Alexander Bickel // WDR

05.07.2019 •

Alexander Bickel, 50, ist beim Westdeutschen Rundfunk (WDR) in Köln seit dem 20. Mai neuer Leiter des Programmbereichs ‘Fernsehfilm, Kino und Serie’. Im Dezember 2018 hatte der WDR bekanntgegeben, dass Bickel neuer WDR-Fernsehfilmchef wird, aber noch nicht keinen Termin genannt, wann Bickel das Amt antritt. In den vergangenen Monaten lag die kommissarische Leitung bei drei Redakteuren aus dem Programmbereich. Die Stelle des WDR-Fernsehfilmchefs musste neu besetzt werden, nachdem im Jahr 2018 Fernsehfilmchef Gebhard Henke und der WDR ihre Zusammenarbeit beendet hatten.

Wegen Vorwürfen, Frauen sexuell belästigt zu haben, war Henke im Mai bzw. Juni 2018 vom WDR zunächst vom Dienst freigestellt und später fristlos gekündigt worden. Der öffentlich-rechtliche Sender sprach die Kündigung aus, weil er die erhobenen Anschuldigungen gegen Henke als glaubhaft und schwerwiegend einstufte. Gegen seine Kündigung klage Henke vor dem Arbeitsgericht Köln. Im Juli 2018 einigten sich dann beide Parteien „auf eine gütliche Beilegung des Arbeitsrechtsstreits“. Da das „Vertrauensverhältnis zwischen dem WDR und Prof. Henke nicht mehr herzustellen ist, haben die Parteien entschieden, die Zusammenarbeit zu beenden“, teilten beide Seiten damals mit. Weitere Angaben wurden nicht gemacht (vgl. MK-Meldung).

Alexander Bickel, geb. am 20. Mai 1969, studierte Theater-, Film und Fernsehwissenschaft in Köln und Newcastle und später an der Bayerischen Theaterakademie Theater-, Film- und Fernsehkritik. Während seines Studiums arbeitete er als freier Lektor für den WDR im Bereich Fernsehfilm. Im Jahr 2000 kam Bickel dann zum ZDF als Redakteur und war an der Entwicklung innovativer fiktionaler und non-fiktionaler Formate beteiligt. Später übernahm er leitende Funktionen beim ZDF in Mainz. Zuletzt war er bei der Fernsehanstalt stellvertretender Leiter der Hauptredaktion Fernsehfilm-Serie II. In dieser Position verantwortete Alexander Bickel zahlreiche fiktionale Produktionen im ZDF, darunter die Event-Mehrteiler „Unsere Mütter, unsere Väter“ und „Honigfrauen“, die „Lotta“-Reihe mit Josefine Preuß sowie zuletzt die „Herzkino“-Reihe „Ella Schön“.

05.07.2019 – MK

Print-Ausgabe 19/2019

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