Steffen Hallaschkas „Bernd‑das‑Brot“‑Trauma

02.02.2019 •

«Ja, ob so eine Preisentscheidung dann wirklich richtig ist oder nicht, hängt im Wesentlichen auch immer an der Frage, ob man einen Preis mit nach Hause nimmt oder nicht. Deswegen noch einmal: Die Jury hat um jede einzelne Nominierung schon erbittert gestritten und gekämpft. Deswegen, liebe Nominierte, nehmen Sie das als Auszeichnung, nehmen Sie’s als Wertschätzung, auch wenn sich’s am Ende eines solchen Abends vielleicht nicht immer so anfühlt. Denn ich weiß auch wie’s Ihnen geht, natürlich! Ich war selber vor einigen Jahren mal nominiert für den Grimme-Preis. [Hallaschka macht eine Pause, es kommt zögernd Applaus auf.] Und, ja, Moment, halt! Das traurige Ende der Geschichte kommt noch. Wahre Geschichte. Ich war nominiert für den Grimme-Preis und gewonnen hat am Ende in meiner Kategorie – „Bernd das Brot“. Es ist kein Witz, so war’s, Sie können das googeln! Und am Ende eines, ehrlich, am Ende eines solchen Abends gingst du natürlich auch nach Hause und sagst dir: „Gut, beruflich bist du offensichtlich in der Kategorie Kastenbrot angekommen – was kann jetzt noch kommen?“ Und dann suchte Günther Jauch einen geeigneten Nachfolger. Es ist immer Licht am Ende des Tunnels. Also: „Lieber Brot als tot“, sag ich immer.»

Moderator Steffen Hallaschka, 47, bei der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises 2019 am 31. Januar in Düsseldorf. Seit Januar 2011 moderiert Hallaschka das Magazin „Stern TV“ (RTL), dessen Moderator zuvor 20 Jahre lang Günther Jauch war. Beim Grimme-Preis war Hallaschka 2004 für die Moderation der Politshow Kanzlerbungalow (WDR Fernsehen) nominiert.

02.02.2019 – MK
Steffen Hallaschka am 31. Januar 2019 in Düsseldorf bei der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises Foto: Screenshot

Print-Ausgabe 12/2019

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