USA: Jack Bauer, „24“ und kein Ende

24.08.2018 • Wer erinnert sich nicht an Jack Bauer, den unbezwingbaren Agenten im Kampf gegen Terroristen? Als die Fernsehserie „24“, deren Handlung sich stets in Echtzeit abspielte, zwei Monate nach den islamistischen Terroranschlägen vom 11. September 2001 auf das World Trade Center zum ersten Mal beim Network Fox über die amerikanischen Bildschirme ging, war der Boden bereitet für ein Serienprogramm nach dem Vorbild realer Ereignisse. „24“ war so erfolgreich – es gab insgesamt acht Staffeln –, dass Hauptdarsteller Kiefer Sutherland noch bis heute mit der Figur des Jack Bauer identifiziert wird.

Zweimal schon hat Fox Television das Konzept von „24“ wieder aufgegriffen, zuerst 2014 mit der Serie „24: Live Another Day“ (vgl. FK-Artikel) und dann im vorigen Jahr mit „24: Legacy“ (vgl. MK-Artikel). Obwohl keiner dieser Nachfolgeproduktionen ein anhaltender Publikumserfolg beschieden war, denken die Produzenten Joel Surnow und Bob Cochran jetzt ernsthaft und mit voller Unterstützung von Fox Television über weitere Ableger des Konzepts nach. Nachdem Fox in jüngster Zeit die alten Erfolgsserien „Prison Break“ und „The X-Files“ (Titel in Deutschland: „Akte X“) auf dem Bildschirm wiederbelebt hat, hält man „24“ für durchaus fähig, sogar zwei weitere Serien zu tragen, obwohl zuletzt „24: Legacy“ an Publikumsinteresse rasch verloren hatte. Surnow und Cochran halten es nicht für symptomatisch, dass „24: Legacy“ nach 17,6 Mio Zuschauern bei der ersten Folge auf nur noch 3,4 Mio beim Finale abrutschte.

Vor der Exekution eines Terroristen

Die erste der in Planung befindlichen neuen „24“-Serien soll ein Prequel sein, wird sich also mit der Vorgeschichte des Agenten Jack Bauer beschäftigen. Die zweite Serie wird sich von der Terrorismus-Szene entfernen und stattdessen die gerichtliche Verfolgung der Täter zum Gegenstand machen. Dieses Konzept war schon für die dritte und vierte Saison der usprünglichen Serie im Gespräch gewesen, dann aber fallengelassen worden. Jede Episode der gerichtlichen Variante soll 24 Stunden vor der Exekution eines verurteilten Terroristen beginnen und Ereignisse zum Gegenstand haben, die den vorhersehbaren Ablauf beeinflussen. Über die Produktionsdaten und die Besetzung der neuen „24“-Serien war bisher nichts Genaues zu erfahren.

Auch ob Kiefer Sutherland dort vielleicht noch einmal als Jack Bauer wieder auftreten wird, ist derzeit nicht bekannt, wobei dies eher unwahrscheinlich sein dürfte. Sutherland ist seit September 2016 in der ABC-Serie „Designated Survivor“ in einer neuen Hauptrolle zu sehen. Er spielt einen Abgeordneten, der nach einem Terroranschlag auf den US-Kongress in Washington, dem die gesamte Administration zum Opfer fällt, der einzige Überlebende ist und deshalb unversehens neuer Präsident der Vereinigten Staaten wird (vgl. dazu diese MK-Meldung und  diese MK-Meldung). Bisher gibt es zwei Staffeln von „Designated Survivor“.

24.08.2018 – Ev/MK

Print-Ausgabe 23/2018

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