konzern Samsung. Peters, 50, ist seit Anfang 2015 Chefredakteur der Welt N24 GmbH. Als künftiger kommissarischer Welt-N24-Chefredakteur arbeitet Stefan Aust ab Januar 2016 mit den stellvertretenden Chefredakteuren Ulf Poschardt, 48, und Arne Teetz, 48, zusammen.

Kristina Faßler, geb. am 1.7.1962 in Wismar, hat von 1979 bis 1984 Biologie, Pädagogik, Psychologie und Sport in Rostock studiert. Nach ihren Abschluss als Diplom-Lehrerin für Sport und Biologie unterrichtete sie zunächst in Berlin. Im Wendejahr 1989 begann sie journalistisch zu arbeiten, und zwar für Zeitschriften im naturwissenschaftlichen und im Kinder- und Jugendbereich. 1992 wechselte sie als PR-Redakteurin für Information und Medienpolitik zum privaten Fernsehsender Sat 1. In den Jahren 1994 und 1995 war sie Pressesprecherin des Nachrichtensenders n-tv. Nach ihrer Rückkehr zu Sat 1 übernahm sie 1995 die Leitung der Abteilung Medienpolitik. Sechs Monate später wurde sie zusätzlich Chefin der Sat-1-Unternehmenskommunikation und Sprecherin des Senders. Ab 2001 leitete Faßler neben ihrer Sprecherfunktion den Bereich Kommunikation/PR bei Sat 1.

Als 2009 der Sendersitz von Sat 1 von Berlin nach Unterföhring bei München und damit an den Hauptsitz der Pro-Sieben-Sat-1-Gruppe verlegt wurde, wechselte Faßler zu N24. Der in Berlin ansässige Nachrichtensender gehörte damals noch zu Pro Sieben Sat 1 und wurde dann 2010 an ein Konsortium unter Führung von Stefan Aust und N24-Geschäftsführer Torsten Rossmann verkauft. Ende 2013 übernahm schließlich der Springer-Konzern den Fernsehsender (vgl. FK-Hefte Nr. 24/10 und 50/13). Kristina Faßler arbeitete bei N24 zunächst als Leiterin des Bereichs Marketing & Kommunikation und als Pressesprecherin. Später erhielt sie zusätzlich zu ihrer Aufgabe als Sendersprecherin die Zuständigkeit für den Bereich Marketing & Sales.

Faßler ist bisher noch Geschäftsführerin des Welt-N24-Tochterunternehmens Thads Media, das die Werbezeiten von N24 vermarktet. Diese Position wird Faßler aber in Kürze abgeben. Bei Thads Media, das 2013 von N24 gegründet wurde, will mit 49 Prozent der US-Medienkonzern Viacom einsteigen. Viacom und Axel Springer wollen künftig über dieses Unternehmen, das einen neuen, noch nicht veröffentlichten Namen erhalten wird, bei der TV-Werbevermarktung in Deutschland zusammenarbeiten.

16.11.2015 – MK

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