ARD-Programmdirektor Volker Herres zur Diskussion über den „Weltspiegel“-Sendeplatz

16.09.2019 •

Die Pressestelle der ARD-Programmdirektion (Das Erste) veröffentlichte am 16. September eine Mitteilung, in der sich ARD-Programmdirektor Volker Herres zur Diskussion über den „Weltspiegel“-Sendeplatz äußert (vgl. zum Hintergrund diesen MK-Artikel und diese MK-Dokumentation). Am 16. und 17. September tagen die Intendanten der ARD beim Südwestrundfunk (SWR) in Stuttgart, um sich unter anderem mit dem Thema „Weltspiegel“ und dem künftigen Sendeplatz des Auslandsmagazins zu befassen. Wir dokumentieren die Pressemitteilung der ARD-Programmdirektion im Folgenden im kompletten Wortlaut:

16.09.2019 – 11:46 Uhr

ARD Das Erste – München

Zu öffentlich geführten Diskussionen um den Sendeplatz des „Weltspiegel“ erklärt ARD-Programmdirektor Volker Herres:

«Mit dem Ende der „Lindenstraße“ werden wir das Programmschema des Ersten am Vorabend des Sonntags ab April 2020 neu gestalten. Dazu werden derzeit intern unterschiedliche Varianten diskutiert. Eine dieser Varianten hat zu öffentlichen Diskussionen um den „Weltspiegel“ geführt. Die „Sportschau“ könnte am Sonntag vor der „Tagesschau“ aufgrund der Rechtesituation und des zeitlichen Ablaufs bestimmter Sportereignisse ein deutlich attraktiveres Angebot bieten als auf ihrem derzeitigen Sendeplatz. Das würde eine neue Platzierung unseres Auslandsmagazins erfordern. Eine Vorverlegung des „Weltspiegel“ auf einen Sendeplatz um 18:30 Uhr kommt für mich aber nicht in Frage. Wir sind uns in der ARD der Bedeutung und des Stellenwertes der Auslandsberichterstattung und unseres einzigartigen Korrespondentennetzes sehr bewusst. Deshalb wollen wir diesen Trumpf künftig noch deutlicher ausspielen. So wie wir es beispielsweise mit der Einführung der „Weltspiegel-Reportage“ und der aktuellen Marke „Weltspiegel extra“ bereits getan haben. Dazu gehören aber auch die zeitgemäße Weiterentwicklung des Formates und die Entwicklung eines attraktiven, vernetzten redaktionellen Angebotes für die lineare wie für die non-lineare Welt. Daran werden wir mit den zuständigen Auslandsredaktionen konstruktiv arbeiten, mit dem Ziel die Akzeptanz und die Reichweite unseres Angebotes zu steigern.»

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Anmerkung: Die Frage, die sich angesichts dieser Pressemitteilung stellt, ist nun: Warum sagt ARD-Programmdirektor Herres hier eigentlich nicht klar und deutlich: Ich bin dafür, dass der „Weltspiegel“ auch in Zukunft auf seinem angestammten Sendeplatz am Sonntag von 19.20 bis 20.00 Uhr läuft.

16.09.2019 – MK

Print-Ausgabe 24/2019

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