Steffen Grimberg // Grimme-Institut
Ulrich Spies // Grimme-Institut

07.11.2014 •

Steffen Grimberg, 46, Redakteur beim NDR-Medienmagazin „Zapp“ und zuvor viele Jahre Medienredakteur bei der „taz“, übernimmt beim Grimme-Institut am 1. Januar 2015 die Position als neuer Referent für den Grimme-Preis. Zusätzlich wird er sich auch um den Bereich Mediendiskurs kümmern. Dieses Aufgabenfeld will die nordrhein-westfälische Landesregierung von SPD und Grünen bei dem in Marl ansässigen Institut gestärkt wissen. In ihrem Koalitionsvertrag haben SPD und Grüne im Juni 2012 festgehalten: „Dem Grimme-Institut kommt in der digitalen Gesellschaft als Ort des Diskurses eine herausragende Bedeutung zu. Wir wollen das Institut in diesem Sinne weiterentwickeln.“ Seit dem Jahr 2012 erhält das Grimme-Institut vom Land NRW rund 1 Mio Euro, vorher betrug die Förderung nur 500.000 Euro (vgl. auch FK 42/12, 38/13 und 39-40/14).

Die Position des Grimme-Preisreferenten musste neu besetzt werden, da Ulrich Spies Ende April in den Ruhestand getreten war. Spies, Jg. 1947, war seit 1981 für den Grimme-Preis zuständig. Die Besetzung dieses Postens mit Steffen Grimberg war die erste größere Personalentscheidung der neuen Grimme-Direktorin Frauke Gerlach. Die 50-Jährige leitet das Institut seit Anfang Mai dieses Jahres in der Nachfolge von Uwe Kammann, der wie Spies ebenfalls Ende April in den Ruhestand getreten war. Bevor Gerlach an die Spitze des Grimme-Instituts wechselte, war sie hauptberuflich (ab 1998) als Justiziarin der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im NRW-Landtag in Düsseldorf tätig. Außerdem war die parteilose Volljuristin Vorsitzende des Grimme-Aufsichtsrats.

Steffen Grimberg, geb. am 14.2.1968 in Witten an der Ruhr, studierte Journalistik in Dortmund und Edinburgh. Er arbeitete zunächst als fester Mitarbeiter der Lokalredaktion der „Westfälischen Rundschau“ in Dortmund, volontierte bei der in Erfurt ansässigen Tageszeitung „Thüringer Allgemeine“ und war dann als Fachredakteur der im Ernst-Klett-Verlag erscheinenden „Deutschen Universitätszeitung“ (Bonn) tätig. Außerdem schrieb er für britische Medien und war Mitarbeiter des Berliner Büros des US‑Nachrichtensenders CNN.

Im Jahr 1997 wechselte Grimberg als wissenschaftlicher Mitarbeiter zur in Köln ansässigen Unternehmensberatung HMR International und betreute dort unter anderem das „Jahrbuch Fernsehen“. Anfang Januar 2000 ging er als Medienredakteur zur „taz“ nach Berlin. Zusätzlich schrieb er als freier Mitarbeiter auch für Fachmagazine wie die Monatszeitschrift „Journalist“ und die „Funkkorrespondenz“. Am 1. Januar 2013 wurde Grimberg Redakteur beim Medienmagazin „Zapp“, das der Norddeutsche Rundfunk produziert und in seinem Dritten Programm NDR Fernsehen ausstrahlt (mittwochs, 23.20 bis 23.50 Uhr). Im Jahr 2008 wurde Steffen Grimberg mit dem Bert-Donnepp-Preis für Medienpublizistik ausgezeichnet.

# Text aus Ausgabe Nr. 45/2014 der Funkkorrespondenz (heute: Medienkorrespondenz)

07.11.2014 – MK

Print-Ausgabe 23/2019

Inhalt

Abonnement

Jetzt abonnieren