USA: Im Jahr 2015 insgesamt 409 Originalserien im Fernsehen

15.01.2016 •

Wieder einmal gibt es einen Anstieg der Originalserien im US-amerikanischen Fernsehen zu verzeichnen. Deren Zahl kletterte im Jahr 2015 auf insgesamt 409 Serien. Das sind nahezu doppelt so viele wie noch vor sechs Jahren. Bemerkenswert ist dabei, dass sich der Anstieg über alle Formen des Fernsehens verteilt, sich also sowohl im Broadcast- und Kabelfernsehen wie auch bei den immer populärer werdenden Online-Plattformen auswirkt. Anbieter von Videostreaming wie Netflix, Amazon oder Hulu hatten im abgelaufenen Jahr 44 Originalserien im Angebot, während es vor drei Jahren nur 15 waren. Die Streaming-Anbieter unterstrichen damit ihre Absicht, sich als vollwertige Konkurrenz zu den etablierten Fernsehsendern zu entwickeln.

Die Zahlen wurden ermittelt von der Medienforschungsabteilung des in jüngster Zeit sehr aktiven Networks FX. John Landgraf, der Chef von FX, hatte sich angesichts der rapide in die Höhe schnellenden Produktion von amerikanischen Fernsehserien schon im vergangenen Jahr zu diesem Trend kritisch geäußert und der Vermutung Ausdruck verliehen, dass die hohe Anzahl von Serien für den allgemein zu beobachtenden Trend rückläufiger TV-Quoten verantwortlich sei. Wie die „New York Times“ jetzt berichtet, hat Landgraf damit Zustimmung bei vielen seiner Kollegen gefunden. So habe Michael Lombardo, Programmchef des Pay-TV-Kabelsenders HBO, zum Beispiel angekündigt, dass sein Unternehmen die Bemühen intensivieren wolle, statt noch mehr Serien im Stil von „Game of Thrones“ künftig auch eigene Talkshows und eine tägliche Nachrichtensendung anzubieten.

15.01.2016 – Ev/MK