Rainald Becker // ARD-Chefredakteur
Thomas Baumann // Stellvertr.
Chefredakteur Fernsehen
im ARD-Hauptstadtstudio

05.08.2016 •

Rainald Becker, 56, ist seit dem 1. Juli neuer ARD-Chefredakteur und Koordinator für den Bereich ‘Politik, Kultur und Gesellschaft’. Er übernahm beide Aufgaben von Thomas Baumann. Der 54-Jährige Baumann arbeitet seit dem 1. Juli als stellvertretender Chefredakteur Fernsehen im ARD-Hauptstadtstudio Berlin. Diese Position hatte zuvor Becker inne; Baumann und Becker haben somit ihre Funktionen getauscht. Den Wechsel hatten die ARD-Intendanten bereits im Frühjahr 2015 beschlossen. In der Folgezeit hatten die zuständigen Aufsichtsgremien innerhalb der ARD dem Positionentausch von Becker und Baumann zugestimmt. Dabei handelte es sich um den Verwaltungsrat des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB) und den Verwaltungsrat des Bayerischen Rundfunks (BR). Der RBB hat die Federführung für das ARD-Hauptstadtstudio. Beim BR in München ist die ARD-Programmdirektion angesiedelt, der der ARD-Chefredakteur zugeordnet ist.

Rainald Becker, geb. am 19.11.1959 in Tönisvorst (Kreis Viersen), hat von 1981 bis 1985 in Duisburg Sozialwissenschaften, Politikwissenschaft und Katholische Theologie studiert. Seine journalistische Laufbahn begann er parallel zu seinem Studium ab 1982 als freier Mitarbeiter beim Fernsehen des Westdeutschen Rundfunks (WDR). Nach einem Volontariat beim damaligen Süddeutschen Rundfunk (SDR) arbeitete er ab 1986 bei dem öffentlich-rechtlichen Sender in Stuttgart als Fernsehredakteur und Reporter im Bereich Innenpolitik. 1990 wechselte er in die TV-Auslandsredaktion des SDR, 1993 wurde er dort leitender Redakteur und Moderator. 1995 übernahm Becker die stellvertretende Leitung der „Weltspiegel“-Redaktion des SDR, der im Jahr 1998 mit dem Südwestfunk (SWF) zum Südwestrundfunk (SWR) zusammengelegt wurde. 1999 wechselte Rainald Becker als Fernsehkorrespondent ins ARD-Hauptstadtstudio. Dort wurde er Anfang 2009 dann in der Nachfolge von Joachim Wagner (NDR) stellvertretender Fernsehchefredakteur.

Thomas Baumann, geb. am 15.7.1961 in Hof an der Saale, hat Politikwissenschaft, Kommunikationswissenschaft und Psycholinguistik in München studiert. Während des Studiums arbeitete er als Sportreporter für die Münchner Boulevardzeitung „tz“ und als freier Mitarbeiter beim Radio des Bayerischen Rundfunks. Nach dem Ende seines Studiums (Magister-Abschluss) wurde er beim BR Reporter, Planungsredakteur und Chef vom Dienst (CvD) für die Sendungen „Bayernstudio“, „Rundschau“ und „Rundschau-Magazin“ des Dritten Programms Bayerisches Fernsehen (heute: BR Fernsehen).

Im Jahr 1991 ging Baumann zum damals neu gegründeten Mitteldeutschen Rundfunk (MDR), wo er die Fernsehnachrichtenredaktion aufbaute. Von 1994 bis 1998 war er ARD-Fernsehkorrespondent in der tschechischen Hauptstadt Prag. Von Januar 1999 bis Juni 2006 war Baumann bereits stellvertretender Chefredakteur Fernsehen im ARD-Hauptstadtstudio in Berlin. Am 1. Juli 2006 wurde er dann ARD-Chefredakteur und Koordinator für den Bereich ‘Politik, Gesellschaft und Kultur’ des Ersten Programms. Die Positionen hatte er damals von Hartmann von der Tann (SWR) übernommen, der in den Ruhestand trat. Seit Juli dieses Jahres ist Thomas Baumann nun zum zweiten Mal stellvertretender Chefredakteur Fernsehen im ARD-Hauptstadtstudio.

05.08.2016 – MK

Print-Ausgabe 21/2020

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