Widerstand gegen ARD-Plan, den „Weltspiegel“ zu verlegen: 100 Auslandskorrespondenten appellieren an die Intendanten und ARD-Programmdirektor Herres

13.09.2019 •

Im Frühjahr 2020 werden nach dem ARD-Beschluss, die sonntägliche Serie „Lindenstraße“ einzustellen (vgl. MK-Artikel), 30 Minuten Sendezeit im Ersten frei. Die ARD-Programmdirektion plant deshalb, den Vorabend am Sonntag im Ersten neu zu strukturieren. Wie am 11. September durch einen Bericht des „Handelsblatts“ bekannt wurde, gehört zu den Überlegungen, das Auslandsmagazin „Weltspiegel“ von seinem jetzigen Sendeplatz von 19.20 Uhr bis kurz vor der 20.00-Uhr „Tagesschau“ ab April 2020 vorzuverlegen auf 18.30 Uhr. Auf dem prominenten Sendeplatz des „Weltspiegels“ vor der „Tagesschau“ soll dann künftig eine verlängerte Sonntags-„Sportschau“ laufen, so die Pläne. Dagegen allerdings regt sich nun ARD-intern großer Widerstand. 100 Auslandskorrespondenten kritisieren in einem Brief an die ARD-Intendanten die Pläne und appellieren dabei an die ARD-Führung, den „Weltspiegel“ auf seinem jetzigen guten Sendeplatz zu belassen. Eine Verlegung nach vorne werde das Auslandsmagazin marginalisieren, so der Vorwurf, dies sei nicht im Sinne des öffentlich-rechtlichen Auftrags.

Dem Brief der Auslandskorrespondenten hinzugefügt ist auch eine Protestnote der Chefredakteure und Kulturchefs des Senderverbundes, die sich ebenfalls gegen eine Verlegung des „Weltspiegels“ aussprechen und zudem darauf hinweisen, dass bei den bisherigen Plänen die Chance vertan werde, dem „Bericht aus Berlin“ künftig 10 Minuten mehr Sendezeit zu geben und damit dessen politische Berichterstattung von 20 auf 30 Minuten auszuweiten. Der „Bericht aus Berlin“ soll im Übrigen von derzeit 18.30 auf dann 18.10 Uhr vorverlegt werden. Er liefe dann vor dem „Weltspiegel“. Wir dokumentieren im Folgenden den Brief der Auslandskorrespondenten inklusive der Protestnote jeweils im Wortlaut (beides liegt der MK vor; über die Schreiben hatte als erstes das „Handelsblatt“ in seinem Artikel berichtet). Am 16 und 17. September treffen sich die ARD-Intendanten beim Südwestrundfunk (SWR) in Stuttgart, um über die Pläne der ARD-Programmdirektion zu beraten und gegebenenfalls zu entscheiden. • MK

 

- - - - - DOKUMENTATION - - - - -

Abs.:

ARD-„Weltspiegel“-Redaktionen 09.09.2019


An:

Herrn Tom Buhrow, Intendant Westdeutscher Rundfunk

Frau Dr. Yvette Gerner, Intendantin Radio Bremen

Herrn Dr. Kai Gniffke, Intendant Südwestrundfunk

Herrn Thomas Kleist, Intendant Saarländischer Rundfunk

Herrn Manfred Krupp, Intendant Hessischer Rundfunk

Herrn Lutz Marmor, Intendant Norddeutscher Rundfunk

Frau Patricia Schlesinger, Intendantin Radio [sic!] Berlin-Brandenburg

Herrn Ulrich Wilhelm, Intendant Bayerischer Rundfunk/ARD-Vorsitzender

Frau Prof. Dr. Karola Wille, Intendantin Mitteldeutscher Rundfunk

 

Liebe Intendantinnen und Intendanten,

auf der vergangenen FPK [der Fernsehprogrammkonferenz am 3. und 4. September in Stuttgart; MK-Red.] haben die Direktor*innen beschlossen, dass der „Weltspiegel“ im Zuge der Neugestaltung des ARD-Vorabends auf 18.30 Uhr vorverlegt werden soll.

