Wie Kai Gniffke von ARD‑aktuell der AfD den Rundfunkbeitrag erklärte

11.11.2018 •

«Es ist ein öffentlich-rechtliches System, das sich dieses Land mal gegeben hat. Aus dem Bestreben heraus: Wir wollen ein Medium haben, das unabhängig ist von wirtschaftlichen und politischen Einflüssen. Das ist … jetzt … Sie werden jetzt lachen, ich weiß es, aber – lachen Sie von mir aus. Es ist wie ’ne Krankenversicherung. Da zahlen alle für ein, egal, ob sie gesund oder krank sind. Und das ist beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk so: Den leistet sich diese Gesellschaft. Und verdammt noch mal, ich zahl diese 17 Euro 50 vielleicht auch nicht besonders gerne [amüsiertes Gelächter im Saal]. Aber es ist mir die Sache [noch Gelächter, auch Ansätze von Klatschen], aber es ist mir die Sache wert, weil ich weiß, da hab ich ’n Medium – die sind unabhängig, die sind unvoreingenommen und sie sind unparteiisch, so sehr und so gut sie’s vermögen.»

Kai Gniffke, Erster Chefredakteur von ARD-aktuell („Tagesschau“, „Tagesthemen“), auf einer vom AfD-Kreisverband Dresden veranstalteten Podiumsdiskussion zum Thema „Medien und Meinung“. Gniffke, der mit dieser Äußerung hier eine Frage zum monatlich 17,50 Euro umfassenden Rundfunkbeitrag beantwortete, war zusammen mit ZDF-Chefredakteur Peter Frey zu der Podiumsdiskussion eingeladen worden, die am 25. Oktober 2018 in der Dresdner Messe stattfand. Gniffke und Frey saßen als Vertreter des öffentlich-rechtlichen Rundfunks auf dem Podium, bei dem noch Michael Klonovsky, Berater von AfD-Chef Alexander Gauland, und der AfD-Politiker und Publizist Nicolaus Fest dabei waren (plus zwei Moderatoren).

11.11.2018 – MK