Film- und Medienstiftung NRW: Vertrag mit Geschäftsführerin Petra Müller verlängert

06.02.2015 •

Die Film- und Medienstiftung NRW wird auch in den kommenden Jahren von Petra Müller geleitet. Ihr Vertrag als Geschäftsführerin der Einrichtung wurde Ende 2014 um drei Jahre verlängert. Die Gesellschafter der Film- und Medienstiftung hätten den Vertrag ab September 2015 bis August 2018 verlängert, teilte die Film- und Medienstiftung auf MK-Nachfrage mit. Petra Müller übernahm am 1. September 2010 die Leitung der in Düsseldorf ansässigen Filmstiftung (vgl. FK-Meldung); sie hatte damals einen Fünfjahresvertrag erhalten, der noch bis zum 31. August dieses Jahres läuft. Müller war seinerzeit Michael Schmid-Ospach nachgefolgt, der zuvor ab April 2001 an der Spitze der Einrichtung gestanden hatte und im Frühjahr 2010 in den Ruhestand getreten war.

Petra Müller hat in Köln Germanistik, Kunstgeschichte und Ethnologie studiert. Ihre berufliche Laufbahn begann sie in einer Unternehmensberatung für strategisches Marketing in Köln. Anschließend arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Grimme-Institut in Marl. Später wurde sie Direktorin des Kölner Film- und Fernsehfestivals Cologne Conference, das im Jahr 1991 vom Medienforscher Lutz Hachmeister gegründet wurde, als dieser Direktor des Grimme-Instituts war. Lutz Hachmeister, Petra Müller und Martina Richter gründeten dann im Jahr 1995 zusammen in Köln die Beratungsfirma HMR International.

Zum 1. Januar 2004 wechselte Petra Müller als Geschäftsführerin zum Medienboard Berlin-Brandenburg (Sitz: Potsdam). Sie war dort unter anderem zuständig für den Geschäftsbereich Standortentwicklung und -marketing. Im September 2010 kehrte Müller dann nach Nordrhein-Westfalen zurück und rückte an die Spitze der Filmstiftung. Größter Gesellschafter der 1991 gegründeten Fördereinrichtung ist der Westdeutsche Rundfunk (WDR) mit einer Beteiligung von 40 Prozent. Das Land NRW hält 35 Prozent der Anteile, das ZDF und RTL sind mit je 10 Prozent beteiligt. Die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) ist mit 5 Prozent dabei. Im vorigen Jahr förderte die Filmstiftung mit 36,1 Mio Euro insgesamt 429 Projekte und Projektentwicklungen in den Bereichen Film, Fernsehen, Kino, Hörspiel und Neue Medien.

06.02.2015 – vn/MK

Print-Ausgabe 23/2019

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