Wir, die „Weltspiegel“-Redaktionen, sind gegen diese Marginalisierung unserer Sendung.

Auch die Chefredakteur*innen und Kulturchef*innen haben jüngst dafür plädiert, den Sendeplatz zu erhalten und folgende Protestnote einstimmig verabschiedet:

„Wir leben in einer Zeit, die durch außen- und innenpolitische Krisen und Herausforderungen geprägt ist wie kaum jemals zuvor. Die Zuschauer erwarten vom Informationssender Nummer 1 Hintergrund und Orientierung.

In dieser Zeit finden Schemaüberlegungen zum Programm des Ersten am Sonntag statt. Doch anstatt die Informationsprogramme „Bericht aus Berlin“ und „Weltspiegel“ zu stärken, indem man sie zum Beispiel verlängert oder ihnen einen guten Vorlauf verschafft, werden sie in den vorliegenden Planungen zeitlich nach vorne verlegt und damit marginalisiert. Beim „Weltspiegel“, der einzigen Auslandssendung im Ersten, geht ein jahrzehntelang gelernter Sendeplatz verloren, beim „Bericht aus Berlin“ wird die Chance auf Vertiefung politischer Themen durch 10 Minuten mehr vertan.

In der aufgewühlten aktuellen Diskussion um die Legitimation des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, den Kern seines Auftrags und seine Gebührenakzeptanz ist dies aus unserer Sicht eine schwere Hypothek und damit eine falsche Entscheidung.“

Weiterhin unterstützen uns langjährige Korrespondent*innen und Programmverantwortliche:

- Nikolaus Brender, ehem. Leiter der Programmgruppe Ausland/WDR, Studioleiter ARD-Studio Buenos Aires, WDR-Programmdirektor FS, Chefredakteur ZDF

- Andreas Cichowicz, NDR-Chefredakteur FS, stellvertretender Programmdirektor, „Weltspiegel“-Moderator

- Ulrich Deppendorf, ehem. Leiter des ARD-Hauptstadtstudios und Fernsehdirektor WDR

- Ernst Elitz, ehem. Moderator „Weltspiegel“

- Tina Hassel, Leiterin ARD-Hauptstadtstudio, ehem. Moderatorin „Weltspiegel“

- Claus Kleber, ehem. Studioleiter ARD-Studio Washington, ARD-Studio London, Moderator „Heute-Journal“

- Frank Plasberg, Moderator „Hart aber fair"

- Fritz Pleitgen, ehem. WDR-Intendant und Studioleiter der ARD-Studios Moskau/Washington/New York

- Albrecht Reinhardt, ehem. Leiter der Programmgruppe Ausland/WDR, Leiter des ARD-Studios Moskau

- Thomas Roth, ehem. Leiter des ARD Hauptstadtstudios und Studioleiter der ARD-Studios Johannesburg/Moskau/New York und Moderator ARD-„Tagesthemen“

- Sonia Seymour-Mikich, ehem. Chefredakteurin WDR FS und Studioleiterin der ARD-Studios Moskau/Paris

- Hartmann von der Tann, ehem. ARD-Chefredakteur

- Ulrich Wickert, ehem. Studioleiter ARD-Studios Paris/New York und ehem. Moderator ARD-„Tagesthemen“

Wir bitten um Ihre Unterstützung in dieser Frage.

Beiliegend übersenden wir Ihnen schließlich eine Mail, die wir vor der vergangenen FPK an Volker Herres und Rainald Becker verschickt haben. In dem Schreiben formulieren die vier „Weltspiegel“-Redaktionen und die ARD-Korrespondent*innen ihre Position und ihre Argumente.

