USA: Die Erfolgsserie „Roots“ wird neu verfilmt

11.05.2015 •

„Roots“ ist eine der meistgesehenen Serien im US-amerikanischen Fernsehen. Es ging in der Produktion um die Thematik Sklaverei und Rassismus. Die Serie wurde in den USA im Jahr 1977 mit acht Folgen vom Network ABC ausgestrahlt und mit neun Emmy Awards ausgezeichnet. Auch im deutschen Fernsehen, wo sie ab Februar 1978 im Ersten Programm der ARD gesendet wurde, war sie ein großer Erfolg und zog bei Publikum und Presse intensive Diskussionen nach sich. „Roots“ beruht auf dem gleichnamigen Roman von Alex Haley und folgt dem Schicksal des von Westafrika in die Vereinigten Staaten verschleppten 17-jährigen Schwarzen Kunta Kinte, der als Sklave an einen Plantagenbesitzer verkauft wurde. Auch um das Schicksal von dessen Nachkommen geht es im weiteren Verlauf.

Nach den jüngsten Ereignissen in Ferguson und Baltimore, wo es zu Rassenunruhen kam, nachdem weiße Polizisten den Tod zweier schwarzer Mitbürger verursachten, hat die Diskussion über die gleichberechtigte Behandlung der afro-amerikanischen Bevölkerung in den USA bekanntlich neue Aktualität angenommen. Schon der Kinofilm „Selma“, der im Januar dieses Jahres Premiere hatte und von der Bürgerrechtsbewegung um Martin Luther King handelt, griff das Thema auf und lieferte neuen Diskussionsstoff. Die Zeit erscheint Will Packer, dem Gründer des afro-amerikanischen Networks Bounce TV, reif dafür, die Geschichte des Sklaven Kunta Kinte neu zu erzählen. Als Produzenten der avisierten Mini-Serie fungieren neben Packer der einstige Hauptdarsteller LeVar Burton sowie Mark Wolper, der Sohn des früheren „Roots“-Produzenten David L. Wolper. Die neue Serie, so wurde in den USA vermeldet, solle simultan vom Network A&E, dem History Channel und vom Sender Lifetime ausgestrahlt werden. Die Produzenten beabsichtigten, bei ihrem Projekt eng mit Historikern zusammenzuarbeiten, um neue Erkenntnisse über die Zeitperiode, in der die Serie spielt, zu berücksichtigen.

11.05.2015 – Ev/MK