Die neue Publizistische Kommission der Deutschen Bischofskonferenz

07.10.2016 •

07.10.2016 • Der Kölner Weihbischof Dominikus Schwaderlapp ist als neues Mitglied in die Publizistische Kommission der katholischen Deutschen Bischofskonferenz berufen worden. Das beschlossen die Bischöfe im Rahmen ihrer Herbst-Vollversammlung, die vom 20. bis 22. September in Fulda stattfand. Schwaderlapp, 49, ist seit März 2012 Weihbischof in Köln. Aus der Publizistischen Kommission ausgeschieden sind der Passauer Bischof Stefan Oster, 51, und der Münchner Weihbischof Wolfgang Bischof, 55. Oster war ab September 2014 Mitglied der Publizistischen Kommission und Bischof ab Oktober 2011.

Dominikus Schwaderlapp wurde am 4. Mai 1967 in Selters im Westerwald geboren. Er studierte Katholische Theologie in Bonn und Augsburg und wurde 1993 zum Priester geweiht. Anschließend arbeitete er bis 1996 als Kaplan in Neuss (Niederrhein), bevor er dann erzbischöflicher Kaplan und Geheimsekretär des damaligen Kölner Erzbischofs Joachim Kardinal Meisner wurde. Im Jahr 2002 promovierte Schwaderlapp an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Augsburg zum Dr. theol.; von 2004 bis 2012 war er Generalvikar des Erzbistums Köln. Im März 2012 wurde Schwaderlapp dann zum Kölner Weihbischof geweiht.

Auf ihrer jüngsten Vollversammlung haben die Bischöfe mehrere Änderungen bei den Zusammensetzungen der insgesamt 14 Kommissionen der Deutschen Bischofskonferenz vorgenommen. Der aus der Publizistischen Kommission ausgeschiedene Bischof Stefan Oster hat jetzt die Leitung der Jugendkommission der Bischofskonferenz übernommen. Weihbischof Wolfgang Bischof ist weiterhin Mitglied der Pastoralkommission sowie deren Unterkommission „Frauen in Kirche und Gesellschaft“.

Nach den Beschlüssen der Bischofskonferenz zur Besetzung der Kommissionen besteht die Publizistische Kommission nun wieder aus fünf Mitgliedern. Im Zeitraum von September 2014 bis September 2016 gehörten dem Gremium sechs Bischöfe an. Die Kommission leitet seit 2007 Gebhard Fürst, 67, Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Stellvertretender Vorsitzender ist Konrad Zdarsa, 72, Bischof von Augsburg. Weitere Mitglieder sind neben Dominikus Schwaderlapp noch Ulrich Neymeyr, 59, Bischof von Erfurt, und Robert Brahm, 60, Weihbischof in Trier.

Welttag der sozialen Kommunikationsmittel

Medienbischof Gebhard Fürst hat jüngst zum katholischen „Welttag der sozialen Kommunikationsmittel“ betont, er sehe in den sozialen Medien Potenziale für die Kirche. Denn „mediale Errungenschaften wie Interaktivität und Synchronizität schaffen eine für das Bemühen um Vermittlung chancenreiche Nähe zwischen Mensch und Mitmensch, zwischen Kirche und Welt“, so Vorsitzende der Publizistischen Kommission in seiner Erklärung zum 50. „Welttag der sozialen Kommunikationsmittel“, der von der katholischen Kirche in Deutschland unter dem Titel „Mediensonntag“ am 11. September begangen wurde.

Der niedrigschwellige Zugang zu den Strukturen des Web 2.0 bringe, wie Fürst weiter ausführte, große Vorteile für die pastorale und seelsorgliche Arbeit mit sich. Papst Franziskus warne in seiner Botschaft zum diesjährigen „Welttag der sozialen Kommunikationsmittel“ jedoch auch vor den neuen Verkündigungsformen: Die Kommunikation könne bisweilen scheitern oder missbraucht werden. „Wo Nähe erzeugt wird, kann auch leicht verletzt werden; ein Blick in die sozialen Netzwerke kann uns das täglich vor Augen führen“, sagte Bischof Fürst.

07.10.2016 – MK

Print-Ausgabe 23/2019

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