Nicht nur der ökonomische Gesichtspunkt

05.03.2018 • «Worüber ich, sagen wir mal, sehr froh wäre, wäre, wenn wir in dieser Diskussion auch vor dem gesamten Verfahren, was den Rundfunkbeitrag in den nächsten Jahren angeht, wenn wir uns mit den Ländern und mit vielen gesellschaftlich relevanten Gruppen zusammensetzen würden und nochmal stärker darüber reden, welcher Auftrag denn für uns Öffentlich-Rechtliche in den nächsten Jahren in  besonderer Weise wichtig wird und wo wir unsere Schwerpunkte besonders bilden sollten. Wir haben eine Menge Vorschläge dafür, aber unter Umständen haben viele andere Gruppen ganz andere Vorstellungen. In diesen Dialog würde ich gerne eintreten. Ich möchte eigentlich nicht den Auftrag von uns Öffentlich-Rechtlichen nur unter dem ökonomischen Gesichtspunkt diskutieren. Ich persönlich bin der Meinung, dass unsere Angebote für das gesamte demokratische System, für den demokratischen Diskurs wichtig sind. Und das ist nicht nur eine Sache der Ökonomie, sondern das ist auch eine Sache des inneren Sinnes.»

Deutschlandradio-Intendant Stefan Raue am 5. März in einem Interview in der Deutschlandfunk-Sendung „Informationen am Morgen“. Anlass für das Interview war die Volksabstimmung vom 4. März in der Schweiz, die sogenannte „No-Billag“-Abstimmung, bei der sich die Bevölkerung mit einer Mehrheit von 71,6 Prozent für die Beibehaltung des gebührenfinanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunks ausgesprochen hatte.

05.03.2018 – MK