Die Strobl-Papiere

ARD-Programmreformpläne: Merkantile Absichten wider öffentlich-rechtliche Legitimation

Von Dietrich Leder
19.08.2021 •

Vor einigen Wochen hat die neue ARD-Spitze um die seit dem 1. Mai amtierende Programmdirektorin Christine Strobl Pläne zur Reform des Ersten Programms und der ARD-Mediathek vorgelegt, die in Redaktionen der ARD-Häusern für eine heftige Diskussion sorgten. Vor allem die geplante Verlegung des wöchentlichen Auslandsmagazins „Weltspiegel“ vom angestammten Platz am Sonntagvorabend auf den späteren Montagabend erzeugte heftigen Protest (vgl. diese MK-Meldung und diese MK-Dokumentation). Doch die Diskussion um den „Weltspiegel“, so wichtig sie auch ist, darf nicht davon ablenken, dass die Pläne von Christine Strobl und ihrer beiden Mitverfasser Florian Hager (Channel-Manager der ARD-Mediathek) und Oliver Köhr (ARD-Chefredakteur) mittelfristig das Angebot des Ersten Programms gravierend ändern sollen. Und das gilt es zu diskutieren.

Vorab: Die Lektüre der internen Papiere, die von der ARD-Programmdirektion den Intendanten zum Thema Reform vorgelegt wurden, ist kein Vergnügen. Das liegt daran, dass es in den Texten von abstrakten Begriffen wie „digitaler Impact“, „Finalisieren“, „Gesprächswert“, „Infoversprechen“, „Mengengerüst“, „Portfolio“, „Publikumsabdeckung“, „Ressourcenplanung“, „Workflow“ und – besonders schon – „Köpfe-Management“ nur so wimmelt. Als einst der öffentlich-rechtliche Rundfunk geschaffen wurde, borgte man sich die Begriffe aus Religion und Philosophie, so dass es zu „Sendungen“ kam und „Programmen“. Heute bedient man sich der internationalen Managementsprache, mit der Stahl, Weizen und Mode verkauft werden und im kommerziellen Fernsehen auch Filme, Nachrichten, Serien und Sport. Wer sich dieser in der Regel sinnfreien Begriffe bedient, verrät, dass er merkantile Absichten hat. So etwas wie Aufklärung, Bildung und Kultur kann in solchen Begriffen nicht dargestellt werden. Das kann man als Zweck dieses Sprachgebrauchs bezeichnen.

Seeschlachten mit Spielzeugschiffchen

Wer das nicht glaubt, lese folgenden Satz aus den Strobl-Papieren: „Das Kulturimage von Arte und 3sat muss stärker auf die ARD einzahlen.“ Kulturprogramme werden hier weder inhaltlich noch formal betrachtet, sondern allein als Image, das in merkantilen Kategorien („einzahlen“) beurteilt wird. Gemeint ist damit, dass deutlich werden soll, dass die ARD mit Kultur nichts mehr anfangen will, dass diese an Arte und 3sat delegiert wird, wo sie aber als Leistung der ARD deutlich werden soll. Warum? Weil nur so die Legitimität durch den Rundfunkbeitrag erbracht wird. Im Klartext wird hier vom Gedanken Abschied genommen, dass das Erste ein Vollprogramm ist, zu dem Bildung und Kultur wie Information und Unterhaltung gehören.

Am häufigsten taucht in den Papieren der Begriff „Strategie“ auf. Das beginnt beim hochtrabenden Vorlagen-Titel „Programm- und Flottenstrategie“, der eher an die Badewannenspiele alternder Seebären denken lässt, die Seeschlachten mit Spielzeugschiffchen schlagen, als an gegenwärtige Gedanken zu einem nicht unrelevanten bundesweiten Fernsehprogramm. Dass dafür sogar eine feste Stelle namens „Flottenmanagement“ für „vorerst drei Jahre“ in der ARD-Programmdirektion in München geschaffen werden soll, deutet zum einen an, dass es Christine Strobl um einen gediegenen Machtzuwachs geht. Zum anderen beweist die eher kurze Vertragszeit von „vorerst drei Jahren“, dass man in der ARD die Zukunft allein im engen Horizont jener Verträge denkt, die mit Programmdirektorinnen und Intendanten auf fünf oder sechs Jahre geschlossen werden. Je häufiger der Begriff „Strategie“ verwendet wird, desto deutlicher wird, dass das, was da nun als Reform aufgetischt wird, nur kurzfristig gedacht ist.

