Der Grimme-Preis und der normale Bürger

02.06.2017 •

«Vor vielen Jahren haben wir im Rat beantragt, dass unsere Vertreter in den Gremien des Grimme-Institutes anstreben sollen, dass eine deutlichere Zahl Marler Bürger an den Verleihungen der Grimme-Preise im Theater der Stadt teilnehmen kann. Davon haben wir nie wieder etwas gehört. An diesem ärgerlichen Missverhältnis hat sich in den letzten Jahrzehnten also nichts geändert. Der normale Bürger ist und bleibt ausgeschlossen, hat keine Chance am Grimme-Preis-Verleih teilzunehmen. Uns ist bekannt, dass viele Politiker und auch Verwaltungsmitarbeiter jedes Jahr eingeladen werden. Die exakte Zahl bitten wir sie zu benennen, wenn es nicht anders geht, zu Protokoll.»

Friedrich H. Dechert am 6. April 2017 im Rat der Stadt Marl, der an diesem Tag in seiner Sitzung die Aufstockung der Gesellschafteranteile der Stadt am Grimme-Institut billigte. Dechert ist seit 1994 Ratsmitglied für die damals gegründete „Bürgerliste Wir für Marl“ und seit 2001 deren Fraktionsgeschäftsführer.

02.06.2017 – MK

Marl-Zentrum mit Rathaus

Foto: da/MK