 

Lieber Herr Herres,

der „Weltspiegel“ hat sich in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich zu einem crossmedialen Produkt entwickelt. Ausgehend von der sonntäglichen linearen Magazin-Sendung im Ersten hat er eine „Weltspiegel“-Familie aufgebaut, zu der zahlreiche „Weltspiegel-Extras“, „Weltspiegel-Reportagen“, der multimediale Auftritt auf Social-Media-Plattformen und der seit diesem Jahr neu entwickelte Audiopodcast „Weltspiegel-Thema“ gehören. Die „Weltspiegel“-Familie ist Heimat nicht nur unserer Fernseh-Auslandskorrespondent*innen, sondern (via Podcast und Social-Media-Aktivitäten) inzwischen auch der Hörfunk-Kolleg*innen. Wir dokumentieren mit unseren Anstrengungen, dass wir den öffentlich-rechtlichen Auftrag ernst nehmen.

Im Ersten wird derzeit über ein neues Programmschema für den Sonntag-Vorabend gesprochen. Im Zuge dessen könnte der „Weltspiegel“ von seinem angestammten Sendeplatz direkt vor der „Tagesschau“ auf eine frühere Uhrzeit verdrängt werden. Wir glauben, dass dies einer Marginalisierung der wichtigsten Auslandssendung des deutschen Fernsehens gleichkäme, die auch Folgen für die gesamte „Weltspiegel“-Familie hätte.

Wir sprechen uns ausdrücklich für eine nachhaltige Auslandsberichterstattung in der ARD aus. Dazu gehört ein prominenter Sendeplatz: wie bisher – am Sonntagabend – auflaufend auf die „Tagesschau“.

Für diesen Verbleib gibt es zahlreiche Argumente:

– Der Sendeplatz von 19.20 Uhr bis zur „Tagesschau“ ist bei unseren Zuschauern bekannt und eingeführt.

– Ein früherer Sendeplatz würde weniger Zuschauer erreichen, weil ein informationsinteressiertes Publikum erst später am Vorabend einschaltet.

– In Zeiten, in denen wir uns und unseren Auftrag rechtfertigen müssen, wäre es ein schlimmes Signal, wenn eine Verschiebung dazu führen würde, dass die wichtigste Auslandssendung der ARD ihren attraktiven Sendeplatz verliert. Der inhaltlichen Akzeptanz des öffentlich-rechtlichen Rundfunks wäre solch eine Entscheidung sehr abträglich.

– Sportrechte, die den „Weltspiegel“ verdrängen sollen, sind zweifelsfrei sehr attraktiv, können aber immer nur für eine begrenzte Zeit erworben werden und sind derzeit noch nicht erworben!

Wir bitten daher dringend, den angestammten Sendeplatz für den ARD-„Weltspiegel“ beizubehalten.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Dr. Brigitte Abold/BR, Leitung Europa- und Auslandsmagazine/FS

