Diskursprägende Fiktion

14.03.2018 •

«Es erscheint absurd, im Jahr 2018 noch Beispiele für Unterhaltungsprodukte aufzählen zu müssen, die einen Diskurs stärker geprägt haben als nicht-fiktionale Stücke zum gleichen Thema. Serien wie „Girls“ oder „Sex and the City“ haben mehr getan für das sexuelle Selbstbewusstsein junger Frauen als jede Doku über Frauenrechte. In den USA war es kein Essay, kein Leitartikel, sondern das Musical „Hamilton“, dem die populäre Neudefinition des amerikanischen Gründungsmythos als Immigrantengeschichte gelang. Und die Serie „Black Mirror“ macht die Schattenseiten der Digitalisierung besser erfahrbar als jedes Erklärstück über russische Twitterbots.»

Der Drehbuchautor Stefan Stuckmann in einem Beitrag für die „taz“ (Ausgabe vom 14. März 2018)

14.03.2018 – MK

Print-Ausgabe 23-24/2021

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