Nachrichtenformat „RTL direkt“ mit startet am 16. August

11.08.2021 •

Beim privaten Fernsehsender RTL startet am 16. August das neue Nachrichtenformat „RTL direkt“, das von Jan Hofer, dem früheren Chefsprecher der ARD-„Tagesschau“, moderiert wird. Die 20-minütige RTL-Sendung wird von montags bis donnerstags jeweils in der Zeit von 22.15 bis 22.35 Uhr live ausgestrahlt und in Berlin produziert. Mit „RTL direkt“ will der Sender nach eigener Darstellung „mit Studiogästen sowie einem Reporterteam einen umfassenden Blick“ bieten „auf die Themen, die Deutschland bewegen“. Das neue Magazin wird in den ersten Wochen der 71-jährige Jan Hofer präsentieren, der Ende 2020 bei der ARD ausgeschieden war. Ab dem Herbst wird sich Hofer dann bei der Moderation von „RTL direkt“ mit der 43-jährigen Pinar Atalay abwechseln. Die frühere Moderatorin der ARD-„Tagesthemen“ arbeitet seit dem 1. August exklusiv für RTL (vgl. MK-Meldung).

Sein neues Nachrichtenformat lässt RTL an den vier Sendetagen pro Woche parallel zu den ARD-„Tagesthemen“ laufen, die ebenfalls um 22.15 Uhr beginnen, aber 35 Minuten lang sind und somit bis 22.50 Uhr dauern. Damit greift der Privatsender das öffentlich-rechtliche Nachrichtenmagazin an, was auch zusätzliche Konkurrenz um Live-Interviews etwa mit Politikern bedeuten wird. Jan Hofer und künftig auch Pinar Atalay präsentieren mit „RTL direkt“ eine Sendung, die gegen die „Tagesthemen“ läuft, für die beide zuvor vor der Kamera gestanden hatten; Pinar Atalay als Moderatorin, Jan Hofer als Sprecher des Nachrichtenblocks innerhalb der „Tagesthemen“.

Programmiert gegen die ARD-„Tagesthemen“

Die Sendung „RTL direkt“ ist eines von mehreren neuen Formaten, mit denen der Sender seinen Informationsanteil im Programm signifikant ausbauen will. Seit dem 2. August (Montag) gibt es nun auch die im April angekündigte zusätzliche Ausgabe von „RTL aktuell“, die seither von montags bis freitags in der Zeit von 16.45 bis 17.00 Uhr ausgestrahlt wird. Die Hauptausgabe von „RTL aktuell“ läuft weiterhin um 18.45 Uhr. Ab September gehört Pinar Atalay dann auch zum Moderationsteam von „RTL aktuell“, neben Peter Kloeppel, Charlotte Maihoff, Christopher Wittich Maik Meuser und Anna Fleischhauer.

Redaktionsleiter von „RTL direkt“ ist der bisherige RTL-Chefkorrespondent und Moderator Lothar Keller, 56. Seit 1996 arbeitet Keller in verschiedenen Positionen für RTL. Zuvor war er ab 1993 für die Privatsender Vox und Sat 1 tätig. Bei Vox startete Lothar Keller als Volontär seine berufliche Laufbahn nach Abschluss seines Studiums (Romanistik, Geschichte und Kunstgeschichte). Anschließend ging er zum Konkurrenzsender Sat 1, wo er Chef vom Dienst und stellvertretender Redaktionsleiter im Sat-1-Landesstudio Baden-Württemberg war. Als Keller 1996 zu RTL kam, war er dort zunächst Redakteur und Reporter bei „RTL aktuell“. Seit dem Jahr 2000 ist er für den Sender als politischer Korrespondent in Berlin tätig. Von 2006 bis 2016 moderierte Keller zusätzlich Ausgaben von „RTL aktuell“, vor allem die Ausgaben am Samstag und Sonntag. 2017 wechselte Keller ins Moderationsteam des „RTL-Nachtjournals“.

Als sogenannte Sendechefs wurden für „RTL direkt“ Waleska Niermann und Jan Liebold verpflichtet. Die 35-jährige Niermann arbeitete bisher als Redaktionsleiterin und Reporterin bei der Final Frame Content GmbH, die unter anderem auch für RTL und den zur RTL-Gruppe gehörenden Nachrichtensender ntv Beiträge für News- und Boulevardformate produziert. Von 2012 bis 2018 war Niermann bereits für die RTL-Gruppe tätig; in deren Berliner Hauptstadtstudio war sie Chefin vom Dienst und Leiterin des sogenannten VIP-Teams.

Jan Liebold, 40, kommt vom Norddeutschen Rundfunk (NDR), wo er 2007 als Volontär begann. Anschließend arbeitete er für den öffentlich-rechtlichen Sender als Reporter (unter anderem erstellte er Beiträge für ARD-Nachrichtenformate). Ab 2017 war Liebold beim NDR als Chef vom Dienst und Redakteur für die Zulieferungen des Senders vor allem für ARD-Nachrichtensendungen sowie für „Brennpunkt“-Ausgaben zuständig; außerdem war er für das Investigativ-Ressort des NDR im Einsatz, in dem auch der Rechercheverbund von NDR, WDR und „Süddeutscher Zeitung“ angesiedelt ist.

11.08.2021 – vn/MK

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