Emmanuel Suard, Armin Breger,
Axel Bussek, Alain Le Diberder,
Bernd Mütter // Arte

29.06.2016 •

Emmanuel Suard, 46, wurde von der Arte-Mitgliederversammlung für eine vierjährige Amtszeit (ab Januar 2017) zum Geschäftsführer und Verwaltungsdirektor des deutsch-französischen Kulturfernsehsenders ernannt. Er tritt die Nachfolge an von Armin Breger, Jg. 1954, der die beiden Funktionen seit dem 1. Januar 2013 innehat. Emmanuel Suard ist seit 2013 als Botschaftsrat an der französischen Botschaft in Berlin tätig und in dieser Eigenschaft als Direktor für die Instituts Français in Deutschland zuständig.

Armin Breger, Diplom-Volkswirt, war von 1991 bis 1998 Leiter Finanzen beim damaligen Südwestfunk (SWF) und wechselte anschließend als Bereichsleiter Verwaltung zur Arte Deutschland TV GmbH. Deutscher Stellvertreter des künftigen Verwaltungsdirektors Suard wird Arte-Justiziar Axel Bussek, Jg. 1955, der das Amt des Chefjuristen seit Januar 2013 innehat. Bussek hat in Tübingen und in Frankreich Jura studiert und war von 1995 bis 2012 bei Arte stellvertretender Justiziar. Seit 1995 ist der promovierte Jurist, der von 1992 bis 1995 den Programmeinkauf bei der ZDF Enterprises GmbH leitete, auch Jugendschutzbeauftragter von Arte.

Emmanuel Suard ist Absolvent der renommierten École Nationale d’Administration (ENA) in Paris, aus der seit Jahrzehnten zahlreiche Führungskräfte in Frankreich stammen. Von 1996 bis 2000 war Suard als Prüfer und Berichterstatter am französischen Rechnungshof tätig. Im Jahr 2000 wechselte er zu Arte France, wo er als Leiter des Vorstandsbüros begann und später zum Direktor der Programmentwicklung aufstieg. Von 2005 bis 2012 war er stellvertretender Programmdirektor und Leiter der Programmplanung von Arte. Programmdirektor war seinerzeit der Deutsche Christoph Hauser, Jg. 1956, der im November 2012 zum Südwestrundfunk (SWR) zurückkehrte, um dort die Position des Fernsehdirektors zu übernehmen (vgl. FK-Heft Nr. 42/12).

Der Kultursender Arte in Straßburg ist organisiert als Groupement Européen d’Intérêt Économique (GEIE), als Europäische wirtschaftliche Interessenvereinigung, die finanziert wird von ihren beiden Mitgliedern Arte France und Arte Deutschland TV GmbH, dem deutschen Pendant, das von ARD und ZDF getragen wird und seinen Sitz in Baden-Baden hat. Auf ihrer Sitzung im März hat die Arte-Mitgliederversammlung „im Hinblick auf die tiefgreifenden Projekte des Senders im Programmbereich“ und, wie es weiter hieß, „um die Kontinuität in den digitalen Weiterentwicklungen“ zu gewährleisten, auch die Verträge mit Alain Le Diberder als Geschäftsführer und Programmdirektor sowie mit Bernd Mütter als stellvertretendem Programmdirektor von Arte um je ein Jahr verlängert (vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017).

Alain Le Diberder, 60, ist seit 2013 Geschäftsführer und Programmdirektor von Arte. Er promovierte im Fach Telekommunikationswirtschaft und erlangte die Lehrbefugnis für Sozialwissenschaften. Le Diberder verfügt über langjährige Medienerfahrung: Von 1989 bis 1991 war er technischer Berater im Kabinett des französischen Kulturministers Jack Lang, von 1991 bis 1994 Programmberater des Präsidenten der öffentlich-rechtlichen Fernsehholding France Télévisions, Hervé Bourges, und von 1994 bis 2000 war er Direktor für neue Programme beim Pay-TV-Anbieter Canal plus. Als Geschäftsführer eines Designbüros für neue Medien wirkte Le Diberder später am Aufbau von Kulturportalen mit. Von 2010 bis 2012 baute er den Spielfilmkanal Allociné TV auf, der allerdings bereits nach wenigen Monaten schon wieder eingestellt wurde.

Bernd Mütter, 37, war von der Arte-Mitgliederversammlung am 18. Februar 2015 zum stellvertretenden Programmdirektor und Hauptabteilungsleiter Programmplanung TV/Web berufen worden. Sein jetzt bis Ende 2017 verlängerter Vertrag wäre ansonsten am 31. Dezember 2016 ausgelaufen. Mütter war ab 2004 beim ZDF in Mainz tätig, zunächst als Autor in der Redaktion Zeitgeschichte, seit 2008 als Chef vom Dienst (CvD) des Geschichtsmagazins „ZDF History“. Im Jahr 2011 hatte Gottfried Langenstein, Direktor Europäische Satellitenprogramme beim ZDF und damaliger Arte-Vizepräsident, Mütter zu seinem Referenten berufen. Als stellvertretender Arte-Programmdirektor und Hauptabteilungsleiter Programmplanung trat Mütter seinerzeit die Nachfolge von Florian Hager an, als dieser von ARD und ZDF zum Gründungsgeschäftsführer des von den beiden Sendern geplanten gemeinsamen Online-Jugendangebots bestellt wurde.

29.06.2016 – MK