Regelverstöße

Die US-Serie „24“ bei RTL 2 : Notizen zu einem veritablen Fernsehereignis

Von Harald Keller
26.09.2003 •

Stereotype Charaktere, schematische Dramaturgie, wiederkehrende Handlungsmuster – so oder ähnlich lauteten die Anwürfe wider US-amerikanische Fernseh­serien, seit deutsche Sender Mitte der 50er Jahre ihre Programme durch Import­ware zu ergänzen begannen. Mitunter lässt sich auch heute noch gelegentlich ein Nachhall dieser Pauschalurteile ausmachen, der allerdings kaum auf eigener Anschauung beruhen kann. Denn was das filmische Erzählen anbelangt, weisen US‑Serien inzwischen eine Ideenvielfalt und zugleich eine Zeitnähe auf, die das Kino – zumindest im Mainstream-Bereich – seit langem vermissen lässt.

Seitdem der Produzent Steven Bochco mit seiner grimmig-realistischen Kriminalserie „Polizeirevier Hill Street“ („Hill Street Blues“, NBC) 1981 eine neue Spielart des seriellen Dramas etablierte und (so ein Buchtitel des Medienwissenschaftlers Robert J. Thompson) „Television‘s Second Golden Age“ einläutete, haben der für außergewöhnliche Produktionen bekannte Pay-TV-Kanal Home Box Office (HBO), aber auch die frei empfangbaren kommerziellen US-Sender eine Fülle origineller Serienentwürfe realisiert, von denen einige in Deutschland kaum zur Kenntnis genommen wurden oder erst gar nicht zur Aufführung gelangten.

Selbst innerhalb einer Serienstaffel sind überraschende Experimente möglich: So erlaubten sich die Macher der Krankenhausserie „Chicago Hope“ (CBS) eine in Schwarzweiß gedrehte Hommage an Alfred Hitchcock. Eine Episode von „Buffy – Im Bann der Dämonen“ (WB) blieb fast gänzlich ohne Dialoge, die Teen-Soap „Popular“ wurde für 45 Minuten zum Musical. Und „Emergency Room“ (NBC) machte 1997 Schlagzeilen, als eine komplette Folge nicht gefilmt, sondern live übertragen wurde – in Echtzeit sozusagen.

Uhrwerk

Echtzeit lautet auch das Stichwort für die momentan wohl avancierteste Serienproduktion: „24“ (Fox), kreiert von den Autoren Robert Cochran und Joel Surnow für Imagine Entertainment, 20th Century Fox Television und Real Time Productions. „24“ umfasst je Staffel 24 Episoden; jede 60-minütige Episode entspricht 60 Minuten im Leben der Protagonisten. In der Summe gibt die Serie die Ereignisse eines einzigen Tages wieder. Um dieses Zeitmaß einzuhalten, wurden die im kommerziellen Fernsehen kaum vermeidbaren Blöcke aus Werbung und Programmhinweisen in den Drehbüchern entsprechend berücksichtigt. Eine Ausnahme bildete der Pilotfilm der zweiten Staffel – dort fungierte der Autohersteller Ford als Hauptsponsor, der nur am Anfang und am Ende der Episode zwei zirka dreiminütige Webefilme platzierte, in denen er seine gesamte Produktpalette vorstellte. Bemerkenswert dabei, dass in den Ford-Spots mit Zeiteinblendungen und Splitscreen-Effekten unverkennbar auf die besondere Ästhetik der Serie Bezug genommen wurde. Bei der Wiederholung der Folge wurde die Werbung im herkömmlichen Stil platziert und das daraus entstehende zeitliche Problem unter anderem dadurch gelöst, dass mehrere zuvor vollformatige Szenen im Splitscreen-Format parallel gezeigt wurden.

