Cornelia Holsten neue Vorsitzende der Kommission für Jugendmedienschutz

22.05.2017 •

Cornelia Holsten, Direktorin der Bremischen Landesmedienanstalt (Brema), ist neue Vorsitzende der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM). Sie wurde am 5. April 2017 in Stuttgart in der konstituierenden Sitzung der Kommission für die neue fünfjährige Amtsperiode gewählt. Die 47-jährige Holsten ist seit Juli 2009 Direktorin der Brema, der kleinsten der insgesamt 14 Medienanstalten. KJM-Mitglied ist Cornelia Holsten seit Januar 2011. Sie ist innerhalb der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM) seit Januar 2014 auch Koordinatorin des Fachausschusses Regulierung. Ob sie nach der Übernahme des KJM-Vorsitzes ihre Position als Koordinatorin des DLM-Fachausschusses behält, muss noch entschieden werden.

Bei der KJM begann am 1. April 2017 die neue Amtsperiode des Gremiums, die am 31. März 2022 endet. Der KJM gehören insgesamt zwölf Mitglieder an, jedes Mitglied hat einen Stellvertreter. Sechs der Kommissionsmitglieder (und ihre jeweiligen Stellvertreter) kommen aus dem Direktorenkreis der Landesmedienanstalten. Vier weitere Mitglieder (und ebenfalls deren Stellvertreter) werden von den Jugend- und Familienministerien der Bundesländer berufen; zudem benennt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zwei Mitglieder (plus zwei Stellvertreter). Das Vorsitzamt bei der KJM muss mit einer Person aus dem Direktorenkreis der Landesmedienanstalten besetzt werden. Das schreibt der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag vor.

Konstituierung für die neue Amtsperiode

Als KJM-Vorsitzende folgte Cornelia Holsten nun auf Andreas Fischer. Der 61-jährige Fischer, Direktor der Niedersächsischen Landesmedienanstalt (NLM) in Hannover, hatte am 8. März den übrigen Kommissionsmitgliedern mitgeteilt, dass er mit Ablauf der Amtsperiode am 31. März den Vorsitz abgibt und seine Mitgliedschaft in der KJM niederlegt. Seinen Rückzug begründete er mit „fehlendem Rückhalt“ innerhalb der Kommission in einer für ihn „wichtigen Sachfrage“ (vgl. MK-Meldung). Fischer war ab Januar 2016 KJM-Vorsitzender, zuvor war er ab Dezember 2011 stellvertretender Vorsitzender der KJM gewesen, deren Mitglied er Anfang Januar 2011 geworden war.

Ganz ausgeschieden ist Fischer aus der Kommission nun jedoch nicht. Er ist jetzt Stellvertreter des neuen Kommissionsmitglieds Thomas Fuchs, Direktor der Medienanstalt Hamburg-Schleswig-Holstein (MA-HSH). Fuchs, 51, war in der abgelaufenen Amtsperiode der KJM Stellvertreter von Andreas Fischer. Dafür, dass Fuchs nun Mitglied der KJM ist, schied er aus der Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) aus. In die KEK, die sich im April 2017 ebenfalls für ihre neue fünfjährige Amtsperiode konstituierte, zog dafür NLM-Direktor Fischer ein. Fischer und Fuchs haben gewissermaßen ihre Positionen in KJM und KEK getauscht.

Stellvertreter: Thomas Krüger und Renate Pepper

Als stellvertretende KJM-Vorsitzende wurden in der Sitzung am 5. April in Stuttgart Renate Pepper und Thomas Krüger bestätigt. Pepper, 65, ist seit April 2012 Direktorin der Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz (LMK) in Ludwigshafen und seit demselben Zeitpunkt auch Vize-Vorsitzende der KJM, in der sie damals auch Mitglied wurde. Thomas Krüger, 57, ist seit Juli 2000 Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung. Er ist seit Januar 2012 stellvertretender Vorsitzender der KJM, der er seit ihrer Gründung im Jahr 2003 angehört. In der Kommission ist Krüger einer der beiden Vertreter, die vom Bundesfamilienministerium benannt werden. Als zweite Bundesvertreterin gehört weiterhin Martina Hannak-Meinke der KJM an, in der sie im Jahr 2016 Mitglied wurde. Die Juristin leitet seit April 2016 die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM).

Aus dem Direktorenkreis der Landesmedienanstalten gehören neben Cornelia Holsten, Renate Pepper und Thomas Fuchs noch folgende drei Personen der KJM in deren neuer Amtsperiode an: Jochen Fasco, Direktor der Thüringer Landesmedienanstalt (TLM), Martin Heine, Direktor der Medienanstalt Sachsen-Anhalt (MSA) und Wolfgang Kreißig, Präsident der Landeanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LfK). Fasco und Heine waren bereits bisher KJM-Mitglieder; Kreißig, der Anfang April die Leitung der LfK in Stuttgart übernommen hat, ist nun neu in der Kommission.

Die vier Vertreter der Landesjugendministerien in der KJM sind Sebastian Gutknecht, Petra Müller, Frauke Wiegmann und Birgit Goehlnich. Sebastian Gutknecht leitet in Köln die nordrhein-westfälische Landesstelle der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz. Petra Müller arbeitet beim Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht, das in Grünwald bei München angesiedelt ist. Frauke Wiegmann ist Chefin des Jugendinformationszentrums in Hamburg. Birgit Goehlnich ist bei der in Wiesbaden ansässigen Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) tätig. Dort arbeitet sie hauptamtlich als eine von drei Personen, die von Landesjugendministerien in die FSK entsandt werden. Goehlnich und Müller gehören der KJM nun erstmals an, Gutknecht und Wiegmann wurden als Kommissionsmitglieder bestätigt.

22.05.2017 – vn/MK

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