Iva Krtalic, Gualtiero Zambonini // WDR

28.10.2016 •

Iva Krtalic, 47, ist beim Westdeutschen Rundfunk (WDR) in Köln die neue Beauftragte für Integration und interkulturelle Vielfalt. Sie trat am 15. September die Nachfolge von Gualtiero Zambonini an, der diese Aufgabe als erster hauptamtlicher Integrationsbeauftragter in der deutschen Medienlandschaft im Jahr 2003 übernommen hatte.

Die deutsch-kroatische Journalistin Iva Krtalic hat als langjährige Redakteurin der WDR-Hörfunkwelle ‘Funkhaus Europa’ zahlreiche Programmschwerpunkte zu den Themen Migration und Integration, Flüchtlingspolitik, europäische Politik sowie Vielfalt und Medien konzipiert und gestaltet. Darüber hinaus hatte sie die Koordination der ARD-Themenwochen „Toleranz“ und „Heimat“ für den WDR-Hörfunk übernommen und hat mehrere Jahre die ARD-Berichterstattung im Hörfunk über das WDR-Europaforum und die Civis-Preisverleihung federführend begleitet. Der Civis-Medienpreis ist eine europäische Auszeichnung für Integration, er wird verliehen von der Civis-Medienstiftung. Die 1969 in Zagreb geborene Iva Krtalic studierte unter anderem Anglistik und Osteuropäische Studien in Kroatien und Berlin. Derzeit promoviert sie zu den Themen „Medien“ und „kulturelle Vielfalt“.

Gualtiero Zambonini, 70, bleibt bis zum Jahresende noch im Dienst des WDR und wird insbesondere den Integrationsgipfel beim WDR am 23. November mit der nordrhein-westfälischen Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) und WDR-Intendant Tom Buhrow gemeinsam mit Iva Krtalic federführend gestalten. Zambonini wird dann Ende 2016 in den Ruhestand treten. Tom Buhrow würdigte die Verdienste von Zambonini, der maßgeblich an der Entstehung des europäischen Civis-Medienpreises und des Radioprogramms Funkhaus Europa beteiligt war. „Gualtiero Zambonini hat schon früh die tiefgreifenden Veränderungen durch Migration und Integration für unsere Gesellschaft erkannt. Ihm ist es zu verdanken“, sagte Buhrow, „dass der WDR eine Vorreiterrolle bei der kulturellen Vielfalt spielt – und dies über die Landesgrenzen hinaus.“

Zambonini, geb. am 4.12.1945 in Rom, wurde vom damaligen WDR-Intendanten Fritz Pleitgen am 15. Mai 2003 zum Integrationsbeauftragten des WDR berufen. Nach dem Studium der Geschichte und Philosophie an der Universität in Rom und der Promotion arbeitete Zambonini als freier Mitarbeiter für den Bayerischen Rundfunk (BR) im internationalen Nachrichtendienst und als Reporter der italienischen Redaktion des Senders. Von 1973 bis 1976 lehrte und forschte er unter anderem an der Ruhr-Universität Bochum.

1976 wurde Gualtiero Zambonini fest angestellter WDR-Redakteur. Ab 1983 leitete er die italienische Redaktion der Sendeanstalt. Seither war er zudem als stellvertretender Leiter der Redaktionsgruppe ‘Fremdsprachen’ tätig. Dieses Amt bekleidete er bis 1995 ununterbrochen. Am 1. November 1995 übernahm er als Leiter die Programmgruppe ‘Forum Europa’ und wurde damit zuständig für die Fremdsprachensendungen der ARD. Von Mai 1999 bis Mai 2003 war er dann Leiter der Hörfunkwelle Funkhaus Europa, dem ganztägigen und mehrsprachigen Integrationsprogramm des WDR in Kooperation mit Radio Bremen und dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB). Im Jahr 2002 war Zambonini an der Gründung der Civis-Medienstiftung beteiligt, die ihren Sitz in Köln.

28.10.2016 – MK

Print-Ausgabe 15/2020

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