Die „Lindenstraße“, das Publikum und die Presse

Aus einem am 31. August auf süddeutsche.de veröffentlichten Interview mit Joachim Hermann Luger, 74, der in der ARD-Dauerserie „Lindenstraße“ (WDR) rund 33 Jahre lang die Rolle des Hans Beimer spielte und nun aus der Serie ausgestiegen ist (in der „Lindenstraßen“-Folge vom 2. September starb Hans Beimer):

Frage: Hatten Sie das Gefühl, mit Ihrem Engagement zur bundesdeutschen Aufklärung beizutragen?

Joachim Hermann Luger: Auf jeden Fall. Wir hatten mit meinem Filmsohn die erste Figur mit Down-Syndrom in der Serie. Und sehr viel früher noch, als Helga und Hans Beimer noch zusammen waren, trat ein spastisch Gelähmter in der Serie auf. Auch bei gesellschaftlich heiklen Themen wie Demenz, Bipolarität, Aids – da hatte die „Lindenstraße“ früh aufklärerische Wirkung. Ich fand das gut, dass diese Serie so gegen den Strich gebürstet war, gegen die allgemeine Gefühlsduselei. Das war spannend. Und das Publikum hat das ja entgegen der Presse stets goutiert.

03.09.2017 – MK
Joachim Hermann Luger alias Hans Beimer mit Marie-Luise Marjan (links) und Irene Fischer (seinen beiden „Lindenstraßen“-Ehefrauen Helga bzw. Anna) Foto: da/MK

Print-Ausgabe 24/2018

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