Jan Schulte-Kellinghaus,
Claudia Nothelle // RBB 

Jan Schulte-Kellinghaus, 47, ist beim Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) vom Rundfunkrat am 1. Dezember 2016 zum neuen Programmdirektor des öffentlich-rechtlichen Senders gewählt worden. Der Rundfunkrat folgte damit, wie es im Vorfeld erwartet worden war, dem Personalvorschlag von RBB-Intendantin Patricia Schlesinger. Schulte-Kellinghaus wurde von dem insgesamt 29-köpfigen Gremium einstimmig gewählt. Seine neue Position als RBB-Programmdirektor wird er, so ist es vorgesehen, am 15. März 2017 übernehmen. Schulte-Kellinghaus wird sich dann vor allem um die von Intendantin Schlesinger bereits eingeleitete Reform des Dritten Programms RBB Fernsehen kümmern. Schlesingers Ziel ist es, das RBB Fernsehen bis Ende 2017 zu erneuern. Der Schwerpunkt der Reform liegt dabei auf dem Abendprogramm.

Die Stelle des RBB-Programmdirektors musste neu besetzt werden, da die bisherige Programmdirektorin der Rundfunkanstalt, Claudia Nothelle, den Sender zum Jahresende 2016 auf eigenen Wunsch verlässt. Nothelle, 52, war im Mai 2009 Programmdirektorin des Rundfunks Berlin-Brandenburg geworden; zuvor war sie bei der Rundfunkanstalt ab 2006 Fernsehchefredakteurin und ab Mai 2008 zusätzlich Fernsehdirektorin. Als ein Jahr später der RBB als erster ARD-Sender die Hörfunk- und die Fernsehdirektion zu einer multimedialen Programmdirektion zusammenlegte, wurde Nothelle deren Chefin. Was Claudia Nothelle künftig beruflich machen wird, ist noch nicht bekannt.

Jan Schulte-Kellinghaus studierte in Bonn und Erfurt Rechtswissenschaften. Ab 1994 arbeitete er als Reporter für das in Erfurt angesiedelte ZDF-Landesstudio Thüringen, dessen stellvertretende Leitung er 1996 übernahm. 1998 wurde er Moderator und stellvertretender Redaktionsleiter des ZDF-Boulevardmagazins „Hallo Deutschland“. Parallel zu seiner beruflichen Arbeit beim ZDF promovierte Schulte-Kellinghaus im Jahr 1998 an der Universität Bonn mit einer medienjuristischen Arbeit; seine Dissertationsschrift trägt den Titel „Rundfunkbegriff und Gesetzgebungskompetenzen im digitalen Zeitalter“. Im Jahr 2000 wechselte Schulte-Kellinghaus vom ZDF zum Fernsehen des NDR. Dort war der Jurist zunächst Leiter der Talkredaktion und ab 2005 zusätzlich Chef der Unterhaltungsredaktion. Im Jahr 2007 übernahm Jan Schulte-Kellinghaus beim NDR die Leitung des Programmbereichs ‘NDR Fernsehen und Koordination’. Seit 2010 ist er auch Geschäftsführer der ARD-Koordination für das Vorabendprogramm im Ersten.

02.12.2016 – MK

Print-Ausgabe 24/2018

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