Philipp Abresch/NDR, Auslandsredaktion/FS

Anne Allmeling/WDR, Korrespondentin/HF, ARD-Studio Kairo

Natalie Amiri/BR, Korrespondentin/FS, ARD-Studio Teheran

Tamara Anthony/NDR, Studioleiterin/FS, ARD-Studio Peking

Tim Aßmann/BR, Studioleiter/HF, ARD-Studio Tel Aviv

Golineh Atai/WDR, Redakteurin „Monitor“

Natalia Bachmayer/HR, Korrespondentin/FS, ARD-Studio Madrid

Holger Beckmann/WDR, Korrespondent/HF, ARD-Studio Brüssel

Andrea Beer/BR, Korrespondentin/HF, ARD-Studio Wien

Torsten Beermann/WDR, Kopfredaktion „Weltspiegel“/Auslandsredaktion/FS

Björn Blaschke/WDR, Studioleiter/HF, ARD-Studio Kairo

Olaf Bock/WDR, Studioleiter/FS, ARD-Studio Warschau

Lena Bodewein/NDR, Korrespondentin ARD-Studio Singapur/HF

Nicole Bölhoff/NDR, Auslandsredaktion/FS

Xenia Böttcher/SWR, Studioleiterin/FS, ARD-Studio Mexiko-City

Sabine Bohland/WDR, Auslandredaktion/FS

Jens Borchers/HR, Studioleiter/HF, ARD-Studio Rabat

Anja Bröker/WDR, ARD-„Morgenmagazin“

Ute Brucker/SWR, Abteilungsleiterin Ausland

Claudia Buckenmaier/NDR, Korrespondentin/FS, ARD-Studio Washington

Verena Buenten/WDR, „Moma“-Korrespondentin/FS, ARD-Studio Washington

Dr. Jan Philipp Burgard/WDR, Zweiter Studioleiter/FS, ARD-Studio Washington

Christian Buttkereit/SWR, Studioleiter/HF, ARD-Studio Istanbul

Eva Corell/BR, Redaktionsleiterin Auslandsstudios

Thomas Denzel/SWR, Studioleiter/FS, ARD-Studio Johannesburg

Silke Diettrich/WDR, Korrespondentin/HF, ARD-Studio Neu-Delhi

Annette Dittert/NDR, Studioleiterin/FS, ARD-Studio London

Antje Diekhans/RB, Korrespondentin ARD-Studio Nairobi/HF

Axel Dorloff/RBB, Korrespondent/HF, ARD-Studio Peking

Marc Dugge/HR, Studioleiter, ARD-Studio Madrid

Matthias Ebert/SWR, Studioleiter/FS, ARD-Studio Rio de Janeiro

Gudrun Engel/WDR, Korrespondentin/FS, ARD-Studio Brüssel

Kathrin Erdmann/NDR, Studioleiterin/HF, ARD-Studio Tokio

Martin Ganslmeier/NDR, Studioleiter/HF, ARD-Studio Washington

Jana Genth/SWR, Korrespondentin/HF, ARD-Studio Johannesburg

Peter Gerhardt/HR, Korrespondent/FS, ARD-Studio Neu-Delhi

Dr. Susanne Glass/BR, Studioleiterin/FS, ARD-Studio Tel Aviv

Laura Goudkamp/BR, Digitale Kopfredaktion „Weltspiegel“

Thielko Grieß/DLF, Korrespondent/HF, Deutschlandradio-Studio Moskau

Michael Grytz/WDR, Korrespondent/FS, ARD-Studio Brüssel

Norbert Hahn/WDR, Studioleiter/FS, ARD-Studio Nairobi

Benjamin Hammer/BR, Korrespondent/HF, ARD-Studio Tel Aviv

Danko Handrick/MDR, Studioleiter/FS, ARD-Studio Prag

Daniel Hechler/SWR, Studioleiter/FS, ARD-Studio Kairo

Hanni Hüsch/NDR, Korrespondentin ARD-Hauptstadtstudio

Caroline Imlau/WDR, Redakteurin/Reporterin PG Zeitgeschehen – Europa und Ausland/FS

Christiane Justus/NDR, Auslandsredaktion/FS

Julia Kastein/MDR, Korrespondentin/HF, ARD-Studio Washington

Jürgen König/Deutschlandradio, Korrespondent/HF, Deutschlandradio-Studio Paris

Gabi Kostorz/NDR, Abteilungsleiterin, Ausland und Aktuelles/FS

Carsten Kühntopp/SWR, Korrespondent/HF, ARD-Studio Kairo

Julie Kurz/NDR, Korrespondentin/FS, ARD-Studio London

Dr. Peter Lange/Deutschlandradio, Studioleiter/HF, ARD-Studio Prag

Michael Lehmann/SWR, Korrespondent/HF, ARD-Studio Athen

Sibylle Licht/MDR, Studioleiterin/FS, ARD-Studio Neu-Delhi

Christian Limpert/BR, Korrespondent/FS, ARD-Studio Wien

Oliver Mayer-Rüth/BR, Korrespondent/FS, ARD-Studio Istanbul

Mike Lingenfelser/BR, Korrespondent/FS. ARD-Studio Tel Aviv

Thilo Kößler/Deutschlandradio, Korrespondent/HF, Deutschlandradio-Studio Washington

