Werteorientierter Journalismus

27.07.2018 •

«Was wir [als Journalisten] also sein sollten? Unabhängig und unbestechlich zuallererst: Wir sollten keiner Partei angehören und keiner sonstigen Interessenvereinigung; uns von den Trögen der Macht fernhalten und der Versuchung widerstehen, bedeutend zu sein oder geliebt werden zu wollen. Wir sollten uns an die Fakten halten, statt uns in Mutmaßungen und Gefühlen zu verlieren. Wir sollten unsere eigene Erkenntnis- und Urteilsfähigkeit schärfen und nicht unbedacht das Wording und Framing anderer übernehmen. Und ja, wir sollten wieder mutiger und entschiedener werden: nicht als Zyniker, sondern als Humanisten. Ein werteorientierter Journalismus also, statt blinder Neutralität. Damit wäre schon eine Menge erreicht in tendenziell eher finsterer werdenden Zeiten.»

„Monitor“-Chef Georg Restle in der WDR-Hauszeitschrift „Print“ (Ausgabe Juli/August 2018)

27.07.2018 – MK