Die Medien schämen sich ein bisschen

19.03.2017 •

«Donald Trump erzeugt Aufmerksamkeit, so viel wie möglich und egal wie: Provozieren, lügen oder sich live im Fernsehen über einen behinderten Journalisten lustig machen. […] Wo Donald Trump ist, sind die Mikrofone und die Kameras an. Wie ein Drogendealer ist Donald Trump für die Medien, sie schämen sich ein bisschen, dass sie zu ihm gehen müssen, aber sie brauchen ihn, um high zu werden, und die Droge heißt Aufmerksamkeit. Denn Aufmerksamkeit bringt Reichweite und Reich­weite bringt Quote und Quote bringt Umsatz. Darum schenken amerikanische Medien Donald Trump Gratis-Sendezeit im Gegenwert von fast zwei Milliarden Dollar, mehr als doppelt so viel wie Hillary Clinton.»

Jan Böhmermann im „Neo Magazin Royale“ (Ausgabe vom 9. März 2017) bei ZDFneo im Rahmen längerer Ausführungen über „die Droge Aufmerksamkeit“

19.03.2017 – MK

Print-Ausgabe 23/2019

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