Schleichwerbeverdacht bei Sat‑1‑Comedy‑Reihe „Pastewka“

23.09.2005 •

23.09.2005 • Die Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz (LMK) in Ludwigshafen prüft, ob der private Fernsehsender Sat 1 in den ersten beiden Folgen seiner neuen Comedy „Pastewka“ Schleichwerbung ausgestrahlt hat. Das teilte die für Sat 1 zuständige Medienaufsichtsbehörde am 22. September auf FK-Nachfrage mit. Die insgesamt auf acht Folgen angelegte Comedy-Reihe hatte der Privatsender am 9. September gestartet (vgl. FK-Kritik).

Die LMK prüft nun, ob in den ersten beiden Folgen Schleichwerbung für die Fast-Food-Kette „Burger King“ bzw. die Deutsche Post (Postbank) betrieben wurde. In der ersten Folge gab es unter anderem eine Szene, die an einem Drive-in-Schalter der Fast-Food-Kette gedreht wurde. In der zweiten Folge spielten mehrere Szenen in Räumlichkeiten, die wie eine Filiale der Deutschen Post eingerichtet waren. Laut Rundfunkstaatsvertrag ist Schleichwerbung verboten und kann für private Fernsehsender mit einem Bußgeld von bis zu 500.000 Euro geahndet werden. Die Sat-1-Reihe „Pastewka“ wird hergestellt von der Produktionsfirma Minestrone TV in Kooperation mit der Brainpool TV GmbH.

• Text aus Heft Nr. 38/2005 der Funkkorrespondenz (heute: Medienkorrespondenz)

23.09.2005 – FK

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