Eine Logik, die auf hohe Klickzahlen abzielt

Das spiegelt sich in den in den Papieren aufgeführten Absichten wider, denn hier wird oft nur nachgeholt, was bislang verabsäumt wurde, was sich insbesondere am Beispiel der ARD-Mediathek zeigt, die nun erstmals als ein eigenes und nicht nur das lineare Programm flankierende Angebot ernst genommen wird. Denn die Mediathek soll zukünftig nicht nur der Funktion dienen, verpasste Sendungen des linearen Programms aller ARD-Sender inklusive der mit Partnern betriebenen Programme Arte, 3sat und Kika nachholen zu können. Sie soll durch vorab präsentierte Sendungen nach dem Motto „Web First“ eine autonome Attraktivität gewinnen und sie soll Zielgruppen ansprechen, die mit dem (linearen) Ersten Programm nicht oder zu wenig erreicht werden.

Klar, es werden in diesem Zusammenhang auch die „jüngeren Zielgruppen“ genannt, die lange Zeit von der ARD ignoriert wurden; gemeint sind aber vor allem gesellschaftliche Gruppen, die nicht mehrheitsfähig sind. Denn das Erste soll sich durch „starke, relevante Gemeinschafstangebote für die ganze Bevölkerung“ auszeichnen, während „zielgruppengerechte Angebote“ in die Mediathek ausgelagert werden sollen. Letztere waren im Lauf der Geschichte des Ersten Programms erst in den späteren Abend gewandert, dann an die Dritten und später an die Kultur-, also an Spartenprogramme delegiert worden; nun landen sie in der Mediathek, wo sie dann als „Erfolgsfaktor“ bezeichnet werden – ein Begriff, dem gleichsam schon das Scheitern dieser „Strategie“ eingerechnet ist.

Die Ziele nämlich, die von den Strobl-Papieren für die Mediathek ausgegeben werden, gleichen denen für das Erste wie ein Ei dem anderen. Denn: „Die Logik der Mediathek erfordert hier ein regelmäßiges Hochglanzangebot. Insofern sind die Angebote für hochwertige relevante Dokus/Dokuserien und regelmäßige konkurrenzfähige fiktionale Serien auszubauen […].“ Diese Logik, die auf hohe Klickzahlen (und also Quantität) abzielt, ist mit der, die beim linearen Fernsehen hohe Einschaltquoten erreichen soll, identisch. Warum die immer wieder apostrophierten jüngeren Zuschauer aber das in der Mediathek suchen sollen, was sie im linearen Programm des Ersten ignorieren, bleibt ein Rätsel. Dass eine Mediathek ihr Angebot nicht allein an aktuellen Ergebnissen messen sollte, sondern an dem, was auch langfristig erreicht wird, wird nicht erwähnt. Über eine Idee, der zufolge die Mediathek durch ihre Archivfunktion auch einen Bildungsauftrag erfüllt, indem es die Information auch über das Medium Fernsehen und seine öffentlich-rechtliche Geschichte ermöglicht, wird noch nicht einmal nachgedacht.

