Fachdienst „epd medien“ feiert 70‑jähriges Bestehen

23.01.2019 •

Der renommierte Branchendienst „epd medien“ feiert sein 70-jähriges Bestehen. Die erste Ausgabe der Fachpublikation erschien am 21. Januar 1949 unter dem damaligen Namen „epd/Kirche und Rundfunk“. Die Umbenennung in „epd medien“ erfolgte Anfang Januar 1997. Der Fachdienst berichtet über Entwicklungen in den Bereichen Fernsehen, Hörfunk, Presse, Internet, Medienpolitik und Medienethik und liefert Programmanalysen vor allem in Rezensionen von Fernseh- und Hörfunksendungen. Seit Anfang 2011 erscheint „epd medien“ wöchentlich (zuvor zweimal pro Woche); zusätzlich gibt es seitdem an Werktagen einen Newsletter mit aktuellen Meldungen. „Epd medien“ wird in der epd-Zentralredaktion unter dem Dach des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik (GEP) in Frankfurt am Main produziert.

Seit sieben Jahrzehnten biete „epd medien“ Orientierung, erklärte Diemut Roether, die verantwortliche Redakteurin und Redaktionsleiterin des Fachdiensts, anlässlich des Jubiläums: „Unser Blick auf die Medien ist kritisch, aber solidarisch. Wir bieten keine Infohäppchen, sondern gehen den Dingen auf den Grund und ordnen sie ein. Wir wollen Einsichten und Einblicke stiften, gerade in einer Zeit, in der die permanente mediale Reizüberflutung und Unübersichtlichkeit beklagt werden.“

„Einsichten und Einblicke stiften“

Die Fachpublikation bzw. deren Redakteure wurden für ihre Arbeit und Recherchen mehrfach ausgezeichnet. Im Jahr 1997 beispielsweise erhielt „epd medien“ den Hans-Bausch-Mediapreis des damaligen Süddeutschen Rundfunks (SDR). Im Jahr 2005 deckte Volker Lilienthal, zu dieser Zeit Redaktionsleiter von „epd medien“, den Schleichwerbeskandal in der ARD-Vorabendserie „Marienhof“ auf, wofür er unter anderem mit dem Bert-Donnepp-Preis für Medienpublizistik ausgezeichnet wurde. Seit 2009 ist Lilienthal Professor für Praxis des Qualitätsjournalismus an der Universität Hamburg. Mit dem Bert-Donnepp-Preis wurden Anfang 2011 auch Diemut Roether und Michael Ridder von „epd medien“ geehrt. Die beiden Journalisten bilden zusammen mit der weiteren Redakteurin Ellen Nebel das heutige redaktionelle Kernteam des Fachdienstes.

Anlässlich des Jubiläums erschien am 18. Januar 2019 ein 40-seitiges Sonderheft von „epd medien“, in dem unter anderem der Filmemacher und Schriftsteller Alexander Kluge in einem Interview auf 70 Jahre Mediengeschichte zurückblickt. Mit einem Beitrag ist in dem Heft auch Uwe Kammann vertreten, langjähriger Redaktionsleiter von „epd medien“ und späterer Direktor des Grimme-Instituts in Marl. Anlässlich des 70-jährigen Bestehens von „epd medien“ findet am 9. April in Frankfurt am Main eine Festveranstaltung statt, zu der zahlreiche Vertreter aus Sendern, Verlagen und Verbänden, aus der Politik und den Kirchen erwartet werden.

Im Dezember 2018 wurde die „Medienkorrespondenz“, das katholische Pendant zu „epd medien“, 65 Jahre alt. Die erste Ausgabe erschien am 2. Dezember 1953 unter dem Namen „Funkkorrespondenz“, deren Sitz damals Köln war. Heute erscheint die „Medienkorrespondenz“ (MK) unter dem Dach der Dreipunktdrei Mediengesellschaft in Bonn, die eine Tochter der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) ist. Die KNA wie die Dreipunktdrei Mediengesellschaft sind Teil des Katholischen Medienhauses in Bonn.

23.01.2019 – MK