Schweiz: Sparmaßnahmen beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk SRG

19.09.2015 •

19.09.2015 • Der öffentlich-rechtliche schweizerische Rundfunk SRG will ab 2016 verstärkt sparen. Das wurde am 7. September in Bern von der Rundfunkanstalt angekündigt. Ab dem Jahr 2016 sollen 40 Mio Schweizer Franken (36,6 Mio Euro) eingespart werden. Für die Maßnahme gebe es zwei Gründe, zum einen die Mehrwertsteuer und zum anderen den höheren Anteil, den die privaten Lokal- und Regionalsender aus dem Gebührenaufkommen erhalten. Im April dieses Jahres hatte das Schweizer Bundesgericht entschieden, dass die Gebührenzahler nicht mehr die Mehrwertsteuer auf die Rundfunkgebühren entrichten müssten. Dadurch sinkt der Gebührenbeitrag pro Jahr und Zahler von 462 auf 451 Franken. Die SRG muss die Mehrwertsteuer künftig aus eigenen Mitteln begleichen.

Außerdem wird sich ab 2016 der Anteil der privaten Rundfunksender am Gebührenaufkommen von jetzt vier auf künftig bis zu sechs Prozent erhöhen. Diese Änderung wird mit Inkrafttreten des neuen Schweizer Rundfunkgesetzes Mitte 2016 eintreten. Eine Arbeitsgruppe der SRG soll die Maßnahmen jetzt vorbereiten. Dabei sei mit Programmkürzungen und einem Stellenabbau zu rechnen, hieß es seitens der SRG. Die Schweizer Rundfunkanstalt wies darauf hin, dass sie bereits in diesem Jahr wegen rückläufiger Werbeeinnahmen ihren Etat um 20 Mio Franken (18,3 Euro) reduziert habe. Im Haushaltsjahr 2014 verzeichnete die SRG Gesamteinnahmen in Höhe von 1,65 Mrd Franken (1,51 Mrd Euro).

19.09.2015 – me/MK