Die Verlage und ihre Moralkeulen

13.05.2017 •

«Auch wenn ich als Urheberin tendenziell eher nicht für die kostenlose Weiterverbreitung von Inhalten bin, werde ich doch immer skeptisch, wenn Verlage die großen Moralkeulen „Unabhängigkeit“ und „Freiheit“ herausholen, um ihr Geschäftsmodell zu verteidigen.»

Juliane Wiedemeier am 12. Mai 2017 in der Online-Medienkolumne „Das Altpapier“ mit Bezug auf eine Anzeige in der „FAZ“ vom selben Tag, in der die Herausgeber und Geschäftsführer der „FAZ“ unter der Überschrift „Angriff auf die wirtschaftlichen Grundlagen dieser Zeitung“ an den Bundesrat appellieren, dem Entwurf zum neuen Wissenschaftsurheberrecht nicht zuzustimmen, da die dort für Bibliotheken und Lehrinstitutionen vorgesehene Möglichkeit, einmal im Netz frei verbreitete Artikel ebenfalls kostenlos nutzen zu können, eine „Gefährdung der Zeitung als unabhängiges Medium freier Meinungsbildung in diesem Land“ darstelle.

13.05.2017 – MK

Print-Ausgabe 23/2019

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