Wenn James Bond sich die Zähne putzt

19.05.2017 •

 «Auch die Single-Spots – zum Leidwesen der Privaten – werden vermutlich nicht angefasst werden. Dazu sozusagen ’ne persönliche Meinung […]. Bei Single-Spots bin ich sozusagen auch eher ein bisschen restriktiv, da der Einsatz von Single-Spots schon nicht ungefährlich in der Wahrnehmung des Zuschauers ist. Das klassische Beispiel: James Bond steht morgens auf, putzt sich die Zähne und dann wird ’nen Single-Spot Blend-a-med eingeblendet und er putzt sich weiter die Zähne. Da kann der Zuschauer im Einzelnen nicht mehr erkennen: Ist das jetzt Teil des Spielfilms oder ist es jetzt Werbung? Deswegen ist der Single-Spot so gern gewollt, von denen die’s machen wollen. Ordnungspolitisch bin ich beim Single-Spot ein bisschen zurückhaltender.»

Der Jurist Matthias Knothe am 4. Mai 2017 beim Medientreffpunkt Mitteldeutschland in Leipzig bei einer Podiumsrunde zum Thema „Europäische Werberegulierung“. Knothe leitet die Stabsstelle Medienpolitik in der schleswig-holsteinischen Staatskanzlei in Kiel und ist einer von zwei Vertretern des Bundesrats zu medienpolitischen Fragen auf EU‑Ebene.

19.05.2017 – MK