Dagmar Reim // ehemalige
Intendantin des RBB

18.11.2016 •

Ehemalige RBB-Chefin Dagmar Reim mit Verdienstkreuz geehrt

Dagmar Reim, 65, ehemalige Intendantin des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB), ist mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (SPD), verlieh Reim das Verdienstkreuz am 1. November 2016 im Auftrag von Bundespräsident Joachim Gauck.

Anlässlich der Verleihung des Verdienstkreuzes erklärte Müller: „Dagmar Reim hat für das Zusammenwachsen Berlins und Brandenburgs viel geleistet. Sie war Gründungsintendantin des Rundfunks Berlin-Brandenburg und sie hat mit Beharrlichkeit, Engagement und mit ihrem Humor den nicht immer einfachen Prozess der Integration von Sender Freies Berlin und Ostdeutschem Rundfunk Brandenburg geleitet. Die neue Anstalt hat sie mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu einer Institution geformt, mit der sich die Berlinerinnen und Berliner ebenso identifizieren wie die Menschen in Brandenburg.“

Berlins Regierender Bürgermeister verwies zudem darauf, dass Reim auch die erste Frau an der Spitze eines öffentlich-rechtlichen Senders in Deutschland gewesen sei. Und bei ihrer Arbeit sei ihr die Gleichstellung von Frauen ein zentrales Anliegen gewesen. Müller weiter: „Noch dazu ist sie eine herausragende Journalistin, die in ihrer Arbeit als Intendantin immer Wert darauf gelegt hat, dem Informations- und Meinungsbildungsauftrag ihres Hauses durch qualitativ anspruchsvollen Journalismus gerecht zu werden. Berlin und der Journalismus haben Dagmar Reim viel zu verdanken.“

Dagmar Reim, geb. am 4.11.1951, war von Mai 2003 bis Juni 2016 Intendantin des Rundfunks Berlin-Brandenburg, der 2003 aus der Fusion von Sender Freies Berlin (SFB) und Ostdeutschem Rundfunk Brandenburg (ORB) hervorging. An der Spitze des RBB steht seit dem 1. Juli dieses Jahres Patricia Schlesinger, 55. Sie war im April vom RBB-Rundfunkrat zur neuen Senderchefin gewählt worden (vgl. MK-Meldung). Schlesinger arbeitete zuvor beim Norddeutschen Rundfunk (NDR) als Leiterin des Fernsehprogrammbereichs ‘Kultur und Dokumentation’.

Für den NDR war auch Dagmar Reim zuvor tätig, bevor sie 2003 Intendantin des RBB wurde. Reim war beim NDR ab 1986 zunächst Radioredakteurin. Zur Zeit von NDR-Intendant Jobst Plog leitete sie von 1992 an die Pressestelle des Senders. 1995 wurde Reim Chefredakteurin des NDR-Hörfunks und Programmbereichsleiterin von NDR 4 (heute: NDR Info). Von 1998 bis April 2003 war sie Direktorin des NDR-Landesfunkhauses Hamburg. Dagmar Reim wurde im Frühjahr 2016 mit zwei Auszeichnungen für ihr Lebenswerk geehrt. Die eine Auszeichnung wurde ihr von der Victress-Initiative verliehen, einem Verein, der sich vorgenommen hat, mit dazu beizutragen, den „Anteil von Unternehmerinnen und Frauen in Führungspositionen zu erhöhen, um den Standort Deutschland zukunftsfähig zu machen“. Zum anderen erhielt Reim die Hedwig-Dohm-Urkunde des Journalistinnenbundes (vgl. MK-Meldung).

18.11.2016 – MK

Print-Ausgabe 23/2019

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