Wettbewerb 2015 der Deutschen Akademie für Fernsehen: 16 von 21 Auszeichnungen für ARD

29.11.2015 •

Am 28. November (Samstag) vergab die Deutsche Akademie für Fernsehen (DAfF) in Köln ihre diesjährigen Auszeichnungen für die besten TV-Leistungen der vergangenen zwölf Monate. Die im Internet per Streaming live übertragene Preisverleihung fand von 20.00 bis 22.45 Uhr im Filmforum des Museums Ludwig statt.

Die Deutsche Akademie für Fernsehen veröffentlicht die Nominierungen für ihren Wettbewerb stets ohne Nennung der Sender, da die Akademie die Sender hinsichtlich der Entstehung von Filmen anscheinend für irrelevant hält. Die MK-Redaktion hat sich bei der nachfolgenden Liste mit den Nominierten und Gewinnern erlaubt, die Sender hinzuzufügen. Wir sind sogar noch einen Schritt weitergegangen und haben einmal nachgezählt, wie bei der diesjährigen Preisverleihung der Deutschen Akademie für Fernsehen das Ergebnis nach Sendern aussieht. Demnach gingen 16 der 21 Auszeichnungen an die ARD, davon 15 an Sendungen des Ersten und eine an einen Beitrag des Dritten Programms WDR Fernsehen. Man könnte also von so etwas wie einem ARD-Triumph sprechen, angesichts dessen das ZDF vor Neid erblassen könnte. Doch wo das ZDF in puncto Klasse ziemlich abgeschlagen ist, wird es sich sicherlich damit trösten, in Sachen Masse vorne zu liegen, denn bereits jetzt steht ja fest, dass das Zweite auch in diesem Fernsehjahr wieder Quoten-Erster sein wird.

Das ZDF erhielt beim Wettbewerb der Fernsehakademie vier Auszeichnungen, darunter zwei für den Dreiteiler „Tannbach – Schicksal eines Dorfes“ (in den Kategorien „Musik“ und „Maskenbild“). Die öffentlich-rechtlichen Sender bekamen somit zusammen 20 Auszeichnungen. Für das Privatfernsehen, das allerdings auch nur insgesamt fünf Nominierungen zu verzeichnen hatte, blieb mithin nur ein einziger Preis. Er ging in der Kategorie „Szenenbild“ an eine von Sat 1 in Auftrag gegebene Kinokoproduktion, den Fernsehfilm „Bissige Hunde“, der beim Tochtersender Sixx ausgestrahlt wurde. Die Auszeichnungen der Deutschen Akademie für Fernsehen wurden jetzt zum dritten Mal verliehen.

Die Gewinnerinnen und Gewinner in den insgesamt 21 Kategorien sind (jeweils an der ersten Stelle stehend, danach die weiteren Nominierten):

 

1) Schauspielerin, Hauptrolle

• Ina Weisse für Ich will Dich (ARD/WDR/Arte)

Außerdem nominiert:

Martina Gedeck für Das Ende der Geduld (ARD/BR/NDR)

Christina Große für Anderst schön (ARD/NDR/Degeto)

 

2) Schauspielerin, Nebenrolle

Angela Winkler für Das Gewinnerlos (ARD/Degeto)

Außerdem nominiert:

Morgane Ferru für Tatort: Der Wüstensohn (ARD/BR)

Inge Maux für Spuren des Bösen – Schande (ZDF/ORF)

 

3) Schauspieler, Hauptrolle

• Hans-Michael Rehberg für Schuld nach Ferdinand von SchirachSchnee (ZDF)

Außerdem nominiert:

• Yasin El Harrouk für Tatort: Der Wüstensohn (ARD/BR)

• Bernhard Schütz für Eichwald, MdB (ZDFneo/ZDF)

 

4) Schauspieler, Nebenrolle

Ulrich Matthes für Bornholmer Straße (ARD/MDR/RBB/Degeto)

Außerdem nominiert:

Felix Vörtler für Lena Fauch - Vergebung oder Rache (ZDF)

Thomas Loibl für Spreewaldkrimi – Die Tote im Weiher (ZDF)

 

5) Regie

• Urs Egger für Der Fall Bruckner (ARD/BR)

Außerdem nominiert:

Stephan Wagner für Tatort: Das Muli (ARD/RBB)

Lars Kraume für Dengler – Die letzte Flucht (ZDF)

 

6) Drehbuch

Michael Proehl für Tatort: Im Schmerz geboren (ARD/HR)

Außerdem nominiert:

Magnus Vattrodt für Das Zeugenhaus (ZDF)

Alex Eslam und Sven Poser für Bissige Hunde (Sixx/Sat 1, Kinokoproduktion)

 

7) Bildgestaltung

Kolja Brandt für Nackt unter Wölfen (ARD/MDR/WDR/SWR/BR/Degeto)

Außerdem nominiert:

Ralf Noack für Der Metzger muss nachsitzen (ARD/Degeto)

Lars Liebold für Kommissar Marthaler – Ein allzu schönes Mädchen (ZDF/Arte)

 

8) Filmschnitt

Ulf Albert für Altersglühen – Speed Dating für Senioren (ARD/WDR/NDR)

Außerdem nominiert:

Knut Hake für Tatort: Der irre Iwan (ARD/MDR)

