Andrea Rübenacker, Ludwig Ring‑Eifel
David Hober // KNA, Katholisches Medienhaus

31.07.2018 •

31.07.2018 • Andrea Rübenacker, 44, übernimmt am 1. November 2018 die Position als Geschäftsführerin des Katholischen Medienhauses in Bonn. Zugleich wird sie dann Geschäftsführerin der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) und der KNA-Tochter Dreipunktdrei Mediengesellschaft. Rübenacker arbeitet seit 2005 bei der Akademie der Deutschen Welle (DW-Akademie), die Medienschaffende in Entwicklungsländern mit dem Ziel aus- und fortbildet, die Medienfreiheit vor Ort zu verbessern. Bei der DW-Akademie in Bonn ist Rübenacker seit 2017 Fachkoordinatorin für Asien.

Die Katholische Nachrichten-Agentur und die Dreipunktdrei Mediengesellschaft sind Teil des Katholischen Medienhauses in Bonn, das eine 100-prozentige Tochter des Verbandes der Diözesen Deutschlands (VDD) ist. Unter dem Dach der Dreipunktdrei Mediengesellschaft erscheinen der Fachdienst „Medienkorrespondenz“ (MK) und das Kinoportal filmdienst.de. Zum Katholischen Medienhaus gehört außerdem die Allgemeine Gemeinnützige Programmgesellschaft (APG), deren Redaktion für Internet-Portal katholisch.de zuständig ist. Der APG angegliedert ist das Katholische Filmwerk, das seinen Sitz in Frankfurt am Main hat. Das Katholische Medienhaus ist auch Gesellschafter der in Köln angesiedelten Alpha Entertainment Film- und Fernsehproduktion GmbH.

Als Geschäftsführerin des Katholischen Medienhauses, der KNA und der Dreipunktdrei Mediengesellschaft wird Andrea Rübenacker die Positionen von Theo Mönch-Tegeder übernehmen, der Mitte Mai im Alter von 65 Jahren wenige Wochen vor dem Eintritt in den Ruhestand überraschend gestorben war. Bis Rübenacker ihre neuen Positionen antritt, ist David Hober, Jg. 1964, bis Ende Oktober kommissarisch Geschäftsführer des Katholischen Medienhauses. Hober ist Geschäftsführer der APG und von Alpha Entertainment. Die Geschäftsführung der KNA und der Dreipunktdrei Mediengesellschaft hat interimistisch KNA-Chefredakteur Ludwig Ring-Eifel, Jg. 1960, übernommen.

Andrea Rübenacker, geb.am 17.5.1974 in Köln, studierte ab 1993 Journalistik und katholische Theologie an der Universität Dortmund und der Napier University in der schottischen Hauptstadt Edinburgh. Parallel zu ihrem Studium war sie Stipendiatin des Münchner Instituts zur Förderung publizistischen Nachwuchses (ifp), der Journalistenschule der katholischen Kirche. Im Rahmen ihres Studiums volontierte Rübenacker beim Westdeutschen Rundfunk (WDR) und arbeitete anschließend als freie Fernsehjournalistin für den öffentlich-rechtlichen Sender. Ihr Studium beendete sie an der Universität Dortmund mit der Promotion im Fach Journalistik. In ihrer Dissertation untersuchte sie inhaltsanalytisch die Buddhismus-Berichterstattung im deutschen Fernsehen.

Auch nach ihrem Studienabschluss arbeitete Andrea Rübenacker zunächst weiter als freie Journalistin unter anderem für den WDR, bevor sie dann im Juni 2001 zur Deutschen Welle wechselte. Beim Fernsehen der Auslandsrundfunkanstalt arbeitete sie als Chefin vom Dienst (CvD). Von Juli 2003 bis April 2005 war sie als Dozentin an der Royal University of Phnom Penh (Kambodscha) tätig und baute dort den Journalistik-Studiengang auf. Anschließend kam Rübenacker zur DW-Akademie, wo sie zunächst als Projektmanagerin arbeitete und ab 2008 Leitungsfunktionen übernahm. Sie leitete die Abteilungen ‘Afrika und Asien’. 2014 wurde Rübenacker bei der bei der DW-Akademie Regionalkoordinatorin für Südostasien, seit Oktober 2017 ist sie Regionalkoordinatorin für Asien.

Parallel zu ihrer beruflichen Arbeit lehrt Andrea Rübenacker seit längerem an Hochschulen. Im Jahr 2012 unterrichtete sie Fernsehjournalismus an der Rhodes University in der südafrikanischen Stadt Grahamstown. Seit 2007 ist sie Dozentin an der Universität Dortmund im Fach Journalistik. An der Hochschule Mittweida ist Rübenacker seit 2015 Honorarprofessorin für Internationales Medienmanagement und Interkulturelle Kommunikation. Von Juli 2015 bis Juni 2018 war sie Leiterin der Europäischen Medien- und Business-Akademie (EMBA), die mit der Hochschule Mittweida kooperiert. Andrea Rübenacker ist außerdem seit 2016 Beraterin der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz. Sie ist darüber hinaus Mitglied der Jury des Katholischen Medienpreises.

31.07.2018 – MK

Print-Ausgabe 23/2019

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