Rolf-Dieter Krause // WDR
und ARD-Europastudio

26.05.2017 •

Rolf-Dieter Krause, 66, langjähriger Journalist des Westdeutschen Rundfunks (WDR) und ehemaliger Leiter des ARD-Fernsehstudios Brüssel, erhielt die diesjährige Karlsmedaille für europäische Medien. Das Kuratorium des Vereins ‘Médaille Charlemagne’ würdigte mit der Auszeichnung die Verdienste Krauses als Journalist und Korrespondent in der europäischen Hauptstadt. Ihm sei es in hervorragender Weise gelungen, seinen Zuschauerinnen und Zuschauern die teils komplexen Sachverhalte, Hintergründe und Strukturen der europäischen Politik nachvollziehbar zu erläutern, teilte der Verein dazu mit. Mitglieder des Vereins ‘Médaille Charlemagne’ sind unter anderem die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (federführend), die Film- und Medienstiftung NRW, der Auslandsrundfunk Deutsche Welle (DW), die Fernsehsender Arte und Euronews, die Stadt Aachen und die Stadt Maastricht.

„Rolf-Dieter Krause war, obwohl in Europa als überzeugter Europäer bekannt, in seinen Analysen gegenüber dem Konstrukt Europa durchaus auch sehr kritisch, ja teilweise sogar skeptisch. Mit seinen Analysen und seiner Art der Kommentierung aber hat er wesentlich dazu beigetragen, den Menschen die Idee eines vereinigten Europas näher zu bringen“, heißt es in der Begründung zur Preisvergabe weiter. Verliehen wurde Rolf-Dieter Krause der Preis am 18. Mai 2017 in Aachen. (Eine Woche später, am 25. Mai, wurde dann in Aachen der Internationale Karlspreis vergeben, der diesmal an den britischen Historiker Prof. Timothy Garton Ash ging.)

Mit der Karlsmedaille für europäische Medien, der „Médaille Charlemagne pour les Médias Européens“, wird seit dem Jahr 2000 eine europäische Persönlichkeit oder Institution ausgezeichnet, die sich auf dem Gebiet der Medien in besonderer Weise um den Prozess der europäischen Einigung und um die Herausbildung einer europäischen Identität verdient gemacht hat. Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderen der frühere WDR-Intendant Fritz Pleitgen, der Sänger André Rieu, die Organisation „Reporter ohne Grenzen“ und die Berliner Philharmoniker.

Rolf-Dieter Krause, geb. am 22.2.1951, volontierte nach dem Abitur bei der „Landeszeitung“ in seiner Heimatstadt Lüneburg. Nach einer Tätigkeit als Lokalredakteur und Korrespondent für Landespolitik bei der in Essen erscheinenden „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ (WAZ) wechselte er 1982 in das WDR-Landesstudio Düsseldorf. Ab 1985 berichtete Krause als ARD-Korrespondent aus der damaligen Bundeshauptstadt Bonn und ab 1990 aus dem ARD-Fernsehstudio Brüssel. Dessen Leiter wurde er 1994. Ein Jahr später kehrte er als stellvertretender Leiter in das WDR-Studio Bonn zurück. Im Jahr 2000 wurde Krause WDR-Fernsehprogrammchef, bevor der dann im Mai 2001 die Leitung des ARD-Fernsehstudios Brüssel erneut übernahm, das später in ‘Europastudio‘ umbenannt wurde. Krauses Nachfolger als Leiter des Studios in Brüsseler ist seit dem 1. August 2016 Markus Preiß (vgl. MK-Meldung).

26.05.2017 – MK