Gerd Pohle // HR

11.06.2018 • Gerd Pohle, ehemaliger Technischer Direktor des Hessischen Rundfunks (HR) in Frankfurt, ist im Alter von 79 Jahren gestorben. Wie erst jetzt bekannt wurde, so der öffentlich-rechtliche Sender am 11. Juni in einer Mitteilung, starb Gerd Pohle bereits am 17. Mai. HR-Betriebsdirektor Berthold Tritschler würdigte den Verstorbenen: „Gerd Pohle war bekannt für seine Kompetenz und für seine innovativen Ideen. Während seiner Zeit als Technischer Direktor konnte der Hessische Rundfunk sowohl die Digitalisierung sämtlicher Hörfunkprogramme als auch die Etablierung der Satellitentechnik umsetzen. Damit stellte Gerd Pohle die Weichen für den technischen Fortschritt des HR in einer modernen Rundfunklandschaft.“

Gerd Pohle wurde am 22. Mai 1939 in Dresden geboren. 1957 flüchtete er aus der DDR und studierte Elektrotechnik in Stuttgart. Nach Abschluss seines Studiums war er zunächst in einem Wirtschaftsunternehmen tätig. Im Jahr 1966 wechselte er als Messingenieur zur Tonstudiotechnik des damaligen Süddeutschen Rundfunks (SDR) in Stuttgart. Über verschiedene Positionen stieg er 1976 zum Leiter der SDR-Hauptabteilung Hörfunk- und Fernsehbetriebstechnik auf und war später zudem Vertreter des Technischen Direktors des SDR. Zum 1. Mai 1989 berief der damalige HR-Intendant Hartwig Kelm Gerd Pohle dann zum Technischen Direktor des Hessischen Rundfunks. Unter Pohles Leitung realisierte der HR die Digitalisierung seiner gesamten Hörfunkprogramme. Der Name Gerd Pohle sei – bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2001 – „immer eng mit technischen Innovationen im Rundfunk verbunden“ gewesen, so der HR.

11.06.2018 – MK