Anya Schulz für Der Glanz der Schattenwirtschaft in Westafrika, Reihe Faszination Wissen (Bayerisches Fernsehen/BR)

 

9) Casting

• Marc Schötteldreier für Vorsicht vor Leuten (ARD/WDR)

Außerdem nominiert:

Daniela Tolkien und Anna Slater für Das Ende der Geduld (ARD/BR/NDR)

Ingrid Cuenca für Die letzten Millionen (ARD/Degeto)

 

10) Kostümbild

• Bettina Catharina Proske für Let’s go! (ARD/BR/WDR/Degeto)

Außerdem nominiert:

Anette Guther für Vorsicht vor Leuten (ARD/WDR)

Mirjam Muschel für Die Himmelsleiter – Sehnsucht nach morgen (ARD/Degeto)

 

11) Maskenbild

Gerhard Zeiss und Silka Lisku für Tannbach – Schicksal eines Dorfes (ZDF)

Außerdem nominiert:

Wolfgang Böge, Ragna Jornitz und Astrid Lehmann für Die Schneekönigin (ZDF)

Jeanette Latzelsberger, Gregor Eckstein, Julia Rinkl und Elke Lebender für Kalkofes Mattscheibe: Fresse 2014 (Tele 5)

 

12) Musik

• Fabian Römer für Tannbach – Schicksal eines Dorfes (ZDF)

Außerdem nominiert:

Jules Kalmbacher für Letzte Ausfahrt Sauerland (ARD/Degeto)

Sven Rossbach und Florian van Volxen für Polizeiruf 110: Smoke on the Water (ARD/BR)

 

13) Produzent

Michael Eckelt für Altersglühen – Speed Dating für Senioren (ARD/WDR/NDR)

Außerdem nominiert:

Michael Souvignier für Landauer – Der Präsident (ARD/BR)

Philipp Käßbohrer und Matthias Murmann für Neo Magazin Royale mit Jan Böhmermann (ZDFneo/ZDF)

 

14) Redaktion / Producing

Claudia Simionescu für Der Fall Bruckner (ARD/BR)

Außerdem nominiert:

Jana Brandt, Wolfgang Voigt, Verena Monssen und Korinna Roters für Nackt unter Wölfen (ARD/MDR/WDR/SWR/BR/Degeto)

Julia Klüssendorf, Meinhart Schmidt-Degenhart, Stefan Meining und Mechthild Rüther für Sterben für Allah? Deutsche Gotteskrieger auf dem Weg nach Syrien (ARD/HR/BR/SWR)

 

15) Stunt

Ronnie Paul für Tatort: Wer Wind erntet, sät Sturm (ARD/Radio Bremen)

Außerdem nominiert:

Benjamin Nippe, Christian Peterson, Alister Mazzotti und Jason Oettle für Zorn – Vom Lieben und Sterben (ARD/MDR/Degeto)

Thomas Hacikoglu, Jan Böhm, Jason Oettle und Alister Mazzotti für Der Mann ohne Schatten (ZDF)

 

16) Szenenbild

• Jill Schwarzer für Bissige Hunde (Sixx/Sat 1, Kinokoproduktion)

Außerdem nominiert:

Michael König für Grzimek (ARD/Degeto)

Petra Heim für Die Seelen im Feuer (ZDF)

 

17) Tongestaltung

• Thomas Warneke und Clemens Grulich für Die Schneekönigin (ZDF)

Außerdem nominiert:

Christof Köpf, Jan Petzold und Gerald Cronauer für Stralsund – Kreuzfeuer (ZDF)

Marion Blume, Richard Borowoski und Andreas Walther für Bella Block – Für immer und immer (ZDF)

 

18) VFX / Animation

• Denis Behnke für Nackt unter Wölfen (ARD/MDR/WDR/SWR/BR/Degeto)

Außerdem nominiert:

Denis Behnke noch einmal für Bornholmer Straße (ARD/MDR/RBB/Degeto)

Jan Stoltz für Meine allerschlimmste Freundin (Sat 1)

 

19) Fernsehunterhaltung

• Lutz Heineking Jr. für Endlich Deutsch! (WDR Fernsehen)

Außerdem nominiert:

• Michael Kessler für Kessler ist… (ZDFneo)

• Vural ÖgerJudith WilliamsJochen SchweizerFrank Thelen und Lencke Steiner für Die Höhle der Löwen (Vox)

 

20) Fernsehjournalismus

• Ulrich Chaussy für Attentäter – Einzeltäter? Neues vom Oktoberfestattentat (ARD/BR)

Außerdem nominiert:

Nicole Rosenbach und Anna Osius für Die Story im Ersten: Mit Kindern Kasse machen (ARD/WDR)

Dirk Steffens für ZDFzeit: Projekt Hühnerhof (ZDF)

 

21) Dokumentarfilm / Dokumentation

• John Goetz und Poul-Erik Heilbuth für Jagd auf Snowden – Wie der Staatsfeind die USA blamierte (ARD/NDR/WDR/Danmarks Radio)

Außerdem nominiert:

Ben Lewis für Falciani und der Bankenskandal (ARD/SWR/Arte)

Dag Freyer für Ein Hauch von Freiheit. Schwarze GIs, Deutschland und die US-Bürgerrechtsbewegung (ARD/MDR)

29.11.2015 – da/MK