Ina Ruck // ARD-Fernsehstudio Washington
Tina Hassel // ARD-Hauptstadtstudio
Ulrich Deppendorf // ARD-Hauptstadtstudio

02.05.2015 •

Ina Ruck, 52, ARD-Fernsehkorrespondentin und Journalistin des WDR, wird zum 1. Juli neue Leiterin des Fernsehstudios in Washington, das der WDR und der NDR gemeinsam für die ARD betreiben. Ruck wird dort ARD-Korrespondentin Tina Hassel, 50, ablösen, die nach drei Jahren aus der US-amerikanischen Hauptstadt zurückkehrt, um am 1. Juni als Chefredakteurin die Leitung des ARD-Hauptstadtstudios in Berlin zu übernehmen. Damit tritt sie die Nachfolge an von Ulrich Deppendorf, 65, der in den Ruhestand geht.

Ina Ruck, geb. am 3.6.1962 in Unna, studierte Slawistik, Politologie und Publizistik in Münster, Oxford, Wien und Moskau. Bereits während ihres Volontariats beim NDR arbeitete sie im ARD-Studio Moskau mit, bevor sie 1992 beim WDR Redakteurin wurde. Im Jahr 1995 ging sie für fünf Jahre als Fernsehkorrespondentin nach Moskau und arbeitete anschließend als Reporterin und Reisekorrespondentin in den ARD-Studios Washington und Paris.

Von 2005 bis 2007 berichtete Ina Ruck erneut als Korrespondentin aus Moskau. Danach war sie zwei Jahre lang im Studio Washington und übernahm dann die Leitung des ARD-Studios Moskau, wo sie bis Ende März 2014 tätig war. Anschließend arbeitete sie als Redakteurin und Reporterin in der WDR-Programmgruppe ‘Europa und Ausland’. Für ihre herausragenden Leistungen erhielt Ina Ruck am 27. März in Marl bei der Verleihung der Grimme-Preise des Jahres 2015 die Besondere Ehrung des Deutschen Volkshochschul-Verbandes (DVV), mit der ebenfalls der ZDF-Korrespondent Dietmar Ossenberg, 65, ausgezeichnet wurde.

Die bisherige ARD-Studioleiterin in Washington und Deppendorf-Nachfolgerin Tina Hassel, geb. am 11.5.1964 in Köln, war auf Vorschlag von WDR-Intendant Tom Buhrow von den ARD-Intendanten auf deren Sitzung am 7. und 8. April 2014 in München mit der Leitungsposition in Berlin betraut worden (vgl. FK 15/14). Der entsprechende Vertrag gilt für fünf Jahre. Hassel wurde im Juli 2012 Leiterin des ARD-Fernsehstudios Washington. Zuvor war sie beim Fernsehen des WDR ab Januar 2002 Chefin der Programmgruppe ‘Europa und Ausland’. Von 2002 bis 2012 moderierte sie auch die vom WDR produzierten Ausgaben des ARD-Auslandsmagazins „Weltspiegel“. Tina Hassel arbeitet seit März 1990 für den WDR. Nach ihrem Volontariat wurde sie bei dem öffentlich-rechtlichen Sender im September 1992 Redakteurin in der TV-Redaktionsgruppe ‘Wirtschafts- und Sozialpolitik’. Von August 1994 bis Dezember 1999 war sie Korrespondentin im ARD-Fernsehstudio Paris, anschließend arbeitete sie bis Ende 2001 in gleicher Funktion im ARD-Fernsehstudio Brüssel.

Der WDR-Journalist Ulrich Deppendorf, geb. am 27.1.1950 in Essen, hatte 1999 die Leitung des Gründungsteams des ARD-Hauptstadtstudios übernommen und war anschließend dessen Chefredakteur geworden. Im Mai 2002 ging er zum WDR nach Köln zurück, um dort während der Amtszeit des damaligen Intendanten Fritz Pleitgen für fünf Jahre die Position des Fernsehdirektors zu übernehmen. Im Mai 2007 wurde Deppendorf dann erneut Leiter und Chefredakteur des ARD-Hauptstadtstudios. In dieser Funktion moderierte er auch das sonntags im Ersten zu sehende Politikmagazin „Bericht aus Berlin“. Ende Mai geht Deppendorf nun in den Ruhestand. Den „Bericht aus Berlin“ präsentierte er am 19. April zum letzten Mal. Insgesamt moderierte er 298 Sendungen des Magazins. Ulrich Deppendorf, der in Münster Rechtswissenschaften studierte und danach für kurze Zeit als Gerichtsreferendar arbeitete, schwenkte dann um auf eine journalistische Laufbahn. Sie begann 1976 mit einem Volontariat beim WDR.

02.05.2015 – MK

Print-Ausgabe 23/2019

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