Zwei Produktionen für den Grimme-Wettbewerb 2019 nachnominiert

30.01.2019 •

Für den Wettbewerb um den 55. Grimme-Preis 2019 (vgl. MK-Meldung) sind zwei Produktionen nachnominiert worden. Das gab das Grimme-Institut in Marl am 29. Januar bekannt. Die Jury für die Kategorie „Fiktion“ hat die Serie „Beat“ nachnominiert, die seit dem 9. November 2018 im Angebot von Amazon Prime Video abrufbar ist. Die siebenteilige Serie von Marco Kreuzpaintner (Regie) und Norbert Eberlein (Drehbuch) spielt in der Berliner Clubszene zwischen Party, Drogen und organisierter Kriminalität (vgl. MK-Kritik). Es wurde nun erstmals beim Grimme-Wettbewerb eine Produktion des Streaming-Anbieter Amazon Prime Video nominiert.

Die Jury der Kategorie „Kinder und Jugend“ nominierte die dritte Staffel der Reihe „ICH bin ICH“ (Kika/HR/RBB/ZDF) nach, in der sich Vorschüler den Herausforderungen des Alltags stellen: Ob Fahrrad fahren lernen, Kuchen backen oder Karate – jedes Kind macht das, was es kann, auf seine eigene, selbstbewusste Art und Weise. Aufgrund der zwei Nachnominierungen befinden sich nun insgesamt 72 Produktionen in der Endauswahl um eine Auszeichnung beim Grimme-Preis 2019. Die anderen beiden Jurys – Kategorie „Information und Kultur“ sowie „Kategorie „Unterhaltung“ – nahmen keine Nachnominierungen vor.

Die vier Jurys tagten in der letzten Januar-Woche im Grimme-Institut. Wer die diesjährigen Grimme Auszeichnungen erhalten hat, wird am 26. Februar auf einer Pressekonferenz im Essener Grillo-Theater bekanntgegeben. Die Preise werden am 5. April (Freitag) im Stadttheater von Marl verliehen. Sollte die Serie „Beat“ am Ende auch mit einer Auszeichnung bedacht werden, kann man sich die Schlagzeile schon vorstellen: „Erstmals Grimme-Preis für Amazon“ – so oder ähnlich dürfte sie dann lauten. Der US-amerikanische Online-Konzern Amazon könnte sich dann in renommiertem Zusammenhang (Grimme-Preis) über kostenlose Werbung freuen.

30.01.2019 – MK

Print-Ausgabe 8-9/2019

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