Harald Brand // WDR

19.01.2018 • Harald Brand, früherer Chefredakteur der Fernsehlandesprogramme des Westdeutschen Rundfunks (WDR), ist am 14. Januar in Köln im Alter von 76 Jahren gestorben. WDR-Intendant Tom Buhrow würdigte die Verdienste des Verstorbenen: „Der Tod von Harald Brand stimmt uns im WDR sehr traurig. Er war eine starke Persönlichkeit und hat als Chefredakteur die Landesprogramme des WDR Fernsehens mit viel Enthusiasmus und unermüdlicher Energie zum Erfolg geführt. Man wusste, dass diese große Aufgabe bei ihm in den besten Händen war. Das hohe Ansehen, dass die WDR-Landesprogramme mit der ‘Aktuellen Stunde’ und den ‘Lokalzeiten’ genießen, haben wir auch Harald Brand zu verdanken. Ich persönlich nehme bewegt Abschied von einem guten Kollegen und Chef, der mich vor allem in meiner Zeit bei der ‘Aktuellen Stunde’ intensiv begleitet hat.“

Harald Brand, geboren am 30. November 1941 in Minden, begann seine berufliche Laufbahn im Jahr 1963 mit einem Volontariat bei der damaligen Regionalzeitung „Freie Presse Bielefeld“. Im Jahr 1966 ging Brand zum WDR nach Köln und arbeitete dort zunächst bis 1974 als Fernsehreporter in der „Tagesschau“-Redaktion des Senders. Anschließend war er beim WDR im Bereich Aktuelles tätig, bevor er 1977 Leiter der „Tagesschau“-Redaktion des WDR wurde. Von 1978 bis 1982 war Brand ARD-Fernsehkorrespondent in Moskau.

Nach seiner Rückkehr aus Moskau arbeitete Harald Brand als Redakteur im ARD-Studio in der damaligen Bundeshauptstadt Bonn, bevor er dann 1988 als stellvertretender Leiter ins WDR-Studio Düsseldorf und damit zu den WDR-Landesprogrammen wechselte. 1992 wurde Brand Programmgruppenleiter ‘Aktuelles Fernsehen’ und stellvertretender Chefredakteur der NRW-Landesprogramme des WDR. Im Mai 1998 wurde er Chefredakteur der NRW-Landesprogramme. Er war damit für die aktuellen regionalen Informationssendungen im Fernsehen des WDR und für die regionalen WDR-Fernsehstudios verantwortlich. Im November 2006 trat Brand dann in den Ruhestand.

Im Jahr 1996 gründete Harald Brand gemeinsam mit dem damaligen WDR-Intendanten Fritz Pleitgen die Spendenaktion „Die Kinder von Perm“, die den Neubau der Kinderkrebsklinik in der russischen Stadt ermöglichte. Die Behandlung der leukämiekranken Kinder in der Region Perm am Fuße des Ural im Osten Russlands hat sich seitdem entscheidend verbessert.

19.01.2018 – MK