Die ARD imitiert das ZDF

Die Änderungen, die in den ARD-Papieren konkret für das Erste Programm vorgeschlagen werden, muss man als hilflose Anpassung an das gegenwärtige öffentlich-rechtliche Konkurrenzangebot des Fernsehmarktführers ZDF bezeichnen. Das ist nun keine böswillige Unterstellung, sondern wird ausdrücklich in den Papieren so benannt. Am Dienstagabend soll beispielsweise ein neues Talkshow-Format eingerichtet werden, in dem „persönliche Gespräche“ geführt werden sollen. Begründet wird dies damit, dass beim ZDF zu sehen sei, dass es „eine Nachfrage nach einem solchen Format“ gäbe. Also soll es im Ersten bald einen Talk wie „Lanz“ geben – nur ohne ZDF-Mann Markus Lanz. Auch für einen ARD-Wochenrückblick im „Comedy-Format“, der am Freitag um 21.45 Uhr (vor den „Tagesthemen“) geplant ist, wird ausdrücklich die „Heute-Show“ des ZDF als Vergleich genannt. Primärer Unterschied: Das ARD-Format soll früher laufen und so der ebenfalls am Freitag ausgestrahlten ZDF-Sendung um Oliver Welke die Pointen vorwegnehmen.

Beim neuen „Late-Night-Format“, das um „Carolin Kebekus als Host“ am späteren Samstagabend der ARD eingeplant wird, fehlt in den Papieren der Hinweis auf das ZDF, aber dass dabei so etwas wie eine Art Böhmermann (früher „Neo Magazin Royale“, heute „ZDF Magazin Royale“) herauskommen soll, nur mit Kebekus statt Böhmermann, liest man zwischen den Zeilen. Und wenn am Sonntag fürs Erste ein „neues Wissensformat“ für die Zeit um 18.30 Uhr gewünscht wird, dann liegt der Gedanke nahe, dass dafür die ZDF-Sendungen „Terra X“ (sonntags, 19.30 Uhr) und „Terra Xpress“ (sonntags, 18.25 Uhr) jeweils Pate stehen könnten. Selbst die Überlegung, die unter dem Titel „Echtes Leben“ bislang sonntags laufenden Dokumentationen der ARD-Kirchenredaktionen auf den Montagabend zu verpflanzen und durch „filmische Formate“ für die Mediathek zu ergänzen, hat ihren Ursprung beim Konzept der ZDF-Reihe „37°“, in der sich unter anderem auch die Kirchenredaktionen des Senders mit meist sozialen Themen beschäftigen.

Schaut man sich die gegenwärtig erfolgreichen ZDF-Sendungen an, fehlt bei den geplanten Übernahmen durch die ARD nur noch so etwas wie eine Trödelshow. Dazu bräuchte man jemanden wie Horst Lichter, den Präsentator der ZDF-Reihe „Bares für Rares“. Aber vielleicht meint das an mehreren Stellen in den Strobl-Papieren erwähnte „Köpfe-Management“ ja auch so etwas wie die Suche nach einem markanten Bart, der eine solche Sendung in allen nur denkbaren Varianten wegmoderieren kann.

Wenn man Besitzstände auf billigste Weise preisgibt

Scherz beiseite. Die Imitation von erfolgreichen ZDF-Sendungen mag ja noch angehen, auch wenn sie nicht sonderlich kreativ ist und als „Strategie“ nur so lange taugt, bis man sich in Mainz etwas Neues ausgeheckt hat. Aber sie wird dort gefährlich, wo sie Besitzstände der ARD auf billigste Weise preisgibt. Ein Beispiel dafür ist die geplante Verlagerung des „Weltspiegels“, der, wie anfangs erwähnt, vom Vorabend des Sonntags (vor der 20.00-Uhr-„Tagesschau“) in den späten Montagabend wandern soll. Begründet wird diese Schwächung des Informationsangebots damit, dass man am Sonntag für einen „starken Audience-Flow“ zur „Tagesschau“ sorgen wolle, der durch eine um 19.15 Uhr beginnende und um kurz vor 20.00 Uhr endende „Sportschau“ erbracht werden soll.