Unterschiedliche gesetzliche Werberegelungen bewirken, dass es auch in anderen Ländern zu Zeitverschiebungen kommt. In Deutschland sind nur zwölf statt zwanzig Werbeminuten erlaubt, die britische BBC zeigte „24“ ganz ohne Unterbrechungen. Beides bedingt eine entsprechend kürze Ausstrahlungszeit der eigentlich 60-minütigen Folgen. Was aber erstens der Faszination keinen Abbruch tut und zweitens an der Prämisse nichts ändert: Die gezeigten Ereignisse laufen in Realzeit ab. Dieses dramaturgische Konstrukt erfordert ein Höchstmaß an Präzision bei Handlungsentwurf, Inszenierung und Schnitt. Besonders die Einhaltung der Kontinuität erwies sich als große Herausforderung: Die Drehzeit einer Staffel dauert neun Monate. In dieser Zeit mussten die Darsteller ihr Aussehen akkurat beibehalten.

Das handwerkliche Können der Beteiligten verdient umso mehr Hochachtung, als regelmäßig irreführende Storylines in Umlauf gebracht wurden, um vorzeitige Enthüllungen zu unterbinden. Eine zusätzliche Schwierigkeit entstand, weil die Pilotfolge der ersten Staffel auf Anweisung des Senders Fox noch kurzfristig geändert werden musste. Ursprünglich war dort die Explosion einer Boeing 747 dargestellt worden; derartige Bilder mochte man dem Publikum nach den Ereignissen vom 11. September 2001 – die Serie startete in den USA am 6. November 2001 – nicht mehr zumuten.

Ausgangspunkte

Das ihnen auferlegte Modell scheint die Kreativität der Autoren nicht eingeschränkt, sondern, im Gegenteil, beflügelt zu haben – die Handlungsfülle und die voller Bedacht hergestellte dramaturgische Dichte von „24“ sind schier atemberaubend. Obgleich das Primat ausdrücklich einer straffen, spannenden Erzählung galt, wurde die Serie mit überzeugenden Charakteren bevölkert und mit vielerlei Hintergründen versehen. In Deutschland zeigte RTL 2 die Serie, die ein veritables Fernseh­ereignis ist, vom 2. bis 28. September jeweils dienstags, freitags und sonntags im Doppelpack (ab 20.15 Uhr, jeweils zwei Folgen hintereinander). Folge 1 von „24“ beginnt exakt um Mitternacht, am Tag der kalifornischen Präsidentschaftsvorwahlen. Eine Meldung aus Kuala Lumpur setzt die Maschinerie des US-Geheimdienstes in Gang. Jack Bauer (Kiefer Sutherland) ahnt noch nicht, in welchem Maß er von den Vorgängen betroffen sein wird. Er verbringt den Abend mit seiner Familie, sitzt mit Tochter Kim (Elisha Cuthbert) bei einem Brettspiel zusammen, schickt sie ins Bett, wendet sich seiner Frau Teri (Leslie Hope) zu. Aus dem Dialog ergibt sich: Der Familienzusammenhalt ist eben erst wiederhergestellt worden und immer noch brüchig.

Die größte Prüfung allerdings steht noch bevor: Erst wird Kim entführt, dann auch ihre Mutter. Die Verbrechen stehen in Zusammenhang mit Jack Bauers Beruf. Er ist Leiter der Antiterroreinheit CTU und erfährt gerade in dieser Nacht, dass ein Attentat auf Senator David Palmer (Dennis Haysbert) geplant ist. Der liberale afroamerikanische Politiker hat gute Aussichten, demokratischer Präsidentschaftskandidat zu werden. Bauer erhält den Auftrag, die Hintermänner des Komplotts ausfindig zu machen. Aber eben die haben seine Tochter und seine Ehefrau in ihrer Gewalt und drohen mit deren Ermordung, sofern Bauer nicht tut, wie ihm geheißen. Denn in den Plänen der Verschwörer kommt ihm eine entscheidende Rolle zu. Bauer ist fortan nahezu auf sich allein gestellt – nachdem er gegen korrupte Kollegen ermittelt hat, weiß er nicht, wem innerhalb der Geheimdienste er noch vertrauen kann. Außerdem wird er permanent von den Verbrechern überwacht. Offenbar verfügen die über einen Informanten innerhalb der Abteilung. Vielleicht gar über mehrere.

