USA: Amazon-Miniserie über Eroberung des Aztekenreichs

29.04.2018 • Das Produktionsunternehmen Amazon Studios, unter den Streaming-Anbietern der stärkste Konkurrent von Netflix und Hulu, hat jetzt die Entwicklung eines Prestigeprojekts bekanntgegeben, mit dessen Herstellung die Namen von drei Berühmtheiten Hollywoods verbunden sind: Steven Spielberg, Steven Zaillian und Javier Bardem. In Form einer Miniserie soll die Geschichte der Eroberung des Aztekenreichs durch den spanischen Konquistador Hernando Cortés (1485 bis 1547) erzählt werden.

Dass erfolgreiche Autoren, Darsteller und Produzenten der Hollywood-Szene auch für das Fernsehen oder für Streaming-Anbieter arbeiten, ist inzwischen längst keine Seltenheit mehr. Doch dass gleich drei der berühmtesten Namen bei einem Projekt zusammenkommen, hat doch immer noch Seltenheitswert. Der Autor Steven Zaillian wurde dem breiten Publikum vor allem durch sein Drehbuch für den Spielberg-Film „Schindlers Liste“ bekannt, für das er mit einem Oscar und einem Golden Globe ausgezeichnet wurde. Besondere Aufmerksamkeit und Oscar-Nominierungen erhielt Zaillian auch für die Filme „Awakenings“, „Gangs of New York“ und „Moneyball“.

Spielberg, Zaillian, Bardem

Der spanische Schauspieler Javier Bardem wirkt seit dem Ende der 1990er Jahre viel in englischsprachigen Filmen mit und erhielt 2007 einen Oscar für den Film „No Country for Old Men“. Steven Spielberg, der zur Zeit wohl weiterhin bekannteste Hollywood-Regisseur und Produzent zahlloser Kinofilme und Fernsehserien, wendet sich nun mit dem Cortés-Projekt einer neuen Facette seines vielseitigen Schaffens zu: dem historischen Erobererfilm.

Laut einem Bericht des US-Branchenblatts „Variety“ von Ende März hat sich Javier Bardem über das Projekt von Amazon Studios folgendermaßen geäußert: „Es ist ein Privileg, diese epische Geschichte zu erzählen – eine Geschichte, die voller Dramatik und Konfliktstoff ist, und das in einem riesigen, historischen Spektakel, wo zwei weit entfernte Zivilisationen auf der Höhe ihrer Macht zusammenprallen. Das Beste und Schlechteste der menschlichen Natur kam damals in all ihrem Licht und all ihrer Finsternis zum Vorschein. Für mich als Schauspieler gibt es keine größere Herausforderung, als einem so einzigartigen Projekt zu dienen, das mich schon seit Jahren leidenschaftlich interessiert.“

29.04.2018 – Ev/MK

Print-Ausgabe 16/2018

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