Andrea Bähner // Sprecherin der
Landesregierung Rheinland-Pfalz

19.08.2016 •

Andrea Bähner, ist seit Anfang Juli 2016 neue Sprecherin der rheinland-pfälzischen Landesregierung. Zuvor arbeitete Bähner als Fernsehjournalistin beim Südwestrundfunk (SWR). In Rheinland-Pfalz regiert eine Koalition aus SPD, FDP und Grünen, an deren Spitze Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) steht. Die 49-jährige Andrea Bähner übernahm das Amt der rheinland-pfälzischen Regierungssprecherin von Monika Fuhr, die den Posten ab 2010 innehatte und zuvor ab 2006 stellvertretende Regierungssprecherin war. Der damalige rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) hatte Fuhr zunächst zur Vize-Regierungssprecherin und dann 2010 zur Regierungssprecherin berufen. Nachdem Beck im Januar 2013 sein Ministerpräsidentenamt niederlegte und ihm Malu Dreyer nachfolgte, blieb Monika Fuhr Regierungssprecherin.

Ihr Amt als Regierungssprecherin gab die 59-jährige Fuhr Ende Juni und damit wenige Wochen nach dem Beginn der neuen fünfjährigen Legislaturperiode in Rheinland-Pfalz ab. Bei der Landtagswahl im März 2016 war die SPD mit ihrer Spitzenkandidatin Malu Dreyer stärkste Partei geworden. Die Sozialdemokraten bildeten dann zusammen mit den Liberalen und den Grünen die neue Regierungskoalition. Am 18. Mai wurde Malu Dreyer im Mainzer Landtag von den Abgeordneten des Dreier-Bündnisses zur Ministerpräsidentin gewählt. Monika Fuhr, geb. am 23.4.1957 in Wiesbaden, arbeitet nun als ‘Ständige Vertreterin der Bevollmächtigten des Landes Rheinland-Pfalz beim Bund und für Europa, für Medien und Digitales’; die Bevollmächtigte ist Staatssekretärin Heike Raab (SPD). Raab, 51, hat diese Position im Juli 2015 übernommen; seither hat sie auch die operative Leitung der Rundfunkkommission der Länder inne (vgl. MK-Meldung).

Andrea Bähner, geb. am 26.10.1966, hat in Siegen, Mainz und Haifa (Israel) Deutsch, Biologie und Politik des Nahen Ostens für das Lehramt an Gymnasien studiert. Bereits während ihres Studiums war sie journalistisch für Zeitungen und den Hörfunk des Saarländischen Rundfunks (SR) tätig. Nachdem sie 1993 ihr erstes Staatsexamen absolviert hatte, kam sie im Jahr 1994 zum damaligen Südwestfunk (SWF). Ein Jahr später absolvierte sie beim SWF ein Volontariat. Anschließend arbeitete sie bei dem öffentlich-rechtlichen Sender als Auslandsreporterin mit dem Schwerpunkt Kriegsberichterstattung.

Ab 1998 berichtete Andrea Bähner für den damals aus der Fusion von SWF und Süddeutschem Rundfunk (SDR) entstandenen Südwestrundfunk (SWR) als Reporterin vor allem aus der arabischen Welt, dem südlichen Afrika und Europa. Zusätzlich war sie von 2001 bis 2003 als Chefin vom Dienst (CvD) unter anderem für die vom SWR produzierten Ausgaben der ARD-Sendereihen „Weltspiegel“ und „Europamagazin“. Ab 2004 berichtete Bähner von Mainz aus für ARD-aktuell (u.a. „Tagesschau“). 2007 wechselte sie als „Tagesschau“-Redakteurin zu ARD-aktuell nach Hamburg (NDR), um dann kurze Zeit später als Leiterin der ARD-aktuell-Redaktion des SWR nach Mainz zurückzukehren. 2010 stieg Bähner zur Chefin des landespolitischen Fernsehmagazins „Zur Sache Rheinland-Pfalz!“ auf. Die Sendung wird donnerstags von 20.15 bis 21.00 Uhr im Dritten Programm SWR Fernsehen für das Sendegebiet Rheinland-Pfalz ausgestrahlt (für Baden-Württemberg läuft parallel die Sendung „Zur Sache Baden-Württemberg!“).

19.08.2016 – MK

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