Während Bauer verzweifelt nach Möglichkeiten sucht, sowohl das Attentat zu verhindern als auch das Leben seiner Angehörigen zu retten, spielt sich in Palmers Hauptquartier ein gesondertes Drama ab. Palmers Tochter Nicole (Megalyn Echikunwoke) wurde einige Zeit zuvor Opfer einer Vergewaltigung. Der Täter kam kurz darauf unter ungeklärten Umständen ums Leben. Palmers Sohn Keith (Vicellous Reon Shannon) steht im Verdacht, in die Sache verwickelt zu sein. Palmers Ehefrau Sherry (Penny Johnson Jerald) möchte in Anbetracht der bevorstehenden Wahlen um jeden Preis verhindern, dass die Affäre publik wird und gerät darüber in Streit mit ihrem Mann, der Lügen und Manipulationen ablehnt.

Zeitfaktoren

Die fortlaufenden Zeiteinblendungen gegen Ende jeder Folge werden von einem dumpfen Pochen begleitet – eine unmissverständliche Aussage: Jede Sekunde, die verrinnt, erhöht die Bedrohung. Die „24“-Autoren bedienen sich somit eines altbekannten Prinzips, um Spannung zu erzeugen. Alle Beteiligten, die Antagonisten eingeschlossen, befinden sich in einem permanenten Wettlauf gegen die Zeit. Leser und Kinogänger kennen dergleichen zum Beispiel aus dem ähnlich funktionierenden Thriller „Der Schakal“ von Frederick Forsyth. Darin schildert der Bestsellerautor, wie ein professioneller Killer ein Attentat auf General de Gaulle vorbereitet, während parallel die über den Anschlag informierten Behörden versuchen, den Mörder zu finden und das Verbrechen zu vereiteln. In Forsyths Roman und ähnlichen Thrillern bildet das Attentat den Schlussakt. Gerade darin aber unterscheidet sich „24“ vom bekannten Muster – die Intrige ist wesentlich breiter angelegt.

Die Thematisierung von Zeit bleibt indes nicht auf den dramaturgischen Faktor beschränkt. Eigentümlich für die Serie ist der punktuelle Einsatz der Splitscreen-Technik, bei der zwei oder mehr Bilder nebeneinander zu sehen sind. Das Verfahren dient gelegentlich dazu, den Betrachter auf positive Weise zu irritieren: Wenn dasselbe Geschehen aus mehreren Perspektiven gezeigt wird – bei jedem Take waren mindes­tens zwei Kameras im Einsatz –, erhebt sich die Frage, ob eine davon womöglich die Sicht eines verborgenen Beobachters wiedergibt. Womit im selben Zug die Rolle des Zuschauers selbst angesprochen wird ... Zugleich ermöglicht das Splitscreen-Verfahren, in dem ansonsten konsekutiv strukturierten Medium Film gleichzeitig ablaufende Ereignisse nebeneinander zu zeigen. Dabei geht es nicht, wie beispielsweise im Dokumentarfilm über das Woodstock-Festival, ausschließlich um einen imposanten visuellen Effekt. In „24“ verweist das Stilmittel auf eines der zentralen Themen dieser Serie: die Simultanität. Diese auch in der häufigen Verwendung von Mobiltelefonen und allen erdenklichen Computer-Anwendungen sich äußernde Betonung von Gleichzeitigkeit verbildlicht die kompliziert verzahnten Abläufe innerhalb einer westlichen Gesellschaft, die längst auch den privaten Bereich betreffen.

