Marc Jan Eumann, Renate Pepper //
Kommission für Jugendmedienschutz
Petra Pfannes, Isabell Rausch-Jarolimek //
Leitung des Bereichs Jugendmedienschutz bei den Landesmedienanstal

06.07.2018 • Marc Jan Eumann, seit Anfang April 2018 Direktor der Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz (LMK), ist nun auch erster stellvertretender Vorsitzender der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM). In dieses Amt wurde Eumann am 30. Mai von den KJM-Mitgliedern in deren Sitzung in Berlin gewählt. Die Position war seit Ende März vakant, nachdem die bisherige LMK-Direktorin Renate Pepper in den Ruhestand getreten war. Pepper war, kurz nachdem sie Anfang April 2012 das Direktorenamt bei der LMK übernommen hatte, zur ersten stellvertretenden Vorsitzenden der KJM gewählt worden. Eumann als ihr Nachfolger an der Spitze der LMK hat nun auch bei der KJM die dortige frühere Position von Pepper übernommen.

Die Berufung Eumanns in die KJM gilt bis Ende März 2022. Zu diesem Zeitpunkt endet die aktuelle fünfjährige Amtsperiode der KJM-Mitglieder, die Anfang April 2017 begonnen hat. Der Kommission für Jugendmedienschutz gehören insgesamt zwölf Mitglieder an. Sechs der Mitglieder kommen aus dem Direktorenkreis der Landesmedienanstalten, vier weitere werden von den Jugend- und Familienministerien der Bundesländer berufen. Zudem benennt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zwei Mitglieder. Das Vorsitzamt bei der KJM muss mit einer Person aus dem Direktorenkreis der Landesmedienanstalten besetzt werden. So ist es im Jugendmedienschutz-Staatsvertrag vorgeschrieben. Vorsitzender der KJM ist seit Januar 2018 Wolfgang Kreißig, Präsident der Landeanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LfK).

Bei der Kommission für Jugendmedienschutz hat es zuletzt noch eine weitere personelle Änderung gegeben, die – wie auch die Wahl von Eumann zum ersten stellvertretenden Vorsitzenden – von der Kommission nicht extra bekannt gegeben wurde. Seit Anfang März ist Petra Pfannes neue Leiterin des Bereichs Jugendmedienschutz bei der in Berlin ansässigen Gemeinsamen Geschäftsstelle der Landesmedienanstalten. In diesem Bereich wird die Arbeit der KJM koordiniert. Die Bereichsleiterstelle war seit Mai 2017 nicht mehr regulär besetzt. Damals hatte Isabell Rausch-Jarolimek die Bereichsleitung abgegeben und die Gemeinsame Geschäftsstelle der Landesmedienanstalten verlassen. Sie wechselte zum Deutschen Kinderhilfswerk (Sitz: Berlin). Rausch-Jarolimek hatte die Bereichsleitung Jugendmedienschutz erst Anfang April 2015 übernommen (vgl. MK-Meldung). Ihre jetzige Nachfolgerin Petra Pfannes arbeitete bisher schon in der Berliner Geschäftsstelle der Landesmedienanstalten; sie war dort im Bereich Jugendmedienschutz als Referentin unter anderem für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

Marc Jan Eumann, geb. am 26.2.1966 in Hamburg, studierte Geschichte und Völkerrecht in Bonn und Köln (Abschluss: Magister Artium). Er gehörte von 1995 bis 2010 für die SPD dem nordrhein-westfälischen Landtag in Düsseldorf an. In seiner Fraktion war er medienpolitischer Sprecher; im Jahr 2000 wurde er zusätzlich stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Als in Nordrhein-Westfalen im Juli 2010 SPD und Grüne die Regierung übernahmen, wurde Eumann verbeamteter Staatssekretär für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien und war in der Folge weitgehend für die Medienpolitik Nordrhein-Westfalens verantwortlich. Die Zuständigkeit für Bundesangelegenheiten musste der SPD-Politiker im Oktober 2015 in Folge einer organisatorischen Änderung in der Staatskanzlei abgeben.

Nachdem SPD und Grüne im Mai 2017 die Regierungsmehrheit an CDU und FDP verloren, berief die neue Regierungskoalition Eumann von seinem Staatssekretärsposten ab und versetzte ihn in den einstweiligen Ruhestand. Anfang Dezember 2017 wurde Eumann dann zum neuen Direktor der LMK (Ludwigshafen) gewählt. In der Folge klagten zwei für den LMK-Chefposten nicht berücksichtigte Bewerber gegen Eumanns Wahl. Dieser Rechtsstreit wurde Ende März 2018 beendet, nachdem auch in der zweiten Gerichtsinstanz bestätigt wurde, dass das Wahlverfahren rechtmäßig abgelaufen sei (vgl. MK-Meldung).

Petra Pfannes studierte von 1997 bis 2003 an der Universität München Kommunikationswissenschaft, Markt- und Werbepsychologie und Soziologie. Ihre berufliche Laufbahn begann sie bei der in München ansässigen Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM). Dort arbeitete sie bis 2007 im Referat Jugendschutz und Medienpädagogik. Anschließend war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung (IfKW) der Universität München, bevor sie im September 2009 zur Initiative ‘Regionalmanagement Region Ingolstadt’ wechselte, wo sie unter anderem als Referentin für Bildung und Wissenschaft tätig war. Im Jahr 2013 wurde Pfannes Referentin des Vorsitzenden der Kommission für Jugendmedienschutz. Dieses Amt hatte damals BLM-Präsident Siegfried Schneider inne. Anfang 2016 wechselte Petra Pfannes dann nach Berlin in die Gemeinsame Geschäftsstelle der Landesmedienanstalten als Referentin im Bereich Jugendmedienschutz.

06.07.2018 – MK