Vertrag von Volker Herres als ARD‑Programmdirektor um drei Jahre verlängert

17.10.2017 • Volker Herres bleibt bis Ende Oktober 2021 Programmdirektor Erstes Deutsches Fernsehen. Die Intendanten der neun ARD-Landesrundfunkanstalten verlängerten auf ihrer Hauptversammlung am 18. und 19. September beim Westdeutschen Rundfunk (WDR) in Köln den Vertrag mit Herres um drei Jahre. Dessen aktueller Fünf-Jahres-Vertrag läuft noch bis zum 31. Oktober 2018.

Volker Herres, 60, ist seit dem 1. November 2008 Programmdirektor der ARD. Er übernahm diese Position seinerzeit in der Nachfolge von Günter Struve. Die ARD-Programmdirektion ist in München beim Bayerischen Rundfunk (BR) angesiedelt. Als ARD-Programmdirektor ist Herres Vorsitzender der Fernsehprogrammkonferenz, die das Sendeangebot des Ersten zusammenstellt. Der Fernsehprogrammkonferenz gehören neben dem ARD-Programmdirektor die Intendanten bzw. als deren Beauftragte die Programmdirektoren der ARD-Landesrundfunkanstalten an.

Das Intendantenamt beim RBB

Dass der neue Vertrag von Volker Herres jetzt nur um drei Jahre verlängert wurde und nicht wie bei Spitzenpositionen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk sonst üblich um fünf Jahre, erläuterte die ARD nicht näher. Im vergangenen Jahr hatte Herres mit einem Wechsel zum Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) geliebäugelt, als dort das Intendantenamt neu besetzt werden musste. Von der beim RBB eingesetzten Findungskommission war Volker Herres neben Patricia Schlesinger vom Norddeutschen Rundfunk (NDR) und Theo Koll vom ZDF für die letzte Runde nominiert worden. Doch Herres zog dann seine Kandidatur für den RBB-Intendantenposten zurück. Von den beiden verbliebenen Kandidaten setzte sich schließlich Patricia Schlesinger durch, die dann am 1. Juli 2016 das Intendantenamt beim RBB in der Nachfolge von Dagmar Reim übernahm (vgl. MK-Meldung).

Volker Herres, geb. am 23.7.1957 in Cuxhaven, studierte an der Ludwig-Maximilians-Universität in München Volkswirtschaftslehre, Politikwissenschaft und Publizistik und absolvierte parallel eine zweijährige Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule in München. Nach seinem Studienabschluss arbeitete er ab 1983 zunächst als Mitarbeiter für das ZDF in dessen Berliner Studio. Ein Jahr später kam er in die ZDF-Sendezentrale nach Mainz als Reporter und als Redakteur für Innenpolitik. Ab 1986 berichtete er dann als Reporter des ZDF-Studios Bonn über aktuelle bundespolitische Themen.

Im Jahr 1987 ging Herres vom ZDF zum NDR nach Hamburg. Er wurde beim NDR Hauptreferent des damaligen stellvertretenden Intendanten Jobst Plog. Intendant des NDR war seinerzeit Peter Schiwy, dessen Nachfolger an der Spitze des Senders dann im Januar 1991 Plog wurde. In der Folge berief Plog Herres zum neuen Leiter und Sprecher der Intendanz. 1995 wurde Volker Herres beim NDR Fernsehchefredakteur. Im Mai 2004 übernahm er bei der norddeutschen Rundfunkanstalt die Position des Fernsehdirektors, bevor er dann Anfang November 2008 ARD-Programmdirektor wurde. Seit September 2007 moderiert Herres auch den ARD-„Presseclub“ im Ersten, im Wechsel mit WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn.

17.10.2017 – MK

Print-Ausgabe 12/2018

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