Theo Mönch-Tegeder / KNA, MK

14.05.2018 • Theo Mönch-Tegeder, ab September 2013 Geschäftsführer der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) und des Katholischen Medienhauses in Bonn, ist am 13. Mai im Alter von 65 Jahren in Osnabrück unerwartet gestorben. Er sollte im Sommer in den Ruhestand verabschiedet werden. Mönch-Tegeder war auch geschäftsführender Vorstand bei der KNA-Promedia-Stiftung, einer Förderinitiative für junge katholische Journalisten. Er gehörte außerdem dem Aufsichtsrat des Instituts zur Förderung publizistischen Nachwuchses (ifp) an, der Journalistenschule der katholischen Kirche mit Sitz in München. Zudem war er für die katholische Kirche stellvertretendes Mitglied im Rundfunkrat des Auslandsrundfunks Deutsche Welle (DW).

Mönch-Tegeder leitete darüber hinaus die KNA-Tochtergesellschaft Dreipunktdrei Mediengesellschaft, unter deren Dach der Fachdienst „Medienkorrespondenz“ (MK) produziert und das Kinoportal filmdienst.de betrieben werden. Die KNA und die Dreipunktdrei Mediengesellschaft sind Teil des Katholischen Medienhauses in Bonn, zu dem auch die Redaktion des Internet-Portals katholisch.de und die Allgemeine Gemeinnützige Programmgesellschaft (APG) gehören.

KNA-Chefredakteur Ludwig Ring-Eifel würdigte den Verstorbenen: „Mit Theo Mönch-Tegeder verliert die katholische Medienlandschaft einen herausragenden Publizisten. Er verband christliches Menschenbild, strategisches Denken und die Solidität eines Emsländer Bauernsohnes in beeindruckender Weise.“ Der Vorsitzende der Gesellschaft Katholischer Publizisten (GKP), Joachim Frank, zeigte sich erschüttert: „Die katholische Publizistik in Deutschland hat Theo Mönch-Tegeder unendlich viel zu verdanken. Er kannte das journalistische Metier so gut wie das verlegerische Geschäft.“ Mönch-Tegeder habe „wie kaum ein zweiter im Raum der katholischen Kirche um die Bedeutung und Bedürfnisse beider Sphären“ gewusst.

Theo Mönch-Tegeder, geboren am 9. Januar 1953 in Rheine (Westfalen), wuchs in einer emsländischen Bauernfamilie auf. Seine berufliche Karriere begann er mit einem Volontariat bei der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). Für das Regionalblatt war er anschließend als Redakteur tätig. Im Jahr 1984 wechselte Mönch-Tegeder zur überregionalen Wochenzeitung „Rheinischer Merkur“ nach Bonn. Dort war er zunächst Wirtschaftsredakteur und später Leiter der Parlamentsredaktion. 1996 kehrte er zur NOZ zurück, wo er zuletzt als verantwortlicher Redakteur im Politikressort arbeitete.

Im Jahr 2003 wechselte Mönch-Tegeder dann vom Journalismus in das Verlagsmanagement: Er wurde damals Leiter des Verlags des „Kirchenboten Osnabrück“, der Wochenzeitung des Bistums Osnabrück. Im Medienhaus des Bistums war Mönch-Tegeder außerdem als Geschäftsführer für die Dom Medien GmbH, die Dom Buchhandlung GmbH und den Verlag Bistumspresse GmbH verantwortlich. Anfang September 2013 hatte Theo Mönch-Tegeder dann die Geschäftsführung der KNA und der Dreipunktdrei Mediengesellschaft im Katholischen Medienhaus in Bonn übernommen.

Neben seiner beruflichen Tätigkeit engagierte Mönch-Tegeder sich in Ehrenämtern unter anderem für die Katholische Erwachsenenbildung in Bistum Osnabrück und im Land Niedersachsen sowie für die Ludwig-Windthorst-Stiftung. Besonders am Herzen lag ihm die Pflege des Plattdeutschen. Die literarischen Werke der bekannten emsländischen Heimatdichterin Maria Mönch-Tegeder, deren Neffe er war, hat er in drei Bänden neu herausgegeben. Außerdem veröffentlichte er Aufsätze zur plattdeutschen Sprache.

14.05.2018 – KNA/MK
Theo Mönch-Tegeder (1953 bis 2018) Foto: KNA