Als geschlossene Erzählung genommen, lässt sich „24“ (in Deutschland 2002 auch bei der Cologne Conference zu sehen; vgl. FK 24/02) ohne weiteres als moderne Parabel interpretieren. Agent Bauer mag Verbrecher dingfest machen und Leben retten – verlorene Zeit kann er nicht zurückgewinnen. In keiner der beiden Staffeln dieser Serie gibt es ein Happy-End von der Art, wie es die Protagonisten eines Hollywood-Films üblicherweise erwarten dürfen. Jack Bauer, von Kiefer Sutherland exzellent gespielt, hat dunkle Punkte in seiner Vergangenheit und macht eine purgatorische Erfahrung durch, an deren Ende jedoch nicht die Erlösung wartet. Damit einher geht, in der zweiten Staffel extremer noch als in der ersten, eine physische wie psychische Dekomposition der klassischen Heldenfigur, die, zumindest teilweise, gegen den ausdrücklichen Widerstand des Senders Fox durchgesetzt werden musste. Bauer nimmt, so viel darf man verraten, eine schwere Bürde mit in die zweite Staffel und erweist sich spätestens dann als ausnehmend ambivalenter Held. Im Zuge der Geschichte mehren sich die Zeichen, dass Bauer sein Engagement nicht überleben wird. Dass inzwischen eine dritte Staffel abgedreht wurde, bietet diesbezüglich keine Gewähr: Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Serienheld durch eine andere Figur ersetzt wird.

Politik

Die in den USA bisher ausgestrahlten Staffeln von „24“ übertrugen innen- wie außenpolitische Entwicklungen der jüngsten Vergangenheit in die Fiktion. Ein Attentats­versuch gegen einen schwarzen Präsidentschaftskandidaten ist kein unrealistisches Szenario, ebenso wenig die angedeutete Verwicklung gewisser Geheimdienststellen. Aber die Ermittlungen der CTU bringen noch anderes zutage: Jack Bauer wie auch der bedrohte David Palmer waren als Militärs an einer Aktion im Kosovo beteiligt. Die zweite Staffel, wenngleich lange Zeit vorher konzipiert, erschien bizarrerweise sogar wie ein kritischer Kommentar zur politischen Entwicklung zu Beginn des Jahres 2003. Der Plot: Als bekannt wird, dass ein Selbstmordkommando in Los Angeles eine Atombombe zünden will, geraten – durchaus begründet – als erstes arabische Extremisten in Verdacht. Während die CTU-Agenten die Konspirateure auszumachen versuchen, sieht sich der amtierende Präsident mit Forderungen seines Kabinetts und seiner Generäle konfrontiert, einen militärischen Vergeltungsschlag gegen die nach den vorliegenden Beweisen offensichtlich verantwortlichen ‘Verbrecherstaaten’ im Nahen Osten zu führen.

Es entbehrt nicht der Ironie, dass „24“ zu einer Art Korrektiv der Nachrichtensendungen des Fox-Networks wurde, dessen Journalisten im Sinne der Bush-Regierung Propaganda zugunsten des Irak-Kriegs betrieben, während die Autoren der ebendort ausgestrahlten Serie „24“ ein ungleich differenzierteres Bild zeichneten, indem sie beispielsweise die ideellen Unterschiede zwischen dem Gros der Koran-Gläubigen und den wenigen irregeleiteten Fanatikern prononciert zur Sprache brachten – ohne gestelzte politische Korrekheit, aber durchaus mit aufklärerischem Appeal. Mehr noch, im Lauf der Serie wurde unverhohlen ausgesprochen, wer von einem Krieg im Nahen Osten am meisten profitiert: die US-amerikanischen Ölgesellschaften.