Nun hat bekanntlich bereits die letzte diese Sendezeit betreffende Reform, mit der die „Lindenstraße“ aus dem Programm gekegelt und im Zuge dessen die Sonntags-„Sportschau“ von 18.00 auf 18.30 Uhr verschoben wurde (vgl. diesen MK-Artikel, diese MK-Dokumentation und diese MK-Meldung) , keine Quotenzuwächse gebracht. Das würde bei einem Starttermin der „Sportschau“ um 19.15 Uhr auch nicht viel anders sein. Tatsächlich ist das Versprechen mit einem besseren Audience-Flow nur die Tarnung für ein anderes Problem, das im nachfolgenden Satz angeführt wird: Die ARD hat teure Zweitrechte von der Fußball-Bundesliga und Zweiten Liga erworben, die sie derzeit alle nicht so verwenden kann wie gewünscht. Die geplante Verlagerung des „Weltspiegels“ dient also der Funktion, Platz zu schaffen, um teure Sportrechte – in diesem Fall „attraktive Fußball-Zweitliga-Rechte“ – „optimal einzusetzen“. Die Deutsche Fußball-Liga (DFL), die diese Rechte an die ARD verkauft hat, dürfte diesen Wunsch geäußert haben. Und die ARD-Programmdirektion erachtet es als ihre Aufgabe, dem nachzukommen. Das wäre dann: Zweite Liga statt „Weltspiegel“ am Sonntagabend. Doch wer so denkt, ist selbst zweite Liga. Der „Weltspiegel“ muss bleiben, wo er ist.

Vollkommen unübersichtlich sind die Strobl-Pläne, was die politischen Magazine angeht. Sie sollen einige Ausgaben im Jahr durch „investigative filmische Formate“ ersetzen, die dann unter einem einheitlichen Titel in der Mediathek firmieren sollen. Was indirekt gemeint ist, ist indes klar: Christine Strobl wird die Idee nicht eingeleuchtet haben, dass es im Ersten sechs verschiedene politische Magazine gibt, die sich dienstags wie donnerstags abwechseln, während die Wirtschaftsthemen unter einem einheitlichen Magazintitel laufen („Plusminus“), für den sieben ARD-Anstalten Ausgaben beisteuern. Aber den Mut, die Fusion der politischen Magazine zu einem einheitlichen wöchentlichen ARD-Format zu fordern, hat Strobl nicht. Sie ist in diesem Fall lediglich so klug, dass sie keinen Kampf wagen will, den schon andere vor ihr verloren haben. Also versucht sie es gleichsam über den Umweg der Mediathek.

Im Übrigen: Natürlich kann und muss man die politischen Magazine mit ihren jeweiligen Ausgaben, aber auch mit ihren Einspielfilmen besser in der Mediathek präsentieren. Wer dort einmal nach einem solchen Film gesucht hat, weiß, was gemeint ist. In der Mediathek spielt ja die Länge einer Sendung wie eines Beitrags keine Rolle. Die kürzeren Beiträge der Politmagazine, wenn man sie dort vernünftig anzeigte und verknüpfte, so dass man sie durch Suchfunktionen besser fände, schlügen die klassisch auf 30 Minuten formatierten neuen Einzelfilme mühelos aus dem Feld. Ähnliches gilt für den späten Montagabend: Ein dort etabliertes Format wie „Die Story im Ersten“ wird gar nicht mal erwähnt. Es steht somit vor dem Aus. Stattdessen soll eine neue Reihe erfunden werden, in der „Dokus aus verschiedenen Programmbereichen“ versammelt werden sollen. Das könnte man dann „Kuddelmuddel“ nennen. Ein Kuddelmuddel, das nicht dadurch an Profil gewinnt, wenn es mit dem Begriff „Relevanz“ garniert wird. Denn das, was als relevant erachtet wird, scheint in der ARD strittig.

Die weitere Uniformierung des Ersten Programms

Kurz gesagt: Die neue Strategie der ARD für das Erste Programm und für ihre Mediathek besteht in der Anerkennung von Trivialitäten, was beispielsweise das non-lineare Angebot angeht. Sie ist nicht eigenständig, da sie vor allem auf Übernahmen von Programmideen setzt, wie sie der Konkurrent ZDF entwickelt hat. Und sie treibt die Uniformierung des Ersten Programms voran, ohne etwas Neues zu denken. Denn anders als das ZDF kommt man in der ARD-Programmdirektion nicht auf die Idee, den (vom WDR verantworteten) Spartensender One analog zu ZDFneo als Plattform für Programmexperimente zu nutzen. Stattdessen sollen hier wie schon derzeitig Lizenzen zur Verwertung ausgenutzt werden, die man in anderen Programmen nicht unterbringen kann.

