SPD-Politikerin Heike Raab neue Medienbevollmächtigte des Landes Rheinland‑Pfalz

02.07.2015 •

02.07.2015 • Die rheinland-pfälzische SPD-Politikerin Heike Raab hat die operative Leitung der Rundfunkkommission der Länder übernommen, deren Arbeit von der Mainzer Staatskanzlei koordiniert wird. Raab wurde am 1. Juli von der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) zur neuen Bevollmächtigten des Landes beim Bund und für die Bereiche Europa, Medien und Digitales ernannt. In dieser Funktion ist Raab nun für die Rundfunkkommission zuständig, deren Vorsitzende Malu Dreyer ist.

Im Rang einer Staatssekretärin unterstehen Heike Raab jetzt in der Mainzer Staatskanzlei die Abteilungen „Medien und Digitales“, „Europa“ und „Bundesangelegenheiten“. Außerdem leitet sie die rheinland-pfälzischen Landesvertretungen in Berlin und Brüssel. Die 50-jährige Raab war bisher ab Mai 2011 Staatssekretärin im rheinland-pfälzischen Innenministerium, das auch für die Bereiche Sport und Infrastruktur zuständig ist. Neuer Innenstaatssekretär ist jetzt Randolf Stich, bisher Ministerialdirektor im Innenministerium.

Frühere medienpolitische Sprecherin

Malu Dreyer musste die Position der Medienbevollmächtigten neu besetzen, weil die bisherige Amtsinhaberin Jacqueline Kraege (SPD) schwer erkrankt ist und daher ihr Amt aufgeben musste. Sie wurde von Ministerpräsidentin Dreyer in den einstweiligen Ruhestand versetzt. Das sei, erklärte Dreyer in einer Mitteilung der Staatskanzlei, für sie „ein schwerer Schritt“ gewesen. „Jacqueline Kraege hat sich in den unterschiedlichsten Funktionen innerhalb der Landesregierung, zuletzt als Bevollmächtigte des Landes beim Bund und für Europa, für Medien und Digitales in der Staatskanzlei, um unser Land verdient gemacht“, so Dreyer. Sie wünschte Jacqueline Kraege eine baldige vollständige Genesung.

Kraege, 55, war von Dreyer im November vorigen Jahres zur Bevollmächtigten beim Bund und Europa, Medien und Digitales berufen worden (vgl. FK-Heft Nr. 49/14). Diese Position war damals neu geschaffen worden. Zuvor war Kraege ab Anfang 2013 Chefin der rheinland-pfälzischen Staatskanzlei und auch in diesem Amt für Medienpolitik und die Rundfunkkommission der Länder zuständig. Anfang 2013 hatte Malu Dreyer von Kurt Beck (SPD) das Ministerpräsidentenamt übernommen. Dreyer berief damals ihre enge Vertraute Kraege zur Chefin der Mainzer Staatskanzlei, deren Leitung zuvor Martin Stadelmaier (SPD) innehatte (vgl. FK-Heft Nr. 5-6/13).

Heike Raab, geboren am 8. April 1965 in Cochem an der Mosel, hat nach einer Ausbildung zur Krankengymnastin in Aachen ab 1988 Politikwissenschaft, Rechtswissenschaft und Spanisch in Bonn studiert. Nach ihrem Studium war sie ab 1992 zunächst wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Deutschen Bundestag damals in Bonn. Im Jahr 1993 wurde sie persönliche Referentin des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Rudolf Scharping (SPD). Ein Jahr später wechselte Raab als Referentin für Mittelstandspolitik zur SPD-Bundestagsfraktion. 1999 rückte sie dann zur Referatsleiterin in der Mainzer Staatskanzlei auf.

Bei der rheinland-pfälzischen Landtagswahl 2001 wurde sie für die SPD in das Parlament gewählt, dem sie bis 2011 angehörte. In der Zeit von 2001 bis 2007 war sie medienpolitische Sprecherin ihrer Fraktion. 2006 übernahm sie zusätzlich zu ihrem Abgeordnetenmandat die Position als Generalsekretärin der SPD Rheinland-Pfalz. Das Parteiamt gab sie 2011 ab, als sie Staatssekretärin im rheinland-pfälzischen Innenministerium wurde. Während ihrer Abgeordnetenzeit gehörte Heike Raab eine Zeitlang dem Rundfunkrat des Südwestrundfunks (SWR) an. Sie wurde zusammen mit drei weiteren Abgeordneten vom rheinland-pfälzischen Landtag in das Gremium entsandt.

02.07.2015 – MK

Print-Ausgabe 23/2019

Inhalt

Abonnement

Jetzt abonnieren