Was die Einarbeitung politischer und gesellschaftlicher Vorgänge anbelangt, sind US-Fernsehserien den deutschen weit voraus. Die dortigen Autoren schildern Zustände, vermitteln Denkanstöße, üben Zeitkritik. Damit entspricht die serielle Fernseherzählung heute dem zeitkritischen Roman des 19. Jahrhunderts, als Autoren wie Balzac, Dickens und andere reale Ereignisse in ihre Romane einfließen ließen – die bekannt­lich oftmals zunächst in Fortsetzungsform und erst danach als Buch publiziert wurden. Überdies lässt sich in US-Serien wie „Benson“ (ABC), „Hier kommt Bush!“ („That’s My Bush“, Comedy Central) sowie „The West Wing“ (NBC) und anderen – wie auch in US-amerikanischen Kinofilmen – ein hierzulande kaum denkbarer, erfrischend unbefangener Umgang mit politischen Ämtern und Institutionen ausmachen, der nicht per se als Trivialisierung eingestuft werden kann. Nimmt man im Vergleich Helmut Kohls seinerzeitige Reaktion auf Philipp Grönings Spielfilm „Die Terroristen“ (1992) oder die verkrampfte Kanzlergattinnenschelte für die ohne Frage belanglose Sitcom „Wie war ich, Doris?“ (RTL), äußert sich hier doch eine im Grunde sehr erfreuliche Respektlosigkeit, die der Fiktion spannende Möglichkeiten eröffnet.

Stimmbruch

In Joel Schumachers aktuellem Kinothriller „Nicht auflegen!“ droht ein anonymer Heckenschütze dem Benutzer einer New Yorker Telefonzelle, ihn zu erschießen, sobald er den altertümlichen Glaskasten verlässt. Der Täter und sein Opfer stehen telefonisch in Verbindung, und es ist nicht zuletzt die eindringliche Stimme des Fremden, die seinem Opfer so zusetzt.

Diese besondere Stimme gehört dem Schauspieler Kiefer Sutherland, der in „Nicht auflegen!“ hauptsächlich akustisch präsent ist und nur am Ende kurz ins Bild tritt. Auch in „24“ definiert Sutherlands kehliges Organ die Rolle des Jack Bauer, diesen introvertierten Charakter, dessen wortkarges Brüten jählings in unfassbare Gewalt umschlagen kann. In der deutschen Fassung allerdings ist diese Stimme nicht zu hören, sondern die von Tobias Meister, der unter anderem auch Brad Pitt, Sean Penn und Tim Robbins synchronisiert. So kommt es etwa, dass man ihn am 8. September sowohl auf Pro Sieben in „Die Verurteilten“ und bei RTL 2 in „24“ hören konnte. Als Folge solcher Dauereinsätze beginnen sich die verschiedenen Images im Kopf des Zuschauers zu überlagern, die Illusion nimmt Schaden, der Spaß wird getrübt. Kein Einzelfall – einige der „24“-Synchronsprecher sind bei mehreren Serien hierzulande beschäftigt und tönen nicht nur mehrmals wöchentlich, sondern zum Teil mehrmals täglich aus dem Fernsehlautsprecher.

Besonders störend ist, wenn die Figuren durch eine andere Stimmlage ihren ursprünglichen Charakter verlieren. Nina Myers (Sarah Clarke) spricht in der Originalfassung von „24“ emotionsarm, knapp, hart, in Deutschland dagegen mädchenhaft weich – und ist damit nicht mehr dieselbe. Obwohl auch beim gewöhnlichen Publikum immer häufiger entsprechende Klagen laut werden, ist auf Seiten der ausführenden Studios und der zuständigen Redaktionen noch kein Problembewusstsein dafür festzustellen. Hannes Gräbner, bei RTL 2 als PR-Referent für „24“ zuständig, weiß zwar sonst wenig über die Serie zu erzählen, aber doch dies: „So viele gute Stimmen gibt es auch gar nicht, dass jeder Schauspieler der Welt seinen persönlichen Synchronsprecher hat. Das geht ja gar nicht.“

Es ist, wie so vieles, schlicht eine Kostenfrage. Und bei der Synchronisation wird eben besonders gern mit dem Pfennig gefuchst, so dass sich die Studios zu Dumping-Preisen, ergo Qualitätsminderung gezwungen sehen. Andererseits wird unter Programmverantwortlichen oft gerätselt, warum eine Kaufserie, wie es so schön heißt, beim deutschen Publikum „nicht funktioniert“. Manchmal hilft es schon, wenn man einfach mal die Ohren spitzt.

• Text aus Heft Nr. 39/2003 der Funkkorrespondenz (heute: Medienkorrespondenz)

26.09.2003/MK

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