Christiane Meier/WDR, Studioleiterin/FS, ARD-Studio New York

Christina Nagel/WDR, Studioleiterin/HF, ARD-Studio Moskau

Ulli Neuhoff/SWR, Auslandsredaktion/FS

Oliver Neuroth/HR, Korrespondent/HF, ARD-Studio Madrid

Stefan Niemann/NDR, Erster Studioleiter/FS, ARD-Studio Washington

Markus Preiss/WDR, Studioleiter/FS, ARD-Studio Brüssel

Sandra Ratzow/NDR, Studioleiterin/FS, ARD-Studio Singapur

Ariane Raabe/WDR, Redaktionsassistentin „Weltspiegel“/FS

Sabine Rau/WDR, Studioleiterin/FS, ARD-Studio Paris

Stefan Rocker/SWR, Auslandsredaktion/FS

Heribert Roth/WDR, Auslandsredaktion/FS

Ina Ruck/WDR, Studioleiterin/FS, ARD-Studio Moskau

Dr. Clas Oliver Richter/NDR, Redaktionsleiter Ausland/FS

Sebastien Rippert/WDR, Producer/FS, ARD-Studio Brüssel

Roman Rusch/WDR, Korrespondent/Redakteur/FS, ARD-Studio Brüssel

Daniel Satra/NDR, Korrespondent/FS, ARD-Studio Peking

Stefan Schaaf/SWR, Korrespondent/FS, ARD-Studio Madrid

Isabel Schayani/WDR, Leitende Redakteurin „WDRforyou“

Petra Schmitt-Wilting/WDR, Auslandsredaktion/FS

Sabine Scholt, WDR, Leiterin Programmgruppe Zeitgeschehen Europa und Ausland/FS

Holger Senzel/NDR, Studioleiter ARD-Studio Singapur/HF

Uwe Schwering/NDR, Studioleiter/FS, ARD-Studio Tokio

Dr. Michael Schramm/BR, Korrespondent/FS, ARD-Studio Rom

Ines Schween/NDR, Redaktionsassistentin „Weltspiegel“/FS

Ralph Sina/WDR, Studioleiter/HF, ARD-Studio Brüssel

Tibet Sinha/WDR, stellv. Leiter Programmgruppe Zeitgeschehen Europa und Ausland/FS

Alexander Stenzel, Korrespondent/FS, ARD-Studio Kairo

Christian Stichler/NDR, Studioleiter/FS, ARD-Studio Stockholm

Stephan Ueberbach/SWR, Studioleiter/HF, ARD-Studio Brüssel

Ellen Trapp/BR, Korrespondentin/FS, ARD-Studio Rom

Dr. Clemens Verenkotte/BR, Studioleiter/HF, ARD-Studio Wien

Birgit Virnich/WDR, Auslandsredaktion/FS

Demian von Osten/WDR, Korrespondent/FS, ARD-Studio Moskau

Sabine Wachs/SR, Korrespondentin/HF, ARD-Studio Paris

Marcel Wagner/SWR, Studioleiter/HF, ARD-Studio Paris

Wolfgang Wanner/SWR, Studioleiter/FS, ARD-Studio Genf

Martha Wilczynski/WDR, Korrespondentin/HF, ARD-Studio Moskau

Katharina Willinger/BR, Korrespondentin/FS, ARD-Studio Istanbul

Steffen Wurzel/SWR, Korrespondent/HF, ARD-Studio Shanghai

Ingo Zamperoni/WDR, Moderator ARD-„Tagesthemen“

13.09.2019 – MK