Der RBB bündelt seine Kulturinhalte unter einer einheitlichen Marke

27.05.2019 •

Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) hat sein Angebot aus den Bereichen Kultur, Bildung und Wissenschaft unter einer Dachmarke gebündelt: Seit dem 6. Mai werden entsprechende Inhalte fürs Fernsehen, Radio und Internet einheitlich unter der Marke „RBB Kultur“ verbreitet. Mit dieser neuen multimedialen Marke wolle man „einen verlässlichen Anlaufpunkt“ für alle schaffen, die sich für Kultur, Bildung und Wissenschaft aus Berlin und Brandenburg interessierten, erklärte RBB-Programmdirektor Jan Schulte-Kellinghaus laut einer Pressemitteilung der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt. Seit Februar macht das ZDF innerhalb seiner Mediathek Kulturinhalte unter dem Namen „ZDFkultur“ zugänglich, um dadurch auch, wie es seitens des Senders hieß, „das Verständnis für Kunst und Kultur“ zu fördern (vgl. MK-Meldung).

RBB Kultur ist laut der Rundfunkanstalt nach dem Informationsangebot RBB 24 nun „der nächste Schritt auf dem Weg, Inhalte crossmedial zu planen und multimedial zu verbreiten“. Seit 2016 bietet der Rundfunk Berlin-Brandenburg seine regionalen Informationen im Hörfunk, Fernsehen und Internet unter der Marke RBB 24 an. Damals wurde auch eine gleichnamige Nachrichten-App gestartet. Der Claim der neuen RBB-Kulturmarke lautet: „Deine Ohren werden Augen machen“. Dem Sender zufolge sollen das gebündelte Angebot den Nutzern ermöglichen, „Kultur auf neue und ungewöhnliche Weise erleben zu können“.

Namenswechsel und eine neue App

Im Zuge der Einführung der neuen Kulturmarke ist nun auch der Name des RBB Kulturradios in RBB Kultur geändert worden. Das Programm war Anfang Mai 2003 als RBB Kulturradio an den Start gegangen, als damals der Rundfunk Berlin-Brandenburg durch die Fusion von Sender Freies Berlin (SFB) und Ostdeutschem Rundfunk Brandenburg (ORB) gegründet wurde. Im Dritten Programm RBB Fernsehen wird das wöchentliche Kulturmagazin bereits seit einem Jahr unter dem Namen „RBB Kultur – Das Magazin“ ausgestrahlt (samstags, 18.30 bis 19.00 Uhr). Die Sendung hieß zuvor „Stilbruch“ und lief am späteren Sonntagabend (22.05 bis 22.35 Uhr).

Im Internet sind die Kulturangebote des RBB und Berichte über kulturelle Themen jetzt zentral auf der Seite rbbkultur.de zu finden. Dort gibt es Themendossiers, Rezensionen und Empfehlungen zu aktuellen Kulturereignissen in Berlin und Brandenburg. Auf der neuen Seite werden unter dem Label „RBB Serienstoff“ auch Podcast-Produktionen angeboten, darunter beispielsweise die achtteilige Reihe „Nochmal Nr. 1“ über die Schlagersängerin Ireen Sheer („Goodbye Mama“, „Heut’ Abend hab ich Kopfweh“).

Gestartet hat die Rundfunkanstalt jetzt außerdem die RBB-Kultur-App. Darüber ist das Radioprogramm RBB Kultur im Livestream zu hören. Angeboten werden über die App zudem Kulturnachrichten und der Abruf von Hörspielen, Lesungen und Kulturreportagen sowie von ausgewählten Beiträgen des Fernsehmagazins „RBB Kultur“. Stephan Abarbanell, der für den Gesamtbereich RBB Kultur verantwortlich ist, verwies darauf, dass rbbkultur.de auf den Inhalten von Radio und Fernsehen aufbaue. Hinzu kämen „genuine Online- und Social-Media-Formate“. Es gehe um ein Angebot „mit eigener publizistischer Stimme“, so Abarbanell. Mit Hilfe von RBB Kultur im Netz wolle der Rundfunk Berlin-Brandenburg auch jüngere Zielgruppen für Kulturinhalte gewinnen.

27.05.2019 – vn/MK

Print-Ausgabe 24/2019

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