3sat-Strukturreform: Täglich Kultur- und Kinderprogramm

07.04.1995 •

Das Programm von 3sat, das „gemeinsame Satellitenprogramm des deutschen Sprachraums“ von ZDF, ARD, ORF und SRG, erhält zum 1. Oktober 1995 ein neues Programmschema. Das werbefreie öffentlich-rechtliche Programm aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, zu dem neben dem deutschen Gründungsmitglied ZDF als Programmanbieter seit dem 1. Dezember 1993 auch die ARD gehört (vgl. FK-Heft Nr. 29/93), will nach mehr als einem Jahr gemeinsamer Programmerfahrung im Viererverbund für eine Verbesserung des 3sat-Angebots sorgen.

Kernpunkt der Schemareform des Senders ist die Einführung eines werktäglichen Kulturmagazins in der Primetime (19.25 bis 20.00 Uhr). Dieses Magazin soll von einer gemeinsamen Redaktion aller vier 3sat-Partner live produziert werden; am Samstag soll es vorproduzierte Feature-Ausgaben ge­ben. Der Themenauswahl liege ein umfassender Kulturbegriff zugrunde, der das gesamte Spektrum zwischen Hochkultur, Alltagskultur und Avantgarde abdecken solle, heißt es seitens des ZDF.

Die Einführung eines neuen Sendeplatzes für Kinderprogramme ist eine weitere Neuerung im Programmschema. Das „gewaltfreie Qualitätsprogramm für Kinder“ soll montags bis freitags zwischen von 18.15 bis 19.00 Uhr gesendet werden. Weitere Schemaplätze für Kinder an Werktagen sind: morgens von 7.00 bis 8.00 Uhr, mittags von 12.30 bis 13.30 Uhr und sonntags von 16.30 bis 17.30 Uhr. Das Hauptabendprogramm nach 20.15 Uhr wird künftig mit Dokumentationen, Dokumentarfilmen und Fernsehspielen beginnen. Der Samstag soll wie bisher ab 20.15 Uhr für Schauspiel, Oper, Ballett und Konzert reserviert sein; dies sei ein „in der gesamten deutschsprachigen Fernsehlandschaft einmaliges“ Angebot des öffentlich-rechtlichen Qualitätsfernsehens, so das ZDF.

• Text aus Heft Nr. 14/1995 der Funkkorrespondenz (heute: Medienkorrespondenz)

07.04.1995 – FK

Print-Ausgabe 21/2020

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