Verfahren zur Neubesetzung des LfM-Direktorenpostens in der Schlussphase

30.04.2016 •

Das Verfahren zur Neubesetzung des Direktorenamts bei der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) befindet sich offenbar in der Schlussphase. Die von der LfM-Medienkommission eingesetzte Findungskommission habe zuletzt Vorstellungsgespräche mit sechs Bewerbern geführt, erklärte Werner Schwaderlapp, der Vorsitzende des Gremiums. Er äußerte sich am 15. April in der öffentlichen Sitzung der Medienkommission. Die neunköpfige Findungskommission habe sich einstimmig für eine Person ausgesprochen, mit der jetzt darüber gesprochen werde, ob sie im Fall einer Wahl das Direktorenamt zu den verfügbaren Bedingungen auch übernehmen würde. Den Namen der Person nannte Schwaderlapp nicht; der Name ist bisher auch noch nicht nach außen gedrungen.

Wenn die Vertragsgespräche positiv verliefen, so Schwaderlapp weiter, würde die Findungskommission spätestens in der nächsten Sitzung der Medienkommission am 20. Mai mitteilen, wen sie für das Amt vorschlage. Die Direktorenwahl würde dann in der Kommissionssitzung am 24. Juni stattfinden. Das Gremium, das 41 Mitglieder hat, wählt den LfM-Direktor für die Dauer von sechs Jahren. Nach Schwaderlapps Angaben sind auf die öffentliche Ausschreibung der Direktorenstelle 15 Bewerbungen eingegangen. Die Medienkommission hat für das Besetzungsverfahren auch eine Personalberatungsfirma mit hinzugezogen (vgl. MK-Meldung).

Zum 1. Oktober 2016 muss der Chefposten bei der in Düsseldorf ansässigen LfM neu besetzt werden. Amtsinhaber Jürgen Brautmeier, der die Medienbehörde seit Oktober 2010 leitet, kann nicht für eine zweite Amtsperiode kandidieren. Die NRW-Regierungskoalition von SPD und Grünen hatte 2014 das Mediengesetz so geändert, dass ab Oktober 2016 der LfM-Direktor Volljurist sein muss. Diese Qualifikation hat Brautmeier, der Mitglied der CDU ist, nicht. Er ist promovierter Historiker. In das Gesetz fügte die rot-grüne Regierung 2014 ferner eine ab Oktober 2016 geltende Deckelung der Vergütung für die LfM-Direktorenstelle ein. Maximal dürfen die Bezüge und Versorgungsleistungen des Direktors künftig der NRW-Besoldungsgruppe B 10 entsprechen. So viel verdienen in Nordrhein-Westfalen die (verbeamteten) Staatssekretäre. Das Grundgehalt in dieser Stufe beträgt derzeit rund 11.700 Euro zuzüglich weiterer Sonder- und Versorgungszahlungen.

30.04.2016 – vn/MK

Print-Ausgabe 23/2019

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