Um kein Missverständnis aufkommen zu lassen: Dass sich Fernseh- und Radioprogramme ändern, ist normal. Denn auch der Geschmack dessen, was eine Gesellschaft im Ganzen oder der jeweils Einzelne gerne sieht und hört, ändert sich im Lauf der Zeit. Um nur zwei Beispiele zu nennen: Angloamerikanische Popmusik, ob sie nun Blues, Soul, Beat oder Rock genannt wurde, kam in den öffentlich-rechtlichen Radioprogrammen bis Ende der 1960er Jahre nur am Rande vor; heute sind ihnen komplette Radiowellen gewidmet. Und Kriminalfilme, die in den ersten 30 Jahren des deutschen Fernsehens als triviale und damit randständige Form der audiovisuellen Unterhaltung galten, dominieren heute die Abende im Ersten und im Zweiten so sehr, dass es scheint, als ob es keine andere Form der filmischen Erzählung gäbe. Die Zuschauer scheinen das ausweislich der Medienforschung zu goutieren.

Auch allgemein ändern sich Seh- und Nutzungsgewohnheiten, im digitalen Zeitalter umso mehr, was denn auch als Hauptgrund für die ARD-Reformpläne angegeben wird. In den letzten Jahren hat die Nutzung audiovisueller Angebote jenseits der klassischen Fernsehprogramme enorm zugenommen; diese verloren zugunsten der Streaming-Anbieter wie Netflix, Amazon oder Disney plus und an die Mediatheken, in denen mittlerweile alle Sender ältere wie aktuelle Sendungen anbieten. Manche behaupten gar, dass dieses non-lineare Angebot das lineare Programm, in dem die Zeiten, zu denen etwas zu sehen und zu hören, festgeschrieben sind, verdrängen werde.

Das Privileg der Beitragsfinanzierung bedeutet Pflichten

Auch ein öffentlich-rechtliches Programm hat sich den Änderungen des zeitspezifischen Geschmacks und den Nutzungsgewohnheiten zu stellen. Anders aber als ein kommerzieller Sender darf sich ein öffentlich-rechtlicher Sender dem nicht vollends unterwerfen. Das liegt zum einen daran, dass es sich nur zu einem kleinen Teil aus den Werbeeinnahmen finanziert, deren Höhe unmittelbar an die Einschaltzahlen gekoppelt ist. Und das liegt zum anderen und wichtigeren Teil daran, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk – also Fernsehen, Radio und Mediathek insgesamt – Pflichten zu erfüllen hat, die seine Existenz und das Privileg der gerade vom Bundesverfassungsgericht wieder gestärkten Beitragsfinanzierung erst legitimieren.

Zu diesen Pflichten gehört ein vielgestaltiges Programm, zu dem Information, Kultur, Bildung und Unterhaltung gleichermaßen zählen und das sich an die Gesamtgesellschaft und nicht allein an jene Teilgruppen richtet, die beispielsweise für die Werbewirtschaft interessant sind oder die den Programmverantwortlichen gesellschaftlich nahestehen. All dem wird das, was in den Reformpapieren der ARD-Programmdirektion steht, nicht oder nur wenig gerecht. Vielmehr sieht es so aus, dass sich hier der öffentlich-rechtliche Rundfunk durch merkantiles Denken und durch eine Fixierung auf Einschalt- und Klickzahlen auf gefährliche Weise von seiner Legitimation entfernen wird.

19.08.2021/MK

Frauenpower für das Erste: ARD-Programmdirektorin Christine Strobl will für den „Weltspiegel“ einen schlechteren Sendeplatz, etwas, was ihr Vorgänger Volker Herres, der dies auch wollte, nicht schaffte

Foto: ARD/Laurence Chaperon


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