Deutschlandfunk hat neue Sendereihe gestartet: „Das Hörspielmagazin“

07.07.2015 •

Der Deutschlandfunk (DLF) hat am 4. Juli die Sendereihe „Das Hörspielmagazin“ gestartet. Alle vier Wochen, jeweils am ersten Samstag des Monats gegen 21.00 Uhr, wird in dem Magazin über Neuigkeiten aus der Hörspielszene berichtet. Es läuft im Anschluss an die Übernahme des von der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste ausgelobten „Hörspiels des Monats“, das jetzt samstags seinen festen Termin hat (ab 20.05 Uhr) und somit nicht mehr je nach Sendelänge am ersten Dienstag oder Samstag des Monats im DLF-Programm platziert wird.

Sabine Küchler, Hörspielchefin des Deutschlandfunks, moderierte am 4. Juli die rund einstündige Auftaktsendung des neuen Formats im Anschluss an das Hörspiel „Orpheus in der Oberwelt“ des Autorenkollektivs andcompany&Co. Das Stück war im April von der Jury der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste zum Hörspiel des Monats gewählt worden (vgl. MK 10/15). Im DLF-„Hörspielmagazin“ gab es nach der Ausstrahlung von „Orpheus in der Oberwelt“ zunächst ein Gespräch mit der Dramaturgin des Stücks, der WDR-Redakteurin Isabel Platthaus. Anschließend wurde im Gespräch mit den Herausgebern Ulrike Janssen und Norbert Wehr die Hörbuch-Edition „Die gebrannte Performance“ des vor zehn Jahren verstorbenen Lyrikers Thomas Kling vorgestellt. Danach interviewte DLF-Feature-Redakteurin Tina Klopp Sarah Geis, die Geschäftsführerin des in Chicago stattfindenden Third Coast International Audio Festival (TCIAF), zur boomenden Podcast-Szene Nordamerikas. Und zum Schluss porträtierte Michael Langer den Hörspielautor Ror Wolf, der am 7. Juli in Leipzig für sein Lebenswerk mit dem Günter-Eich-Preis ausgezeichnet wurde.

Michael Langer war auch der Moderator der Sendereihe „Cinch – Ihre Verbindung zur akustischen Kunst“, die beim Deutschlandfunk seit 2010 auf dem gleichen Samstagssendeplatz den „Hörspielkalender“ abgelöst hatte. „Cinch“ war ein Magazin, das jahrelang nur die Hintergrundberichterstattung zum DLF-Hörspielprogramm des Folgemonats lieferte und dem man bisweilen anhörte, dass es nichts kosten durfte, weil eben kein Etat dafür vorhanden war. Das hat sich jetzt geändert. Und so will man nun auch „den Blickwinkel auf das Hörspielgeschehen in der Welt öffnen“, wie es die optisch-geometrisch inspirierte Pressemitteilung des DLF zum „Hörspielmagazin“ verspricht.

07.07.2015 – MK